Sauerteig ansetzen – Kurzguide in 5 Tagen
Wenn du schnell sehen möchtest, wie Sauerteig ansetzen funktioniert, findest du hier die wichtigsten Schritte im Überblick. Weiter unten erkläre ich jeden Schritt ausführlich.
Tag 1: Start mit Vollkorn – Die Basis legen: Mehl und Wasser mischen
Tag 2: Sauerteig füttern – Die Mikroorganismen aktivieren
Tag 3: Mehlwechsel – Umstellung auf helleres Mehl für mehr Triebkraft
Tag 4: Sauerteig stabilisieren – Die Fermentation festigen
Tag 5: Reifetest – Ist dein Starter bereit für das erste Brot?

Sauerteig ansetzen – So funktioniert’s Schritt für Schritt
Einen Sauerteig selbst zu züchten, dauert mit meiner Methode in der Regel 5 bis 7 Tage. Wie schnell es geht, hängt vor allem davon ab, wie wohl sich die Mikroorganismen fühlen: Temperatur, Mehlqualität und regelmäßiges Füttern spielen die Hauptrolle. Ziel ist ein aktiver, triebkräftiger Sauerteig, der sich nach dem Füttern in überschaubarer Zeit verdoppelt.
Diese Zutaten brauchst du:
Für den Start deines Sauerteigs brauchst du nur zwei Zutaten:
- Mehl: Bio-Vollkornmehl für den Start (Weizen oder Roggen), später hellere Mehltypen
- Lauwarmes Wasser: Leitungswasser, ca. 35 bis 40 °C
Was du sonst noch brauchst:
- Ein sauberes Glas oder Behälter mit ca. 500 ml Volumen
- Einen sauberen Löffel oder Teigschaber
- Ein Gummiband zum Markieren der Füllhöhe
Warum Vollkornmehl zum Start? Auf den Schalenteilen des Getreides sitzen besonders viele natürliche Mikroorganismen: wilde Hefen und Milchsäurebakterien. Sie sind der Motor deines Sauerteigs. Frisch gemahlenes Vollkornmehl aus Bio-Getreide ist daher für den ersten Ansatz besonders empfehlenswert. Falls du keine Getreidemühle hast, kannst du dir im Bio-Laden Körner frisch mahlen lassen. Mehr zu Mehlsorten und ihren Eigenschaften findest du in meinem Artikel über Mehltypen.

Sauber arbeiten ist das A und O
Arbeite beim Sauerteig ansetzen immer mit sauberen Gläsern, Löffeln und Händen. Rückstände von Spülmittel, Fremdbakterien oder Schimmelsporen können die Kultur stören oder sogar zum Kippen bringen. Am besten spülst du deine Gläser nochmal heiß mit klarem Wasser aus. Ideal sind Glasgefäße mit lockerer Abdeckung: Deckel nur lose auflegen oder ein sauberes Tuch verwenden.

Tag für Tag: So züchtest du deinen Sauerteig
Die genauen Mengenangaben findest du unten in der Rezeptkarte. Hier erkläre ich dir, was an jedem Tag passiert und worauf du achten solltest.
Tag 1: Los geht’s mit Vollkorn
Wir starten mit Vollkornmehl, weil auf den Schalenteilen besonders viele natürliche Mikroorganismen sitzen, die die Fermentation ankurbeln. Mehl und lauwarmes Wasser zu einem gleichmäßigen Teig verrühren, in ein sauberes Glas geben, die Füllhöhe mit einem Gummiband markieren, locker abdecken und warm stellen. Ideal sind 26 bis 28 °C.
➔ Was du siehst: Noch nicht viel. Der Ansatz ruht und die Mikroorganismen beginnen langsam, sich zu vermehren.
Tag 2: Erste Lebenszeichen
Den Ansatz vom Vortag mit frischem Vollkornmehl und lauwarmem Wasser füttern, gut verrühren, in ein frisches Glas geben (Volumen markieren!) und wieder warm stellen.
➔ Was du siehst: Vielleicht zeigen sich schon kleine Bläschen oder ein leicht milchiger Geruch. Das ist ein gutes Zeichen: Die Mikroorganismen werden aktiv.
Milchsäurebakterien vs. wilde Hefen: In deinem Sauerteig arbeiten zwei Gruppen von Mikroorganismen zusammen: Milchsäurebakterien sorgen für die Säure (und damit für Geschmack, Haltbarkeit und Bekömmlichkeit), wilde Hefen produzieren CO₂ und treiben den Teig. In den ersten Tagen vermehren sich zunächst auch unerwünschte Keime aus dem Mehl. Keine Sorge: Mit der Zeit setzen sich die gewünschten Mikroorganismen durch und es entsteht eine stabile Mikroflora.
Tag 3: Umstieg auf helleres Mehl
Jetzt kannst du auf ein helleres Mehl wechseln, zum Beispiel Weizenmehl Type 550, Type 1050 oder Roggenmehl Type 1150. Das sorgt für ein milderes Aroma und mehr Triebkraft.
Wichtig: Ab jetzt nur noch 50 g vom Ansatz behalten, den Rest entsorgen. Mit frischem Wasser und Mehl füttern, in ein sauberes Glas geben und warm stellen.
➔ Was du siehst: Das Volumen sollte sich jetzt nach einer Fütterung deutlich erhöhen. Manche Starter explodieren regelrecht: Das Glas füllt sich rasant, manchmal verdoppelt oder verdreifacht sich der Ansatz. Freu dich, aber Achtung: Das heißt noch nicht, dass er backbereit ist! Jetzt unbedingt weitermachen und täglich füttern.
Falls sich ein unangenehmer Geruch entwickelt: Das ist in dieser Phase nicht ungewöhnlich. Die gewünschten Mikroorganismen haben sich noch nicht durchgesetzt. Einfach weitermachen.
Warum soll ich die Reste entsorgen?
In den ersten Tagen vermehren sich nicht nur die gewünschten Mikroorganismen, sondern auch unerwünschte Keime aus dem Mehl und der Umgebung. Durch das Entsorgen eines Teils gibst du den „Guten“ mehr Futter und Raum, sich durchzusetzen. Die Reste kannst du in den Kompost geben oder mit Wasser verdünnt als Pflanzendünger nutzen. Ab Tag 5, wenn dein Starter stabil ist, kannst du die Reste aufheben und in Rezepten für Sauerteigreste verbacken.
Tag 4: Stabilisieren
Füttern wie an Tag 3: 50 g vom Ansatz behalten, 50 g Mehl und 50 g Wasser zugeben. Warm stellen und beobachten.
➔ Was du siehst: Manchmal verlangsamt sich die Aktivität jetzt. Das kann so aussehen, als wäre die Kultur eingeschlafen. Keine Sorge, im Inneren arbeitet sie weiter! Es tobt ein regelrechter Kampf zwischen gewünschten und unerwünschten Mikroorganismen. Also dranbleiben, weiter füttern und geduldig sein.
Ziel: Eine klare Verdopplung in wenigen Stunden. Falls dein Starter noch träge ist, kannst du ihn nach der Verdopplung ein zweites Mal am selben Tag füttern.

Verlass dich auf Volumenmarke und Duft
Der Schwimmtest (Float-Test), bei dem ein Teelöffel Sauerteig in Wasser schwimmen soll, ist bei Vollkornstartern oder sehr festen Ansätzen oft unzuverlässig. Orientiere dich lieber an der Volumenzunahme (deshalb das Gummiband!) und am Geruch. Das sind die zuverlässigeren Indikatoren.
Tag 5: Reifetest
Füttern wie an Tag 4. Jetzt zeigt sich, ob dein Sauerteig backbereit ist.
Dein Starter ist bereit, wenn:
- Er sich in 4 bis 6 Stunden bei 26 bis 28 °C sichtbar verdoppelt (oder sogar verdreifacht)
- Er schwammig und luftig aussieht mit vielen feinen Bläschen
- Er mild, milchig bis leicht säuerlich riecht (nicht stechend oder dumpf)
➔ Falls er noch nicht so weit ist: Einfach noch 2 bis 3 Tage weiter füttern wie an Tag 5.

