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Dinkel-Saatling (Vollkornbrot)

Einfaches und saftiges Kastenbrot mit Saaten

Heute habe ich mal wieder ein herrlich kerniges, gesundes und leckeres Brot-Rezept für dich: meinen Dinkel-Saatling. Ein kleiner Kraftprotz aus Dinkelvollkornmehl, der lange satt macht. Die Zubereitung könnte einfacher nicht sein und die eigentliche Arbeitszeit beträgt nur wenige Minuten. Dieses Kastenbrot ist supersaftig, hat ein tolles Aroma sowie eine gute Frischhaltung … ♥

Ein Kastenbrot in Scheiben geschnitten auf einem Holzbrett mit einem blau gestreiften Tuch darunter und einer Backform im Hintergrund.
Variante mit wenig Hefe

Dinkel-Saatling: ein reines Dinkelvollkornbrot

Dinkelvollkornmehl, eine ordentliche Portion Saaten und Buttermilch machen dieses Brot nicht nur sehr lecker, sondern auch zu einem Kraftprotz und Sattmacher! Wenn es draußen kühler und ungemütlich wird, kommen bei uns wieder vermehrt kräftige und kernige Brote auf den Tisch.

Für das Rezept habe ich das extrafein gemahlene Dinkelvollkornmehl von der Bio-Mühle Eiling genutzt, das schmeckt mir persönlich sehr gut. Zudem hat das Mehl durch die sehr feine Vermahlung eine gute Wasseraufnahme und die Backwaren werden damit schön fluffig, ohne den typischen Vollkorncharakter mit „kratzigem“ Kaugefühl.

Dinkelvollkornbrot mit wenig Hefe oder mit Sauerteig

Das Rezept kann entweder mit wenig Hefe oder Sauerteiganstellgut zubereitet werden. Ich finde, beide Varianten sind sehr lecker. Mit dem Sauerteig hat das Brot allerdings eine noch bessere Frischhaltung und wird noch aromatischer. Wenn du das Rezept mit Sauerteig zubereitest, sollte das Wasser für den Teig allerdings warm statt kühl aus der Leitung sein. Zudem ist es für die Teiglockerung und eine milde Fermentation förderlich, wenn der Teig mit Sauerteig bei nicht allzu kühler Raumtemperatur reift, meiner Erfahrung nach möglichst nicht unter 22 °C.

Dinkel-Saatling auf einem Holzbrett mit einem blau gestreiften Tuch darunter und einer Backform im Hintergrund.
Dinkel-Saatling mit Sauerteig in Scheiben geschnitten auf einem Holzbrett.
Variante mit Sauerteig (Handy-Schnappschuss)

Einfache Kastenbrote mit Übernachtgare

Hier auf dem Blog findest du bereits eine ganze Reihe von sehr einfachen Kastenbroten mit Übernachtgare. Supereasy und praktisch, wenn wenig Zeit oder Muße zum Backen vorhanden ist. Vielleicht hast du ja Lust, das eine oder andere Rezept mal auszuprobieren:

Mein Fazit

Ich mag diese Art von einfachen Kastenbroten sehr. Denn die Zutaten sind ruckzuck gemischt und dank der langen Reifezeit bekommen die Brote ein leckeres Aroma. Der Dinkel-Saatling ist ein tolles und einfaches Alltagsbrot, das auch noch gesund ist. Es ist wunderbar saftig und hat eine gute Frischhaltung. Was will man mehr?

Zeig mir gerne dein Back-Ergebnis mit einem Kommentar unter diesem Beitrag. Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Nachbacken und gutes Gelingen!

Alles Liebe ,

Unterschrift Sonja
Brotbachbuch: For the Love of Bread - Zeit für gutes Brot
Rezept drucken

Rezept Dinkel-Saatling (Dinkelvollkornbrot)

Einfaches und saftiges Kastenbrot aus Dinkelvollkornmehl, mit Saaten und einfacher Zubereitung. Mit wenig Hefe oder Sauerteig möglich.