Sauerteig ansetzen – Schritt für Schritt
Empfohlenes Zubehör
- 2 saubere Gläser, mit ca. 500 ml Volumen (zur abwechselnden Nutzung)
- sauberer Löffel oder Teigschaber (zum Mischen)
- ein Gummiband (zum Markieren der Füllhöhe)
- Raumthermometer oder Infrarotthermometer (zum Prüfen der Standort-Temperatur)
Zutaten
Für Tag 1 + 2
- 60 g lauwarmes Wasser (ca. 35 °C) - pro Tag
- 50 g Vollkornmehl (Weizen oder Roggen, idealerweise Bio) - pro Tag
Ab Tag 3
- 50 g lauwarmes Wasser (ca. 35 °C) - pro Tag
- 50 g Mehl (Weizen Type 550 oder 1050, Roggen Type 1150, oder Dinkel Type 630 oder 1050) - pro Tag
Zubereitung
Tag 1: Erster Ansatz
- Vollkornmehl und Wasser in einem sauberen Glas verrühren, bis keine Mehlnester mehr sichtbar sind. Füllhöhe mit einem Gummiband markieren. Locker abdecken und an einen warmen Ort (26 bis 28 °C) stellen.→ 24 Stunden ruhen lassen.60 g lauwarmes Wasser (ca. 35 °C)50 g Vollkornmehl (Weizen oder Roggen, idealerweise Bio)

Tag 2: Füttern
- 50 g Vollkornmehl und 60 g Wasser zum Ansatz vom Vortag geben, gut verrühren. In ein frisches Glas umfüllen, Füllhöhe markieren, locker abdecken.→ 24 Stunden warm ruhen lassen.60 g lauwarmes Wasser (ca. 35 °C)50 g Vollkornmehl (Weizen oder Roggen, idealerweise Bio)

Tag 3: Füttern und Mehlwechsel
- Nur 50 g vom Ansatz behalten, den Rest entsorgen. In ein frisches Glas geben. 50 g Mehl (jetzt kannst du auf helleres Mehl wechseln) und 50 g Wasser zugeben, gut verrühren. Füllhöhe markieren, locker abdecken, warm stellen.→ 12 bis 24 Stunden reifen lassen, bis sich das Volumen deutlich erhöht hat.50 g lauwarmes Wasser (ca. 35 °C)50 g Mehl (Weizen Type 550 oder 1050, Roggen Type 1150, oder Dinkel Type 630 oder 1050)

Tag 4: Stabilisieren
- Nur 50 g vom Ansatz behalten, den Rest entsorgen. In ein frisches Glas geben. 50 g Mehl und 50 g Wasser zufügen, gut verrühren. Füllhöhe markieren, warm stellen.→ 4 bis 12 Stunden reifen lassen (nach Volumen gehen, nicht nach Uhrzeit).50 g lauwarmes Wasser (ca. 35 °C)50 g Mehl (Weizen Type 550 oder 1050, Roggen Type 1150, oder Dinkel Type 630 oder 1050)

Tag 5: Füttern
- 50 g vom Ansatz behalten. In ein frisches Glas geben. 50 g Mehl und 50 g Wasser zufügen, gut verrühren. Füllhöhe markieren, warm stellen.→ Reifen lassen, bis sich der Teig mindestens verdoppelt hat.50 g lauwarmes Wasser (ca. 35 °C)50 g Mehl (Weizen Type 550 oder 1050, Roggen Type 1150, oder Dinkel Type 630 oder 1050)

Ab Tag 6: Reifetest
- Verdoppelt sich dein Ansatz zuverlässig in 4 bis 6 Stunden bei 26 bis 28 °C? Zeigt er viele feine Bläschen und riecht angenehm mild-säuerlich? Dann ist er backbereit!Falls nicht: Noch 2 bis 3 Tage weiter füttern wie an Tag 5. Manche Starter brauchen etwas länger, das ist kein Problem.

Meine Tipps
Hinweise
Reste entsorgen: In den ersten Tagen vermehren sich auch unerwünschte Keime. Durch das Entsorgen gibst du den gewünschten Mikroorganismen mehr Futter und Raum. Ab Tag 5 kannst du die Reste sammeln und verbacken. Nach dem Reifetest: 50 bis 80 g als Anstellgut in ein sauberes Schraubglas abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Den Rest direkt verbacken oder als Sauerteigreste sammeln. Wie du dein Anstellgut richtig pflegst, erfährst du im Artikel „Sauerteig füttern“.Wann ist selbst gemachter Sauerteig fertig?
Je nach Raumtemperatur, Wasserqualität und Mehlsorte kann es mal schneller oder langsamer gehen. Gib deinem Sauerteig Zeit. Er braucht oft ein paar Tage, um richtig aktiv zu werden.
So erkennst du deinen fertigen Sauerteig:
Volumen: Hat sich in 4 bis 6 Stunden deutlich verdoppelt, idealerweise verdreifacht
Blasen: Viele feine Bläschen sind sichtbar, auch an der Oberfläche
Geruch: Angenehm mild-säuerlich, fruchtig, nicht stechend oder dumpf
Konsistenz: Elastisch, fast luftig, schwammige Struktur
Schwimmtest (optional): Ein Teelöffel des Starters schwimmt in Wasser (bei hellem Mehl zuverlässiger als bei Vollkorn)
Wichtig: Orientiere dich immer an der Volumenzunahme, nicht an der Uhrzeit. Reifezeiten können stark variieren.
Warum variiert die Reifezeit so stark? Dein Sauerteig ist ein lebendiges System. Wie schnell er reift, hängt von vielen Faktoren ab: Temperatur (wärmer = schneller), Mehlsorte (Vollkorn = mehr Nahrung), Wasserqualität (stark gechlortes Wasser kann bremsen) und sogar von der Mikroflora in deiner Küche. Jeder Sauerteig entwickelt mit der Zeit seinen eigenen Charakter.

Fertig gezüchtet – jetzt Anstellgut sichern
Dein Sauerteig verdoppelt sich zuverlässig? Dann kannst du dir jetzt dein Anstellgut (ASG) für die Langzeitpflege abzweigen.
So mache ich das:
- 50 bis 100 g in ein sauberes Schraubglas abfüllen. Das ist ab jetzt dein Anstellgut. Ich nehme meist 80 g, weil ich damit flexibel bin.
- Ab in den Kühlschrank. Dort schläft es bis zur nächsten Fütterung (ca. 1 bis 2 Mal pro Woche). Anders als bei der aktiven Führung bei Raumtemperatur oder warmer Umgebung kannst du den Deckel im Kühlschrank fest verschließen.
- Den Rest nutzen oder entsorgen. Den Rest im Zuchtglas verwendest du direkt fürs Backen. Falls du gerade keine Zeit hast: Entsorgen ist okay, auch wenn sich das am Anfang komisch anfühlt.
Wie du dein Anstellgut richtig fütterst und fit hältst, erkläre ich ausführlich in meinem Artikel Sauerteig füttern. Und falls du wissen willst, wie du deinen Starter länger aufbewahren kannst, findest du in Sauerteig aufbewahren alle wichtigen Infos.
Was ist Anstellgut? Anstellgut (ASG) ist der kleine Teil deines Sauerteigs, den du nach dem Backen zurückbehältst und im Kühlschrank aufbewahrst. Von diesem „Starterkultur-Rest“ nimmst du beim nächsten Backen eine Portion ab, fütterst sie auf und baust damit den aktiven Sauerteig fürs nächste Brot auf. So hältst du deinen Sauerteig über Jahre hinweg am Leben. → Hier gibt’s mehr Infos zu Anstellgut (Lexikon)
Zu viel Anstellgut aufheben: „Viel hilft viel“ gilt hier nicht. 50 bis 80 g reichen völlig aus. Alles darüber macht nur mehr Arbeit beim Füttern, produziert mehr Reste und bringt keinen Vorteil für die Triebkraft.

Vermeide diese Fehler beim ersten Sauerteigansatz
Gerade zu Beginn schleichen sich schnell kleine Fehler ein. Hier sind die häufigsten Stolperfallen und wie du sie vermeidest:
➔ Fehler 1: Immer nur füttern, ohne etwas zu entnehmen
Wenn du ohne vorheriges Entnehmen weiterfütterst, stehen ganz vielen Mikroorganismen ganz wenig Futter zur Verfügung. Der Starter wird schwach und träge.
Lösung: Ab Tag 3 immer einen Teil entsorgen, bevor du fütterst.
➔ Fehler 2: Zu niedrige Temperaturen
Ein zu kühler Standort (unter 22 °C) bremst die Entwicklung erheblich. Die gewünschten Milchsäurebakterien und Hefen mögen es warm.
Lösung: Halte 26 bis 28 °C ein. Das ist der Bereich, in dem sich die guten Mikroorganismen am wohlsten fühlen.
Wie halte ich meinen Sauerteig warm?
26 bis 28 °C klingt präzise, aber wo bekommst du diese Temperatur hin? Es gibt spezielle Gärboxen für Sauerteig, die sind supergut, lohnen sich aber nur, wenn du regelmäßig mit Sauerteig backst.Hier sind meine bewährten, günstigen Methoden für den Anfang:
- Backofen mit eingeschalteter Lampe (keine LED!). Die Wärme der Glühbirne reicht oft aus. Tür dabei leicht angelehnt lassen.
- Wärmflasche im ausgeschalteten Backofen oder in einer Isolierbox/Kühltasche. Funktioniert auch mit einer PET-Flasche voll heißem Wasser.
- Auf oder neben der Heizung mit einem Holzbrett als Abstandhalter, damit es nicht zu heiß wird.
- Heizmatte mit Thermostat (z. B. für Terrarien oder Pflanzenzucht) in einer Styroporbox. Sehr präzise steuerbar.
- Fußbodenheizung, Heizdecke oder Internetrouter können für sanfte Wärme sorgen. Mit Decke oder Handtuch zusätzlich isolieren.
Wichtig: Temperatur am Standort immer nachmessen, z. B. mit einem Raumthermometer oder Infrarotthermometer. Zu warm ist genauso problematisch wie zu kühl.wasser (Bassinage).
➔ Fehler 3: Zu lange Fütter-Pausen
Der junge Sauerteig braucht anfangs regelmäßige Fütterung. Längere Pausen (mehr als 2 Tage ohne Füttern) können die Kultur instabil machen.
Lösung: In der Aufbauphase täglich füttern. Später, wenn der Starter im Kühlschrank ruht, reicht 1 bis 2 Mal pro Woche.
➔ Fehler 4: Ständig die Mehlsorte wechseln
Die Mikroorganismen stellen sich auf ihr Futter ein. Wer ständig zwischen Roggen, Weizen und Dinkel wechselt, gibt ihnen keine Chance, sich zu etablieren.
Lösung: Am Anfang bei einer Mehlsorte bleiben. Später kannst du vorsichtig wechseln oder verschiedene Starter parallel führen.
➔ Fehler 5: Hefe hinzufügen
Wer dem Ansatz klassische Bäckerhefe zufügt, stört die Entwicklung der natürlichen Sauerteig-Mikroflora. Die Kulturhefe übernimmt dann das Ruder.
Lösung: Beim Züchten keine Hefe verwenden. Erst beim Backen kannst du (optional) eine kleine Menge Hefe als Starthilfe zugeben.
Mythos: „Kein Metalllöffel beim Sauerteig!“
Hartnäckig hält sich der Glaube, Metall würde dem Sauerteig schaden. Das stimmt nicht. Kurzer Kontakt mit einem Edelstahllöffel ist völlig unbedenklich. Problematisch wären nur reaktive Metalle wie Aluminium oder Kupfer bei längerem Kontakt. Also: Rühre ruhig mit dem Edelstahllöffel um.
Mythos: „Leitungswasser ist zu gechlort“
In Deutschland ist die Chlorung (wenn überhaupt) so gering, dass sie deinem Sauerteig nicht schadet. Falls du unsicher bist: Wasser abkochen und abkühlen lassen oder über Nacht offen stehen lassen. Aber normalerweise ist das nicht nötig.
Wann ist mein Sauerteig noch zu retten?
| Schimmel | Kahmhefe | |
|---|---|---|
| Aussehen | Pelzige, flauschige Flecken in weiß, grün, schwarz oder blau. Oft punktuell an der Oberfläche oder am Glasrand. | Dünne, faltige Haut an der Oberfläche, meist weiß bis cremig. Keine Flecken, sondern eine zusammenhängende Schicht. |
| Geruch | Muffig, modrig, unangenehm | Leicht hefig bis alkoholisch, manchmal wie überreife Früchte |
| Gefahr | Ja! Schimmelsporen durchdringen den gesamten Ansatz. | Nein. Kahmhefe ist harmlos, nur unappetitlich. |
| Was tun? | Komplett entsorgen und neu starten. Glas gründlich reinigen oder besser: neues Glas verwenden. | Schicht abheben, etwas mehr Ansatz als sonst entnehmen, in frisches Glas füttern und wärmer stellen. |

Rezepte mit Sauerteig – das kannst du jetzt backen
Du hast noch etwas Respekt vor dem ersten Backversuch? Keine Sorge, das ist ganz normal! Wenn du magst, kannst du am Anfang 1 bis 2 g Frischhefe zugeben, um dem Teig einen kleinen Anschub zu geben. Das ist kein Schummeln, sondern eine gängige Starthilfe, bis dein Sauerteig ganz stabil und triebstark ist.
Mit jedem Füttern wird deine Sauerteigkultur stabiler. Hier findest du passende Rezepte für dein frisch gezüchtetes Anstellgut:
Für Einsteiger:
Für Roggenfans:
Für Dinkelfans:
→ Noch mehr Rezepte findest du in meiner Kategorie Brotrezepte mit Sauerteig.
Was mache ich mit den Resten? Ab Tag 5 kannst du deine Sauerteigreste aufheben und verbacken! Es gibt viele Rezepte, die genau diese „Abfallprodukte“ verwerten: Cracker, Brot, Brötchen, Cookies und mehr. → Alle Rezepte für Sauerteigreste
Häufige Fragen zu Sauerteig ansetzen
Für den Start eignet sich Bio-Vollkornmehl am besten, egal ob Weizen oder Roggen. Auf den Schalenteilen sitzen besonders viele natürliche Mikroorganismen, die die Fermentation ankurbeln. Ab Tag 3 kannst du auf hellere Mehltypen wechseln (Weizenmehl Type 550 oder 1050, Roggenmehl Type 1150). Mehr dazu findest du in meinem Artikel über Mehltypen.
Ideal sind 26 bis 28 °C. Diese Temperatur erreichst du im Backofen mit eingeschalteter Lampe (keine LED), neben der Heizung mit etwas Abstand, mit einer Wärmflasche in einer Isolierbox oder mit einer Heizmatte in einer Styroporbox. Wichtig: Temperatur am Standort nachmessen, zu warm ist genauso problematisch wie zu kühl. Mehr Details findest du in meinem Artikel Sauerteig auffrischen.
Echter Schimmel zeigt sich als pelzige, flauschige Flecken in weiß, grün, schwarz oder blau. Er riecht muffig und modrig. In diesem Fall: Komplett entsorgen und neu starten. Eine dünne, faltige Haut an der Oberfläche ist dagegen meist harmlose Kahmhefe. Sie riecht hefig bis alkoholisch. Hier reicht es, die Schicht abzuheben und normal weiterzufüttern.
Die meisten Rezepte verwenden zwischen 50 und 150 g aufgefrischten Sauerteig (nicht direkt das Anstellgut aus dem Kühlschrank). Du nimmst einen Teil deines Anstellguts, fütterst ihn auf die benötigte Menge hoch und verwendest den reifen Sauerteig dann zum Backen. Ein kleiner Rest bleibt als neues Anstellgut übrig. Die genauen Mengen stehen im jeweiligen Rezept.
Ab Tag 5 kannst du deine Reste sammeln und verbacken! Es gibt viele leckere Rezepte: Cracker, Pfannkuchen, Waffeln, Pizza und mehr. Gesammelte Reste halten im Kühlschrank mehrere Tage. → Alle Rezepte für Sauerteigreste
Für kurze Abwesenheiten (bis 2 Wochen): Sauerteig gut füttern und in den Kühlschrank stellen. Für längere Abwesenheiten: Sauerteig trocknen oder einfrieren. Alle Methoden zur Langzeitaufbewahrung erkläre ich in meinem Artikel Sauerteig aufbewahren.
Die häufigsten Ursachen: Der Sauerteig war noch nicht reif genug (keine klare Verdopplung), der Teig war übergärt, oder die Temperaturen stimmten nicht. Manchmal braucht ein junger Sauerteig auch einfach noch ein paar Wochen regelmäßiges Füttern, um richtig triebstark zu werden. Ausführliche Hilfe findest du in meinem Troubleshooting-Artikel Sauerteig geht nicht auf.