TA (Teigausbeute): 206

  • Autor:
    Sonja
  • Arbeitszeit:
    10 Minuten
  • Wartezeit:
    11 Stunden 50 Minuten
  • Gesamtzeit:
    12 Stunden
  • Ertrag:
    1 Brot aus 1-kg-Brotform (Kastenform 23 × 11 × 9,5 cm)
  • Kategorie:
    Brot
  • Küche:
    deutsch
 Stück

Zutaten

  • 1 g Frischhefe oder 30 g Sauerteiganstellgut (sehr aktiv)
  • 200 g kühles Wasser (mit Sauerteig warmes Wasser, ca. 3540 °C)
  • 300 g kalte Buttermilch oder Kefir
  • 20 g Orangensaft (oder 20 g Wasser + 1/2 TL Acerola-Pulver)
  • 10 g Blütenhonig oder Rübensirup
  • 500 g extrafeines Dinkelvollkornmehl
  • 3 g gemahlene Flohsamenschalen
  • 60 g Sonnenblumenkerne, geröstet
  • 25 g weißer Sesam, geröstet
  • 25 g Blaumohn
  • 20 g Leinsamen oder Chia-Samen
  • 12 g Salz
  • 10 g Olivenöl

Außerdem

  • Saaten zum Bestreuen, z. B. Sonnenblumenkerne, Sesam, Blaumohn und Leinsamen

Zubereitung

Teig

Küchen-/Knetmaschine:

  • Die Frischhefe oder das Sauerteiganstellgut in dem Wasser auflösen.
  • Alle weiteren Zutaten für den Teig, bis auf Olivenöl und Salz, hinzufügen.
  • Etwa 3 Minuten bei langsamer Geschwindigkeit mit einer Küchen-/Knetmaschine mischen (wenn möglich mit dem Flachschläger oder Flexi-Rührelement).
  • Das Olivenöl und Salz hinzufügen und 1 Minute bei langsamer Geschwindigkeit weiter mischen.

Thermomix:

  • Die Frischhefe oder das Sauerteiganstellgut und Wasser in den Mixtopf geben, 30 Sek. | Stufe 3 mischen.
  • Alle weiteren Zutaten für den Teig, bis auf Olivenöl und Salz, hinzufügen, 2 Min. | Teigknetstufe.
  • Olivenöl und Salz hinzufügen, 1 Min. | Teigknetstufe.

Stock-/Stückgare

  • Die Kastenform einfetten und mit Saaten ausstreuen oder mit Dauerbackfolie auslegen.
  • Danach den Teig in die Backform geben und mit einem angefeuchteten Teigschaber glatt streichen und reichlich Saaten bestreuen. (Die Kastenform ist gut zur Hälfte gefüllt.)
  • Abgedeckt bei Raumtemperatur (20−22 °C) etwa 10−12 Stunden reifen lassen (bei der Sauerteigvariante eher bei 22−24 °C zur Gare stellen).
  • Der Teig sollte zum Ende der Reifezeit bis knapp unter den Rand der Kastenform reichen. (Schritt-für-Schritt Bilder siehe Rezept WaldNuss Brot)

Hinweis: Die Reifezeit hängt bei der Sauerteig-Variante stark von der Aktivität des Sauerteiganstellguts ab und kann somit auch kürzer oder länger sein. Bei aufgefrischtem oder sehr fitten Sauerteiganstellgut dauert die Gare erfahrungsgemäß ca. 8 Stunden.)

Backen

  • Den Backofen rechtzeitig auf 230 °C Ober-/Unterhitze (210 °C Heißluft/Umluft) vorheizen.
  • Das Brot einschießen, sofort schwaden und die Temperatur auf 200−210 °C Ober-/Unterhitze (190 °C Heißluft/Umluft) reduzieren. Für insgesamt 60 Minuten backen, dabei nach 10 Minuten die Ofentür öffnen, um den Dampf abzulassen.
  • Nach dem Backen aus der Form nehmen und mit Wasser einsprühen.
  • Anschließend auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

Notizen

Hinweise

  • Die Saaten können nach Wunsch variiert werden.
  • Wird „normales“ statt extra fein gemahlenes Dinkelvollkornmehl verwendet, je nach Wasseraufnahme des Mehls 20–30 g der Schüttflüssigkeit zurückhalten.
  • Was der Orangensaft/Acerola im Teig bewirkt, kann bei Interesse hier bei Vitamin C nachgelesen werden.
  • Für die vegane Version die Buttermilch durch je 50 % pflanzlichen Joghurt und Wasser ersetzen.