121 Gedanken zu „Sauerteig ansetzen: So gelingt dein erster Sauerteig“
Hallo liebe Bäcker,
ich schaffe es einfach nicht, den Sauerteig über Tag 4 zu bekommen, ohne dass er an der Glaswand über der Sauerteigmasse schimmelt. Was mache ich falsch? Wieso gehen viele andere Sauerteiganleitung nur bis max. Tag 4? Was ist besser, wenn man den Teig 7 Tage lang züchtet, bevor man ihn verwendet.
Ich benutzt ein sauber ausgewaschenes Glas, welches ich zusätzlich für 10 min bei 100° im Ofen habe, bevor ich den Teig ansetzte. Ich arbeite stets hygienisch sauber. Als Mehl nehme ich Bio-Roggen-Vollkorn-Mehl. Bei meiner ersten Variante habe ich auch Joghurt verwendet. Bei der zweiten Variante habe ich kein Joghurt mehr verwendet, da ich dachte, das ist der Grund für den Schimmel. Hat aber nicht geholfen. Ist es besser, wenn das Ganze im Dunkeln steht?
Für Eure Tipps bin ich jetzt schon dankbar und hoffe Ihr könnt mit helfen.
Vielen lieben Dank
Lars
Hallo Lars,
Schimmelsporen können sich auf der Schale des Korns befinden. Daher kommen diese in Vollkornmehl häufiger vor, als in helleren Mehlsorten. Ich würde einfach mal versuchen ein Roggenmehl Type 1150 zu verwenden oder halb Vollkorn und halb Type 1150. Am Joghurt wird es nicht liegen. Wie deckst du den Sauerteig ab? Bildet sich Kondenswasser? Ich lege am liebsten locker einen Glasdeckel auf. Und du könntest alle 12 h umrühren, damit die Oberfläche „bewegt bleibt“. Momentan würde ich am ehesten auf das Mehl tippen.
Nicht aufgeben! Liebe Grüße,
Sonja
Hallo Sonja,
ich bin beim Anstellgut bis Tag 4 gekommen.
Jetzt wollte ich den 5. Schritt tun muss aber feststellen, dass sich mein Ansatz nicht verdoppelt hat obwohl er schon 20 Stunden ruht.
Liegt es evtl daran, das die Raumtemperatur nur 22°Grad hat?
Was kann ich tun?
Danke für deinen Tipp
Grüße Katja
Ja, das kann daran liegen, das ist etwas kühl, um die Mikroorganismen in Schwung zu bringen.
Manchmal liegt es auch am Mehl, hast du Bio-Mehl genommen?
LG Sonja
Hallo liebe Sonja,
ich habe gerade Deinen Blog entdeckt und bin maximal begeistert!
LG Katharina
Das freut mich sehr! Viel Spaß beim Stöbern. 🙂
LG Sonja
Hallo Sonja,
ich habe eine für mich entscheidene Frage bei der ich nicht durchblicke.
Du schreibst bei dem ASG im Kühlschrank wenn man es füttern möchte, mit warmen Wasser und Mehl 1:1:1 ,dann reifen lassen bis es sich verdoppelt hat und dann zurück in den Kühlschrank, habe ich das so richtig verstanden?Erst füttern wenn die Zimmertemperatur erreicht ist?
woanders habe ich gelesen füttern und direkt in den Kühlschrank zurück und auch mit kaltem Wasser füttern,da er ja nicht gären soll sondern nur gefüttert.
wenn er sich verdoppelt hat bevor man ihn wieder in den Kühlschrank stellt,dann ist er ja bereits backfertig?Er soll doch
,, schlafen „im Kühlschrank?
ich verstehe Bahnhof….
ich würde mich über eine Antwort freuen.
Gruß Angela
Hallo,
bezieht sich deine Frage daraus, wenn du noch beim Züchten bist oder wenn dein ASG bereits fertig ist und du es normal weiter pflegst?
LG Sonja
Hallo Sonja,
vielen Dank für deine Anwort. Das mit Schimmelsporen an der Kornschale habe ich auch schon gehört, habe bereits neues Mehl besorgt. Ich benutze ein leeres Gurkenglas und lege den Deckel einfach nur oben auf. Es bildet sich auch Kondenswasser. Umrühren ist ein guter Tipp, mache ich jetzt. 🙂
Ach und „Aufgeben“ was ist das? – Kommt für mich nicht in Frage 😉
Na gut, ich werde es schon schaffen. Ich gebe mein Bestes.
Dann bis bald und liebe Grüße
Lars
Hallo liebe Sonja,
habe nach deinem Rezept den Sauerteig angesetzt und es hat prima funktioniert. Beim ersten backen brauche ich dann ja kein Anstellgut sondern verwende ihn pur und lasse 100 g in einem Glas übrig die ich für das nächste Backen füttere. Hab ich richtig verstanden, oder? Vielen Dank für die wundervollen Rezepte, den weihnachtlichen Käsekuchen mit Spekulatius Boden habe ich jetzt schon zweimal gebacken und er ist einfach himmlisch. 🤩
Liebe Andrea,
vielen lieben Dank für dein Feedback. 🙂
Freut mich, dass dein Sauerteigansatz gut geklappt hat. Und du hast es auch richtig verstanden, du behältst etwas zurück als Anstellgut für den nächsten Sauerteig. Mit dem fertigen Sauerteig kannst du backen. Beachte aber, das die Triebkraft meist erst mit der regelmäßigen Pflege/ Füttern richtig gut wird. Am Anfang ist es i.d.R. ratsam dem Teig etwas Hefe hinzuzufügen. Ich füttere momentan übrigens am liebsten nach folgendem Schema: 1 Teig ASG + 1 Teil Wasser (35°C) + 1 Teil Mehl. Das ganze dann für 3-4 Stunden bei 25-27 Grad warm stellen. So wird der Sauerteig bzw. das Anstellgut schön mild und triebig.
Bei weiteren Fragen melde dich gerne…
Herzliche Grüße, Sonja
Ich habe versehentlich das Glas verschlossen. Es ist meinem Mann fast um die Ohren geflogen 😂. Jetzt meine frage es riecht sehr sauer wie erbrochenes ist das richtig?
Wenn es so extrem sauer riecht hat er Hunger, schnell wieder füttern… eventuell jetzt die Fütter-Intervalle verkürzen, damit er schön aktiv wird. Am besten nach dem Füttern warm stellen (25-27°C) und immer nach dem Verdoppeln in den Kühlschrank geben oder gleich erneut füttern. Bei weiteren Fragen melde dich gerne. Ein sauerer Geruch ist normal, faulig sollte er nicht riechen.
LG, Sonja
Hallo liebe cookieundco! Deine Rezepte und besonders die Beschreibungen dieser sind einfach super – ausführlich ohne zu lang zu sein…!!
Eine Frage habe ich zum Ansatz des Sauerteigs: am 4. und 5. Tag soll Sauerteig vom letzten Ansatz hinzukommen; kann ich dies ersetzen, wenn dies mein erster Ansatz werden soll? (Oder habe ich etwas falsch verstanden?)
Vielen vielen Dank!
Pingback: Krisen-Brot | brotpoet
Hallo! Vielen Dank für diese einzigartig tolle Seite!
Was mache ich, wenn ich das erste Mal einen Sauerteig ansetzen und eben keinen Sauerteig eines bereits angesetzten Teigs da habe, den ich am 4. und 5. Tag dazugeben könnte?
Vielen Dank und viele Grüße!
Bei diesem Schritt kommt ein Teil des des vorherigen Ansatzes hinzu.
(Der Kommentar war leider im Spam-Ordner.)
Liebe Grüße, Sonja
Guten Abend, wenn ich ein Brot mit 550er Mehl backen möchte, frische ich das ASG dann mit 1050er oder 550er auf? Vielen Dank schon mal vorab.
Hallo,
es geht beides. Ich würde aber möglichst nicht zu oft das Mehl für den Sauerteig wechseln.
LG Sonja
Hallo Sonja,
wollte fragen ob ich mein fertigen Sauerteig (bzw. den Rest) nach dem Tag 6 weiter im warmen füttern kann? 🤔 (z. B weitere 5 Tage bis ich wieder Brot backe) oder muss der unbedingt in Kühlschrank?
Der Sauerteig sollte immer nach Verdopplung kalt gestellt werden oder neu gefüttert werden. Steht er länger draußen oder wird nicht neu gefüttert, haben die Mikroorganismen nicht mehr genügend Nahrung und die Aktivität/Triebkraft nimmt nach und nach immer mehr ab.
Hallo Sonja, ich bin aktuell gerade beim dritten Versuch Sauerteig anzusetzen. Aktuell bei Tag 3. was ich allerdings bisher nicht Verstande habe, an Tag 4 und 5 muss ich dann eine neue Mischung mit 50 g des jeweils bisherigen Teiges nehmen und diesen wiederum „füttern“? Was passiert dann mit dem „alten“ Rest? Ich werfe ungern Lebensmittel weg.
Liebe Grüße Tanja
Hallo,
ja, du nimmst vom bisherigen Sauerteig etwas ab und fütterst diese 50 g. Sonst hast du irgendwann Unmengen an Sauerteig, wenn du immer den ganzen Ansatz fütterst.
LG Sonja
Hallo Sonja, ich bin so froh, deinen Blog gefunden zu haben. Dass du die einzelnen Backformen in die Rezepte packst ist der Knaller. Ich war immer verwirrt, wann ich was und wie benutze. Mich verwirrt leider noch etwas: Ich lagere meinen Sauerteig ja im Kühlschrank. Wenn ich was backen will (oder zum füttern) nehme ich ja daraus eine gewissen Menge und aktiviere diese und backe daraus dann Brot. Du hast Rezepte mit den ASG-Resten. Meinst du damit dann das was VOR der Aktivierung noch im Glas aus dem Kühlschrank vorhanden ist? Jeder nennt das gefühlt anders. vielen lieben Dank ❤️
Hallo,
lieben Dank für dein Feedback. 😊
Mit den ASG Resten meine ich die nicht aktivierten ASG-Reste, also das alte Zeug aus dem Kühlschrank. 🙂 Bringt ein tolles Aroma und ist zu schade, um es zu verwerfen.
Herzliche Grüße Sonja
Hallo Sonja, ich verstehe das mit der Fütterung des ASG nicht so. Ich habe dein Rezept angefangen, bin jetzt bald bei Tag 4. Nach Tag 6 ist der Teig fertig, dann backe ich aus dem Sauerteig etwas. Dabei behalte ich aber 50g zurück und füttere ihn wieder. Stelle ich ihn dann in den Kühlschrank und füttere ihn auf gleiche Art jede Woche 1x?
Hallo,
ja genau, du kannst immer nach dem gleichen Schema füttern. Bei weiteren Fragen melde dich gerne.
LG Sonja
Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Meine Frage; nach dem 4. Tag entnehme ich 50 g um auf das eigentliche Ansatzgut zu kommen. Was mache ich mit dem Rest?
Wenn der restliche Ansatz angenehm säuerlich riecht, kannst du diesen mit verbacken. In den Tagen zuvor bitte entsorgen, da sich da auch Schimmelpilze oder Coli Bakterien vermehren können, bis die richtigen Mikroorganismen die Oberhand gewonnen haben.
Ich hab mich jetzt seit Wochen viel mit dem Thema Sauerteig beschäftigt, aber eine so gute und verständliche Seite (nicht mal Videos) habe ich nirgends gefunden. Habe durch deine Kommentare auf die Fragen nochmal viel lernen können. Vielen Dank!
Hallo,
das freut mich sehr! Herzlichen Dank für dein Feedback.
Beste Grüße
Sonja
Hallo Sonja! Vielen Dank für die tolle Seite!!! Was mache ich, wenn ich das erste mal einen Sauerteig ansetze und keinen fertigen vorrätig habe, den ich am 4. und 5. Tag dazugeben könnte?
Vielen und liebe Grüße!
Du nimmst etwas von deinem bisherigen Ansatz etwas dafür. 🙂
Leider war dein Kommentar im Spam Ordner, daher antworte ich erst jetzt. Vielen lieben Dank für für deinen Kommentar!
Herzlichst,
Sonja
Hallihallo,
ich bin gerade fleißig am Züchten eines neuen Sauerteiges.
Nun bin ich verwirrt, an Tag 4 soll ich 50g Sauerteig hinzufügen, jedoch habe ich noch keinen 😮
Kann ich ihn weglassen?
Liebe Grüße
Hallo,
ich habe noch nie einen Sauerteig gemacht und finde deine Anleitung sehr gut. Allerdings verstehe ich ab Punkt 4 nicht was du meinst mit 50g vom letzten Sauerteigansatz dazu geben. Ich hab doch noch gar keinen, den stelle ich gerade her? Oder stehe ich total auf dem Schlauch? 🙂
LG Jay
Hallo Sonja,
ich habe in den letzten Wochen zwei Mal versucht, einen Sauerteig anzusetzen. Leider hat es bisher nicht geklappt: beim ersten Mal hat sich die Teigfarbe verändert und er wollte nicht wachsen. Beim zweiten Mal hat sich auf der Oberfläche Schimmel gebildet. Beides entstannt ab dem 4. Tag. Ich habe gekauftes Vollkornroggenmehl benutzt und den Sauerteig in einem Weck-Glas (Deckel aufgelegt, es hat sich Kondenswasser gebildet) gelagert.
Ich habe folgende Fragen:
Was habe ich falsch gemacht? Wie kann ich als Laie die Temperatur halten (Wie hoch sollte sie sein? In unserer Küche sind es 20-21 Grad oder lieber im Bad (22-23 Grad)) ohne große Anschaffungen wie eine Gärbox zu kaufen?
Viele Grüße und besten Dank, Lisa
Es kann sein, dass im Mehl Schimmelsporen sind.
Mal ein anderes versuchen, möglichst bio. Regelmäßig umrühren und ganz saubere Gefäße nutzen.
Du könntest die Backofenlampe einschalten oder eine Wärmflasche mit warmen Wasser befüllen und alles in den ausgeschalteten Backofen stellen. Der Backofen speichert gut die Wärme. Oder auf eine Fritzbox/ Aquarium o.ä.
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Herzlichst,
Sonja
Hallo,
mein Sauerteig (Roggenmehl 1370) hatte auch am 5. Tag noch weit weniger Bläschen, als auf deinen Fotos, vermehrt hat er sich aber. Nachdem ich ihn in den Kühlschrank gestellt habe (nach den 5 Tagen „züchten“) sieht man gar keine Bläschen mehr. Außerdem ist er auch irgendwie zusammengesackt. Er steht jetzt seit 2 Tagen im Kühlschrank. Er sieht farblich einheitlich bräunlich aus und riecht angenehm sauer/säuerlich, ähnlich wie ein gäriges Bier. Ich hatte noch nicht den Mut, damit zu backen 🙁
Habe ich etwas falsch gemacht oder ist das anfangs einfach so mit den wenigen Bläschen?
Kann ich ihn benutzen? Vor dem ersten Backversuch müsste ich ihn dann also erst nochmal auffrischen, richtig?
Liebe Grüße und danke vorab
Andrea
Hast du denn mal beobachtet ober aufgeht?
Sonst würde ich mal das Mehl wechseln.
Herzlichst,
Sonja
Liebe Sonja,
mal eine „bescheidene“ Frage: unter Punkt 4 und 5 steht jeweils 50 g vom letzten Sauerteigansatz + 50 g Mehl + 50 g Wasser….
Was mache ich mit dem restlichen Ansatz?
Oder wird dann alles anschließend miteinander verrührt?
LG Karin
Hallo Sonja,
Wenn ich das richtig verstanden habe nehme ich am 4. Tag nur 50g vom 3. Tag und am 5. Tag nur 50g vom 4. Tag. Ich habe heute Tag 3 durchgeführt und mit meinem Riggenvollkornmehl war es vor der Zugabe schon vin Bläschen durchsetzt. Da es meine erste Sauerteigkultur ist frage ich mich was mach ich am Tag 4 mit den restlichen 250g von Tag 3 und am Tag 5 mit den restlichen 100 g von Tag 4? Da kann ich ja 18 Gläser füllen oder gibt es bessere Ideen? Zum wegwerfen ist es mir zu schade.
Danke dir
Liebe Grüße
Julia
Hallo Sonja,
ich habe das erste Mal Sauerteig angesetzt und mich an dein Rezept gehalten. Dazu habe ich Roggenvollkornmehl verwendet und heute an Tag 3 bereits kleine Bläschen vor der Zugabe gehabt. Jetzt frage ich mich aber wie das an Tag 4 und 5 zu verstehen ist. Nehme ich von den 300g von Tag 3 nur 50g für Tag 4 und von den 150g von Tag 4 nur 50g an Tag 5? Was mache ich mit dem Rest? 18 Gläser an Tag 5 sind mir etwas zu viel und zum wegwerfen ist mir der bisherige Erfolg auch zu schade.
Danke dir
Liebe Grüße
Julia
Liebe Julia,
du kannst die Reste einfach mit verbacken in Rezepte mit Hefe. Dann etwas weniger Flüssigkeit beim Rezept verwenden.
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Herzlichst,
Sonja
Hallo, ich habe noch eine Verständnisfrage, als Anfänger. Wie mache ich denn das allererste Mal Sauerteig?
Weil in deiner Beschreibung gibt man ja am Tag 4 Sauerteigansatz dazu. Wenn ich den aber nicht habe?
Danke für Nachhilfe.
Grüße
Christiane
Liebe Christiane,
der Sauerteigansatz ist ist ein Teil aus deinen vorherigen Sauerteigschritten.
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Herzlichst,
Sonja
Hallo, bin jetzt per Zufall auf diese Beschreibung gestossen.
Die ersten 3 Tage sind klar, wenn ich richtig verstanden habe, nehme ich für Tag 4 lediglich 50 g vom ASG aus Tag 1-3 und für Tag 5 50g vom ASG aus Tag 4 – den Rest aus Tag 1-5 kann ich anderweitig verbacken, resp. an Tag 6 entnehme ich etwa 100 g ASG aus Tag 5
ca. 100 g ASG stelle ich in den Kühlschrank um damit wieder neuen Sauerteig anzusetzen:
muss ich da ab Tag 4 wieder weiter machen oder bereits ab Tag 1? ich verstehe das leider so nicht.
Danke schon mal wenn Du mir da weiter helfen und mich aufklären kannst
Hallo
Ich verstehe das Verfahren leider nicht ganz und würde mich freuen, wenn ich Unterstützung bekäme.
Tag 4 entnehme ich 50 g aus Tag 1-4 – den Rest kann ich anderweitig 1:1 verbacken, richtig?
Tag 6 entnehme ich was ich zum Backen brauche und ca. 100 g entnehme ich als Anstellgut und bewahre diese 100 g im Kühlschrank.
Wenn ich dann wieder ansetzen will, ab welchem Schritt muss ich wieder beginnen?
Wäre super, wenn ich Unterstützung bekäme.
Liebe Grüsse Ruth
Liebe Ruth,
Ja genau, an Tag 4 ich 50 g aus Ansatz der Tage 1-4 entnehmen.
Den Rest kann ich anderweitig verbacken, was du mit 1:1. meinst weiß ich nicht genau.
Den Ansatz im Kühlschrank 1-2 x pro Woche füttern. Dann am besten erstmal an die Rezepte halten, das steht normalerweise drin, wie du das ASG dann benutzen sollst. (Der Rest im Kühli ist dein ASG.)
Viele Grüße,
Sonja
Hallo liebe Sonja
Wenn ich getrockneten ASG habe, muss ich dann mit Schritt 4 weitermachen, um wieder ST anzusetzen, den ich verbacken will?
Danke und eine gute Zeit
Ruth
Am besten an die Rezepte halte, da steht drin wie du ASG ansetzten sollst du Sauerteig.
Wichtig ist 1-2 x pro Woche füttern.
Pingback: Leckeres Weizen-Sauerteigbrot – mein Beitrag zum World Bread Day | volkermampft