Inhalt

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Über die Autorin
Über die Autorin

Hi, ich bin Sonja – Autorin, Foodfotografin und leidenschaftliche Hobby-Bäckerin. Wenn ich nicht gerade Kundenshootings umsetze, liebe ich es in der Küche zu experimentieren und neue Rezepte zu entwickeln. Als Mutter und mit einem Hintergrund in der Ernährungswissenschaft, möchte ich genau wissen, was auf unsere Teller kommt. Bei mir findest du Rezepte, die alltagstauglich, familiengerecht und vor allem köstlich sind!

Ich teile hier neben Backwaren eine Vielfalt an Rezepten, die saisonal und zu vielen Gelegenheiten passen. Bist du dabei?

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36 Kommentare zu „Dinkel-Saatling (Vollkornbrot)“

      1. Sieglinde Friedemann

        Liebe Sonja, ein neues Lieblingsbrot ist entdeckt. Ich habe mit Weizen – Anstellgut gebacken. Wäre auch Roggen – Anstellgut möglich?

  1. Hallo Sonja,
    Heute Morgen das Rezept gelesen, gleich den Teig angesetzt, und gerade das fertige Brot aus dem Ofen geholt! Ich hatte normales Dinkel -Vollkorn aus der Litz Mühle, und habe 20 g weniger Flüssigkeit genommen! Anscheinend ist mein Dinkel Sauerteig sehr aktiv, nach 5 Stunden konnte/musste ich einschieben! Jetzt bin ich gespannt auf den Anstatt! Vielen Dank für die vielen tollen Kastenbrotrezepte, ich liebe sie alle 😊

      1. Liebe Sonja,
        Was für ein herrliches Brot. Ich habs mit Roggen-ASG und normalem Dinkel-VKmehl gebacken und kam prima mit der von dir empfohlenen reduzierten Flüssigkeitsmene klar. Gebacken habe ich nach 9 Stunden Teigruhe, er stand nicht allzu warm.
        LG Tina






  2. Liebe Sonja. Könnte ich statt extrafeinem Dinkelvollkornmehl die Hälfte durch backstarkes extrafeines Weizenvollkornmehl ersetzen? Das hätte ich nämlich da. Dinkel nur aus dem Biosupermarkt (ohne bekanne Backeigenschaften)
    Liebe Grüße

    1. Ja, das ist kein Problem!
      Wahrscheinlich benötigst du noch ’nen Schluck mehr Wasser. Du kannst aber auch die Flohsamenschalen weglassen bei Weizen, dann passt die Flüssigkeitsmenge wahrscheinlich sogar.

      Liebe Grüße Sonja.

    2. Ein gelingsicheres Rezept , das wunderbar schmeckt! Ich habe selbst gemahlenes Mehl verwendet und Wasser entsprechend angepasst. Bei sommerlichen Temperaturen nach 7,5 Stunden gebacken. Perfekt!

  3. So, Teig im Kasten – hoffentlich läuft er mir nicht davon 😬🫣 21°C in der Wohnung passt eigentlich, aber die 30cm lange Form ist meiner Meinung nach etwas mehr gefüllt als nur bis zur Hälfte… Toi toi toi, ich berichte wieder!

  4. Guten Morgen,

    übers Wochenende habe ich Dein Brot ausprobiert und ich bin sehr begeistert. Ich habe die vegane Variante gewählt.
    Das Brot ist nicht ganz so schön aufgegangen und locker wie bei Deinen Bildern gezeigt, aber super lecker!
    Das ist ab sofort mein Lieblingsbrot!
    Vielen Dank dafür und eine schöne Woche
    Heike






  5. Nachdem ich diese Brot inzwischen beinahe wöchentlich backe habe ich nun mal abgewandelt und mit Gelbmehlweizen-Vollkorn gebacken und die Hälfte der Sonnenblumenkerne durch Kürbiskerne ersetzt. Schmeckt auch super und verhält sich genau wie das Dinkel VK- Mehl.
    Herzlichen Gruss, Tina






  6. Das Brot ist sooo lecker und saftig! Tausend Dank für dieses tolle, einfache Rezept. Ich habe normales Dinkelvollkornmehl genommen und statt Acerola/ O-Saft habe ich ca 10 g Zitronensaft hergenommen. Hat perfekt geklappt. Wir sind sehr begeistert!