Hallo ich habe Roggen in der Mühle selbst gemahlen und der Sauerteig ist super geworden. Ich habe das Glas mit dem Sauerteig auf die Heizung gestellt (unter das Glas ein gefaltetes Tuch gelegt) und mein ERWIN hat sich S..wohl gefühlt. Jetzt steht er im Kühlschrank und wartet auf seine Fütterung 😁😁😁
Das freut mich riesig, viel Spaß beim Backen damit.
Herzlichst,
Sonja
Ich bin – nachdem ich die Fragen und die Antworten gelesen habe sehr verwirrt.
Muss ich denn jeden Tag ein neues Glas nehmen? Ich habe gerade ein ASG begonnen mit Tag 1 – morgen würde ich in das Glas von Tag 1 den Vorgang von Tag 2 durchführen und am 3. Tag in das gleiche Glas wiefer für 50 g Mehl und Wasser einrühren. Ist das ASG dann fertig oder woher soll ich für den Schritt von Tag 4 ein bereits vorhandenes ASG hernehmen? LG
Hallo,
an Tag 4 wird vom letzten Ansatz wieder was genommen, was inzwischen zum Anstellgut geworden ist.
Du kannst das neue Mehl immer wieder hinzugeben ins gleiche Glas. Insgesamt solltest du darauf achten sauber zu arbeiten und dass am Löffel keine Spülmittereste o.ä. sind.
Viele Grüße,
Sonja
Ein Glasgefäß
1 Tag:
50g Mehl+ 50ml Wasser = 24 Std abgedeckt ,warm ruhen lassen
2 Tag:
in dem Glasgefäß
50 g Mehl + 50 ml Wasser =24 Std ………..
3 Tag:
in dem Glasgefäß
50 g Mehl + 50ml Wasser =24 Std
…………..
4 Tag:
Ein weiteres Glasgefäß benutzen
50 g ASG von Tag 1-3 entnehmen
und in das weitere Glasgefäß geben
+ 50 g Mehl + 50 ml Wasser verrühren=12 Std
abgedeckt, warm stellen
5 Tag :
Weiteres Glasgefäß nehmen und vom
4 Tag
50 g Asg entnehmen +50 g Mehl +50 ml Wasser= 12 Std
…………………..
6 Tag : Ist der Sauerteig fertig
100g ASG immer in einem extra Glas aufheben für weitere Sauerteig Ansätze!!!
Die übrig gebliebene Ansätze von
( 400 g)
den jeweiligen Tagen, kann man mit etwas Hefe weiterverarbeiten für Brote, Gebäcke oder verschenken.
Den Sauerteig ASG im Kühlschrank lagern und 1-2 mal / Woche mit je
30 g Mehl + 30 ml Wasser füttern , regelmäßig neues Gefäß umfüllen,
warm stellen bis er sich verdoppelt hat ,dann wieder in den Kühlschrank aktiv zu halten .
Weitere Ansätze verfahren ab Tag 1…..
So hätte ich es jetzt verstanden ,
bitte schreib mir ein kurzes ok ,
danke für das teilen deines Rezept Ansatz des Sauerteiges ☺️💪👍
Ja genau so, wichtig ist immer die eigene Beobachtung und nicht stur nach Anleitung. Denn jeder Sauerteigansatz hat sein eigenes Tempo.
Viele Grüße,
Sonja
Hallo Sonja,
Vielen Dank für diese super ausführliche Beschreibung! Mir ging es anfangs ähnlich wie Dir, dass man sich hin und her beliest und niemals das Richtige für sich findet! Aber mit deiner Anleitung klappt es super… Ich bin heute bei Tag 4 und freue mich riesig über mein bisheriges Ergebnis und das beim 1. Versuch👏
Nur habe ich doch noch eine kleine Frage, die Du bestimmt schon sehr oft gehört hast??!! Theoretisch habe ich doch nun schon mein ASG??? Oder wäre es besser zunächst einen Sauerteig damit herzustellen und davon das ASG zu züchten??!
Würde mich freuen, wenn Du mir da noch kurz helfen könntest?!
Lieben und VG
Genau im Prinzip hast du jetzt ASG. Zu Beginn würde ich dir aber empfehlen mit etwas Hefe als Stütze zu arbeiten oder Auffrischrezepte zu backen, wie meine Jule.
Das Aroma und Triebkraft werden bei regelmäßiger und guter Pflege immer besser.
Viele Grüße,
Sonja
Liebe Sonja,
Heute ein großes DANKE, für deinen Tipp /Rat… Ich habe „Jule“ gebacken und heute gab es dein Hausbrot… Beide Brote sind super gelungen und schmecken sehr sehr lecker… Freue mich auf weitere Rezepte, die ich ausprobieren werde… „Erna“ steht im Kühlschrank und mich hat nun auch das Fieber gepackt!!! Wollte ich nur kurz loswerden 😉👍
Liebe Grüße Annegret
Das freut mich wirklich riesig!
viele liebe Grüße,
Sonja
Hallo,
danke für die hilfreichen Tipps. Ich hab jedoch noch eine Frage: Ich lagere mein ASG im Kühlschrank und frisches es einmal die Woche folgendermaßen auf: 15g ASG, 50g Mehl, 50g Wasser – dann über Nacht (ca. 9h) im Backofen bei eingeschaltetem Licht gehen lassen. Trotz der warmen Temperatur habe ich das Gefühl, dass meine Brote mir immer zu sauer schmecken. Ich achte darüberhinaus immer darauf, dass ich beim Erstellen eines Sauerteigs immer nur 10%-20% ASG der Mehlmenge benutze.. Nun habe ich in deinem Artikel hier gelesen, dass du sogar zweimal pro Woche auffrischst und du 30g ASG, 30g Wasser und 30g Mehl nimmst. Denkst du, dass mein ASG und demnach meine Sauerteige auch milder werden können?
Vielen Dank schonmal im Voraus und lieben Gruß!
Sarah
Hallo,
ja die Methode 1:1:1 und warm stellen ist die mildeste Methode. Kann sein, dass es ein paar Fütterungen braucht, bis dein Sauerteig mild wird. Aber für mich die beste Methode für ein mildes Anstellgut/ Sauerteig. Mit welchem Mehl fütterst du? Vollkornmehl macht auch saurer. Also vielleicht mal eine hellerer Ausmahlung testen.
Viele Grüße,
Sonja
Liebe Sonja, danke für deine Nachricht. Ich füttere mit Roggen-Vollkorn. Kann ich einfach auf „einfaches“ Roggenmehl umsteigen oder muss ich Schritt für Schritt umgewöhnen?
LG Sarah
Ich würde einfach umsteigen. Oder vielleicht erstmal halb/halb zum umgewöhnen und dann komplett umsteigen.
Liebe Sonja,
ich muss jetzt auch noch mal für Dumme nachfragen. Ich habe im Kühlschrank eine gute Menge ASG stehen. Du schreibst zum Auffrischen sollen 30g ASG + 30g Wasser + 30g Mehl verwendet werden. Was mache ich mit dem Rest, direkt verbacken? Dann muss ich vermutlich demnächst scheller und öfter backen 🙂
Und das übrige ASG erst auffrischen und dann verbacken oder kann ich es direkt (ggf. mit etwas Hefe) verwenden?
Habe ich dann im Kühlschrank immer nur 90g ASG stehen? Vielleicht kannst du da noch einmal etwas Licht ins dunkle bringen.
Herzlichen Dank, auch für deine tollen Rezepte und die ausführlichen Beschreibungen.
Viele Grüße
Corinna
Liebe Corinna,
den Rest vom Auffrischen kannst du für sogenannte Auffrischrezepte verwenden. Davon habe ich mittlerweile einige auf dem Blog. Diese Reste sind ein toller Aromageber.
Du kannst solche Reste ggf. auch erstmal separat sammeln im Kühlschrank, diese würde ich aber auch nicht ewig lagern.
Schau gern mal hier rein:
https://cookieundco.de/category/rezepte-zur-verwertung-von-sauerteig/
Herzliche Grüße,
Sonja
Liebe Sonja,
Ich komme wieder mal mit einem Problem. Ich führe seit ca. 3 Jahren erfolgreich ein WeizenASG. Füttere wöchentlich 50 g Mehl, 50 g Wasser (45 Grad),5 bis 10 g ASG. Als Mehlsorte nehme ich die letzten Monate Tipo 1 Mazi. Nach 4 Stunden hatte er sich verdoppelt. Dann ab in den Kühlschrank usw.
Nun wollte ich meinem ASG etwas ganz besonderes tun und habe das Mehl gewechselt und nehme T 80 paysans. Auch nach mehrmaligem Füttern funtioniert es überhaupt nicht. Sollte ich vielleicht lieber T80 lable rouge nehmen?
Grüße
Sieglinde Friedemann
Ich würde das Mehl nehmen, das dein Sauerteig mag. T80 LR ist auf jeden Fall einen gute Wahl zum Ausprobieren.
Herzliche Grüße,
Sonja
Hallo liebe Sonja,
Ich finde deinen Block toll und sehr hilfreich und bin sehr dankbar für die tollen Tipps.
Ich habe mal eine Frage. Und zwar geht es um die Menge des ASG das für die Sauerteig-Herstellung verwendet wird.
Ich habe ein Rezept bekommen indem der Sauerteig aus 175g ASG (Roggen) und 175g Vollkornroggenmehl mit 230ml Wasser gemischt wird und 15-18h stehen gelassen wird um dann damit mit Hauptteig (besteht aus 400g Roggenmehl (1150), 12g Salz und 230ml lauwarmes Wasser) Brot zu backen. Nach 2-3 h Gehzeit kann man das Brot für eine Stunde bei 220°C gebacken werden.
Nun frage ich mich warum bei den meisten Rezepten so wenig ASG benutzt wird? Ich habe durch das anfüttern immer viel übrig…Jetzt nicht direkt auf deine Rezepte bezogen sondern eher allgemein. Braucht man einfach nicht so viel ASG fürs Brot backen? Ist es „schlimm“ so viel ASG dafür zu verwenden? Dadurch das recht viel ASG verwendet wird muss ich nichts anderweitig verwerten was ich eigentlich ganz gut finde bin mir nur unschlüssig ob das so richtig ist…
Liebe Grüße
Gloria
Hallo,
je nach Sauerteigführung braucht man tatsächlich recht wenig Anstellgut. Am besten nicht zu große Mengen davon füttern. Zum Verbrauchen von ASG