  7. Hallo Sonja, dieses Brot muss ich unbedingt backen. Meine Frage: kann ich das auch in einer gusseisernen Kastenform mit Deckel backen? Lieben Dank für eine Info!

    1. Hallo,

      das geht bestimmt, allerdings habe ich dazu selber keiner Erfahrungswerte. Ich würde die Form auf jeden Fall sehr gut einfetten.

      LG Sonja

  8. Hallo, liebe Sonja,

    es ist wunderbar geworden. Ein Vollkornbrot, wie ich es mir vorstelle. Die Scheiben sind zwar etwas klein (nicht die passende Kastenform vorhanden) aber das tut dem Genuss keinen Abbruch.
    Als einzige Abwandlung habe ich noch 75 g gekochte Dinkelkörner eingeknetet. Wenn schon Vollkornbrot, dann möge wir es richtig kernig.
    Ungekochte Körner hab ich in einen Rezept auch schon mal probiert. Empfiehlt sich nicht, weil die Körner ziemlich hart bleiben und dem Teig offenbar auch Wasser entziehen.
    Wie viele andere bin ich vor ca. drei Jahren ins Brot backen eingestiegen, gerne auch nach deinen zuverlässigen Rezepten. Inzwischen müsseb sich die Bäcker warm anziehen. Es kann uns kaum noch etwas gekauftes zufriedenstellen.

    Vielen Dank für deine tolle Arbeit, die genauen Rezepte und den Aufwand, den du betreibst. Mach weiter so!

    Liebe Grüße
    Evamaria






  9. Mein erstes Brot und super gelungen. Geschmacklich eine Wucht. Nach 7 Stunden musste es in den Ofen. Zum Schwaden habe ich eine Backform minimal mit Wasser gefüllt und mit erhitzt und nach dem einschieben wie von Dir empfohlen Wasser nachgeschüttet. Danke für dieses Rezept wunderbare Rezept! Deine Bücher stehen jetzt schon mal auf meiner Wunschliste😃.
    Sonnige Grüße Silvia






  10. habe schon einige deiner Rezepte ausprobiert. Da deine Anleitung immer ausführlich und klar ist, klappen die Brote vorzüglich und schmecken genauso 😀
    Hier habe ich aus Ermangelung von reinem Dinkelmehl mit Emmervollkornmehl ergänzt.
    Schmeckt super lecker 😋
    LG Heike






  11. Kann man das Kastenbrot nach initialem 2-3 Std. „Anspringen“ bei Raumtemperatur im Kasten bei 4-6°C Kühlschrank/Balkon garen lassen? Hat jemand Erfahrung? Muss man das Brot nach der kalten Gare noch mal akklimatisieren lassen bei Raumtemperatur vor dem Ausbacken oder kann man es direkt in den vorgeheizten Ofen schieben?

        1. Deine Kommentare waren leider im Spamordner. Daher sorry für die späte Antwort.

          Prinzipiell kannst du das Rezept auch mit kalter Gare und ASG backen. Dann würde ich aber eher aufgefrischten Sauerteig verwenden und die Menge erhöhen (Mehl und Wasser entsprechend aus der Rezeptur abziehen) und gut anspringen lassen.
          Je nach Fortschritt der Gare muss es nicht mehr akklimatisieren vorm Backen, sprich, wenn es genug an Volumen zugenommen hat.

          LG Sonja

  12. Liebe Sonja, deine Rezepte sind super, vielen Dank dafür!
    Ich hab dieses Brot(Sauerteig Variante) heute zum zweiten mal gebacken. Das erste mal lief alles super. Heute ist das Brot an der Seite, unterhalb der oberen Kappe sehr eingerissen😒 Woran könnte das liegen? Ich habe den Teig nach 6 Stunden übernacht im Keller 15 Grad gestellt, weil ich sonst übergare befürchtet hatte.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und Danke dir jetzt schon herzlich dafür 🥰

    Liebe Grüsse, Birgit

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