kannst du sogenannte Auffrischrezepte nutzen. Schau dich mal hier um: https://cookieundco.de/category/rezepte-zur-verwertung-von-sauerteig/
Viele Grüße,
Sonja
Hallo!
Ich bin noch ein ziemlicher Kochanfänger und wohne in Asien, wo das Brot meistens überhaupt nicht schmeckt. Daher habe ich auf der Suche nach heimischem Brot deinen Blog entdeckt.
Ich hätte eine Frage:
Ab Tag vier wird dann eine neue Kultur hochgezogen, richtig? Was passiert dann mit der alten? Lasse ich die weiterziehen oder wird die entsorgt und dient eigentlich nur den 50g, welche ich am vierten Tag brauche?
Habe ich dann am Ende quasi drei Kulturen oder nur eine und der Rest wird entsorgt?
Beste Grüße aus Seoul
Chris
Hallo,
ja du hast am Ende nur eine Kultur und der Rest wird entsorgt. Du kannst die anfallenden Reste gern mit Wasser verdünnen und deine Blumen damit gießen.
Später kannst du die Reste beim Füttern aufheben und mit verbacken. Ich habe viele Auffrischreste hier auf dem Blog. Die Reste der ersten Tage beim Züchten würde ich jedoch lieber entsorgen.
Bei weiteren Fragen melde dich gerne!
Viele Grüße,
Sonja
Hallo Sonja,
was genau meinst du mit „fütter ich ihn sehr fest ……“.
Noch ist der Urlaub in weiter Ferne, trotzdem wäre es gut, es jetzt schon zu wissen.
Lieben Dank
Wiebke
Hallo, es kommt halt immer auf den Sauerteig an, wie du ihn sonst führst (wie fest, welches Mehl). Also ruhig ziemlich fest führen heißt in meinem Fall zum Beispiel bei Roggen statt je 100 g Wasser und Mehl nur 70 g Wasser auf 100 g Mehl. So das ein richtig zäher Brei entsteht. Während der Reifung wird er ja wieder etwas weicher. Nach dem Urlaub dann ruhig mit entsprechend mehr Wasser füttern. Sodass er wieder aufs Ausgangsniveau kommt. Ich hoffe das hat dir ein wenig geholfen. Bei weiteren Fragen melde dich gerne.
LG Sonja
Hallo Sonja
Leider hatte ich noch keinen Erfolg beim Sauerteig-Ansatz. Ich glaube, es liegt an der mangelnden Wärme. Wie hälst du die gewünschte Temperatur konstant?
Backofenlampe funkt. nicht bei mir, kann sie nicht für längere Zeit einstellen. Mit „Einpacken „ hats auch nicht geklappt…
Hast du noch einen Tipp ?
Vielen Dank!
Hallo,
versuch es jetzt im Winter doch mal auf der Heizung, am besten mit einem Holzbrettchen zwischen Heizung und Glas. Manche nutzen auch den Router.
Ich habe mittlerweile eine Gärbox, weil ich ständig mit Sauerteig arbeite.
Viele Grüße,
Sonja
Liebe Sonja,
da sich mein 4 Jahre altes ASG verabschiedet hat, musste ich frischen Sauerteig ansetzen. Bin nun bei Tag 2 und nach 2 Std. in der Gärbox hat sich das Volumen schon fast verdoppelt. Ich kann doch jetzt nicht noch fast 22 Std. mit der Auffrischung warten. Soll ich früher auffrischen oder den Ansatz in den Kühlschrank stellen?
Danke Sonja, für deine Antwort
Liebe Grüße Anne
Liebe Anne,
nein du musst nicht warten.
Du kannst immer nach der guten Verdopplung bis Verdreifachung füttern.
Die Abstände werden mit der Zeit immer kürzer. Ggf. kann der Ansatz auch mal über Nacht in den Kühlschrank.
Viele Grüße,
Sonja
Vielen Dank liebe Sonja für die tolle Anleitung und die vielen Tipps. Endlich hat es richtig gut geklappt mit meinem Sauerteig und gestern habe ich deine Jule gebacken! Das Brot ist schon fast leer, sehr lecker. Vielen Dank! LG Susi
Hallo Sonja,
Ich hätte eine kurze Frage:
Habe Dinkelsauerteig am Montag angesetzt und gepflegt, daß er gestern schon schöne Bläschen hatte und ist etwas hoch gegangen,
Heute, Tag vier, hat sich oben Fusel gebildet und er ist zusammengefallen. Wie verfahre ich weiter? Ich müsste normalerweise davon 50 g abnehmen zum weiter verarbeiten oder entsorgen und neu anfangen?
Vielen Dank im Voraus.
Liebe Grüße
Magdalena
Ich würde noch mal was abnehmen und füttern, wie in meiner anderen Antwort beschrieben. Auf jeden Fall immer darauf achten, dass dein Sauerteig nach der guten Verdopplung gefüttert wird. Die Abstände werden mit der Zeit immer kürzer. Hast du keine Zeit zum Füttern, zum Beispiel spät abends gern über Nacht kalt stellen und dann am nächsten Tag weitermachen. Vor dem erneuten Füttern eine Stunde aus dem Kühlschrank herausnehmen.
Hallo Sonja,
Ich weiß nicht, ob mein Kommentar raus gegangen ist.
Habe am Montag Dinkelsauerteig angesetzt, gestern hatte er bereits Bläschen und das Volumen war schon etwas mehr.
Heute Fusel, wegwerfen oder weiter verfahren?
Danke, für eine Antwort
Hallo,
den Fusel wegschütten und aus der Mitte etwas entnehmen und wieder füttern. Ansonsten immer nach der guten Verdopplung kalt stellen oder neu füttern.
Viele Grüße Sonja
Danke, für die Information.
Habe allerdings neu angefangen mit dem züchten.
Jetzt, ist der zweite Tag , und der Ansatz hat sich bereits verdoppelt.
Ich werde heute Abend wie am dritten Tag verfahren, da er sehr warm steht und hoffe, es klappt diesmal.
Liebe Grüße und Danke für die tollen Rezepte. ( bisher habe ich nur mit Hefe gearbeitet)
Liebe Magdalena,
dann wünsche ich dir gutes Gelingen beim Züchten. 🙂
Im Grunde bestimmt dein Sauerteig, wie schnell er ist, immer nach der guten Verdopplung mit dem nächsten Schritt weitermachen. Ist es spät abends (oder du musst weg o. ä.) einfach im Kühlschrank einige Stunden kalt stellen und dann 1 Stunde vor dem nächsten Füttern aus dem Kühlschrank nehmen. Bei weiteren Fragen melde dich gerne.
Viele Grüße Sonja
Vielen Dank 😊
Der Sauerteig sieht gut aus, jetzt geht es weiter.
LG
Super, das freut mich! 🙂
Hallo liebe Sonja
mein neu angesetzter Sauerteig ( Roggen 1120 ) explodiert. Das ist Tag 3 nach ca. 12 Stunden bei ca. 24 Grad.
Auch mein alter Sauerteig ist immer nach Auffrischung explodiert,, zum Schluss hatte einen arg säuerlichen Geruch.
Auch am 2. Tag war der Sauerteig schon explodiert.
Hilfe,, was ist da falsch.
Lieben Gruss
Hallo,
du musst ihn immer bereits nach guter Verdopplung füttern oder nach knapper Verdopplung kalt stellen. Wenn der Sauerteig sehr aktiv ist, geht das relativ schnell und mit der Zeit immer schneller.
LG Sonja
Danke für Deine schnelle Antwort, dann werde ich das mal so beherzigen. Werde jetzt mal den 4. Tag beginnen und ihn bis morgen früh kalt stellen.
Wünsche Dir liebe Sonja eine schönes WE
Lieben Gruss Annette
Sorry für das grosse Bild.
Ich hab auch ne Frage, nein Sauerteignsatz ist bereit für den Kühlschrank. Jetzt steht da, 100g ASG aufbewahren. Mein Ansatz hatte eh nur 130g, wie ist das jetzt mit dem füttern? Erst mal weiter 50g Mehl und 50ml Wasser bis ich mehr Ansatz hab und es dann teilen kann? Weil wenn ich 100g aufhebe und es steht drin, 1:1:1 und das wären 30g Mehl und 30ml Wasser müssen es ja auch 30g asg sein?
Hallo, du kannst im Grunde so viel aufbewahren, wie du möchtest. Ich habe gerne 300 g im Kühlschrank, weil ich öfter Auffrischbrote backe. Davon nimmst du ja dann immer etwas ab zum Backen. Theoretisch kannst du auch den ganzen Ansatz füttern, nur dann hast du irgendwann Unmengen von Anstellgut, die du nicht benötigst.
Wenn du den Ansatz auffrischst, nimmst du einen Teil ab und den Rest kannst du im Kühlschrank aufheben und in Auffrischrezepten verbacken. Hier findest du Ideen: Rezepte für Sauerteigreste
LG Sonja
Hallo Sonja,
Dank für die tollen Bücher und online-Informationen; super deutliche Schritte und Hintergrund-Informationen, und hilfreich für beginnende Brotbäcker wie mich!
Bevor ich dein Buch und Blog kannte, hatte ich schon einen gut motivierten Roggen-Sauerteig gezüchtet.
Das ASG stelle ich allerdings immer direkt nach dem Füttern in den Kühlschrank, was dann auch funktioniert und die Füttern-Frequenz niedrig hält. Meinst du, es wäre dennoch besser, den Ansatz sich erst (knapp) verdoppeln zu lassen bevor ich ihn kaltstelle, oder geht das so auch (ohne den Sauerteig zu quälen)?
Gruß aus Groningen (NL),
Jan
Hallo,
ich würde den Ansatz persönlich nicht direkt kalt stellen, damit dieser optimale Bedingungen hat und vor allem mild fermentiert. Bei höheren Temperaturen vermehren sich vor allem auch die trieb kräftigen Sauerteighefen. Eine knappe Verdopplung genügt vor dem kalt stellen.
Aber wenn das so für dich gut funktioniert hat, warum nicht?
LG Sonja
Hallo Sonja, danke für die Antwort!
Ich werde das einfach mal ausprobieren, und dann auch gleich bei dem Lievito Madre Starter, der auch beinahe startklar sein sollte.
Optimale Bedingungen klingt schon gut 🙂
Gruß,
Jan
Liebe Sonja,
ich möchte gerne milden Weizensauerteig (süssen LM) ohne Säure, da ich damit gerne Croissants backen möchte.
Ich habe es schon mit LM versucht, leider schmeckt die Säure stark hervor.
Ich würde mich riesig über einen Tip freuen.
Vielen Dank für Deine tolle Seite.
Lieben Gruß
Kathrin
Hallo,
wie oft frischt du denn deinen LM auf?
Meistens entwickelt er im Kühlschrank eine stärkere Säurenote
Panettone Meister und einige Hobbybäcker frischen den LM täglich auf, lagern ihn bei 18 °C und stellen diesen niemals kalt. Mir wäre das allerdings zu aufwendig im Alltag.
Was du auch machen könntest um die Säure „herauszuwaschen“ wäre ein Bad. Den LM aus dem Kühlschrank vor dem Füttern zerzupfen und etwa 15 Minutenm in lauwarmes Wasser mit einer Prise Zucker einweichen. Danach ausdrücken und normal auffrischen. Das Bad (Bagnetto) sollte man aber nicht öfter als 1x pro Woche durchführen.
LG Sonja
Liebe Sonja,
danke für deine tolle Anleitung, bin „Sauerteigneuling“.
Mein Ansatz hat sich nach dem 1. Tag brav nach 24. Stunden verdoppelt. Am 2. Tag ist er bereits nach 2 Stunden in die Höhe geschossen so hab ich gleich mit Tag 3 weitergemacht. Leider hat er sich danach (24 Stunden +) überhaupt nicht bewegt, auch keine Blasen zu sehen.
Was nun?
Vielen Dank für deine Nachricht!
Liebe Grüße Andrea
Liebe Andrea,
ich würde noch etwas Geduld haben. Hast du das gleiche Mehl verwendet und steht der Ansatz warm genug?
LG Sonja
Vielen Dank liebe Sonja! Habe neuen Sauerteig angesetzt und auf die Heizung gestellt. Hat tatsächlich geklappt.
Ganz liebe Grüße Andrea
Hallo Sonja. Ich habe einen Römertopf zum Backe genommen, nur leider habe ich das Brot nicht aus vdem Römertopf herrausbekommen. Der Boden war am Römertopf fest angebacken. Was habe ich Falsch gemacht ? Das restliche Brot war schon sehr gut. Mfg
Wahrscheinlich hättest du den Römertopf einfetten und bemehlen müssen. Hattest du ihn aufgeheizt?
Vielen Dank für Deine Antwort. Nein ich habe den Römertopf, soviel mir bekannt ist Gewässert und beim zweiten mal sogar mit Backpapier ausgestattet. Das hat zwar geholfen, aber das „Brot“ ist nur ca.3-4 cm hochgekommen und war auch nicht richtig gebacken und nicht geniesbar. Ich komme einfach nicht klar damit. Dazu muss ich bemerken, das es für mich der erste(zweite) versuch war ein Brot zu Backen. Wieviel Ansatz muss ich denn nehmen, und die anderen Zutaten, um ein Brot von etwa 500 gr. zu erhalten ? Mfg Hajo
Hallo,
zum Brotbacken wässert man den Römertopf nicht, soweit ich weiß und idealerweise sollte der Römertopf vorgeheizt werden. Am besten hältst du dich erst mal an bewährte Rezepte, da sind die Zutaten schon stimmig.
LG Sonja
Pingback: Low Carb Brötchen backen | gesunde Keto Semmeln
Hallo,
Es steht immer: „ 4. Tag: 50 g vom letzten Sauerteigansatz (aus Tag 3) entehmen, Rest entsorgen!“ warum entsorgt man den Rest? Könnte man denn nicht einen weiteren Ansatz machen?
Danke und liebe Grüße, Ursula
Diese Reste enthalten manchmal zu Beginn unerwünschte, krankmachende Keime (z. B. Schimmelpilze oder Coli-Bakterien), bis eine stabile Mikroflora mit den gewünschten Mikroorganismen entstanden ist, welche später das Vermehren der unerwünschten Keime verhindern.
LG Sonja
Liebe Sonja,
ich habe einen Sauerteig den ich regelmässig mit Roggenmehl 1150 auffrische und schöne Brote damit backe. Jetzt sind mir einige französische Rezepte in die Hände gefallen die mit Levain angesetzt werden. Kann ich meinen Roggensauerteig zu Levain umzüchten oder muss ich den neu ansetzen?
Vielen Dank!
Hallo,
prinzipiell geht das mit dem Umzüchten. Allerdings kann es sein, dass dein Levain dann trotzdem einen säuerlicheren Charakter behält. Ganz optimal wäre also das Neuzüchten oder einen Kulturableger von jemanden geben lassen (z. B. Sauerteigbörse).
Du könntest aber auch erstmal das Umzüchten versuchen und schauen, wie du geschmacklich mit dem Ergebnis zufrieden bist. Vielleicht klappt es auch ganz wunderbar, kommt immer auch auf die Kultur an.
LG Sonja
Hallo, ich hatte ab Tag 2 schon Bläschen und er ist auch gewachsen. Ich dachte das läuft gut. Jetzt bin ich bei Tag 4 und der Teig wächst nicht. Er steht in der Küche bei ca. 22-24 Grad. Ich arbeite mit einem Schraubglas und habe es auch verschlossen. Was kann ich tun? Muss ich von vorne anfangen?
LG Brigitte
Hallo, ich hatte ab Tag 2 schon Bläschen und er ist auch gewachsen. Ich da das läuft gut. Jetzt bin ich bei Tag 4 und der Teig wächst nicht. Er steht in der Küche bei ca. 22-24 Grad. Ich arbeite mit einem Schraubglas und habe es auch verschlossen.
Hallo, ich würde ihn mal etwas wärmer stellen, zum Beispiel in den ausgeschalteten Backofen mit einer Wärmflasche.
LG Sonja
Hallo Sonja
Hab gerade einen Weizensauerteig- kein LM angesetzt mit 50g weizenmehl 550 und 50 g warmen Wasser
Du schreibst damit er milder wird bei warmen Temperaturen führen was mich jetzt etwas irritiert ist das er in Kühlschrank soll
jetzt bin ich etwas verwirrt
Würde mich riesig freuen wenn du mir vielleicht bisschen Licht in mein dunkel bringen könntest
Mit freundlichen Grüßen
Hallo,
wenn du ihn zwischendurch nicht kalt stellst (was den Stoffwechsel verlangsamt), müsstest du ihn täglich füttern.
LG Sonja
Hallo Sonja,
Ich hab eine Frage, mein Sauerteig (ASG) ist jetzt ungefähr schon ein Jahr alt mit regelmäßiger Benutzung bzw. Fütterung. .
Ich backe aktuell relativ regelmäßig Brot d.h. alle 2-3 Tage. Bisher habe ich immer ASG aktiviert, am nächsten Tag gebacken und den Rest des Sauerteig wieder in den Kühlschrank getan. Einen Tag später wieder aktiviert wird, damit ich am Tag darauf wieder backen kann.
Ist das so richtig oder lass ich den Sauerteig komplett aus dem Kühlschrank, weil ich ihn so regelmäßig nutze?
Heißt, ich hätte kein ASG, sondern eigentlich immer aktiven Sauerteig in der Küche stehen?
Muss ich ihn dann wieder täglich füttern?
Was ist denn, wenn ich mal doch 4-5 Tage nicht backe? Dann wieder in den Kühlschrank🙈.
Im Moment stelle ich den Sauerteig immer nur für einen Tag in den Kühlschrank, um ihn dann wieder aufzufrischen.
Vielen Dank, Steffi
Liebe Steffi,
vielen Dank für deine Nachricht – wie schön, dass dein Sauerteig schon ein Jahr alt ist und so regelmäßig zum Einsatz kommt! 😊
Grundsätzlich machst du alles richtig: Wenn du alle 2–3 Tage backst, kannst du dein Anstellgut (ASG) wie bisher im Kühlschrank lagern und bei Bedarf aktivieren. Du brauchst es also nicht dauerhaft draußen stehen lassen. Ein dauerhaft aktiver Sauerteig auf der Küchenarbeitsplatte wäre nur dann sinnvoll, wenn du wirklich täglich damit backen würdest – dann müsstest du ihn aber auch täglich füttern, was schnell aufwendig wird.
So wie du es aktuell machst – also: aus dem Kühlschrank holen, aktivieren, backen, einen Teil zurückstellen – ist absolut sinnvoll und flexibel.
Wenn du mal ein paar Tage Pause machst (z. B. 4–5 Tage), bleibt dein ASG einfach im Kühlschrank und wird danach wie gewohnt wieder aufgefrischt.
Wenn dein Sauerteig so gut gepflegt und fit ist, kannst du das ASG aus dem Kühlschrank aber auch am 2.–3. Tage nach dem letzten Auffrischen problemlos zum Ansetzen deines Sauerteigs für dein nächstes Brot nutzen. So sparst du dir etwas Arbeit.
Ganz liebe Grüße, Sonja
Hallo Sonja, ich habe auch eine Frage und zwar betrifft diese das Thema „längere Abwesenheit“: wie bekomme ich meinen Sauerteigansatz wieder fit nach längerer Lagerung im Kühlschrank? Mein Ansatz war jetzt ca. 5 Monate im Kühlschrank, hatte bis dato Angst, ihn anzuschauen, weil ich dachte, er ist mir umgegangen. Letztes Wochenende habe ich dann den Mut gehabt und muss sagen, er roch relativ gut, mild und frisch. Hab ihn nun schon 2x gefüttert und heute wieder aufgefrischt und bei 27°C auf die Terrasse gestellt. Hast du eine Erfahrung, wie lange er braucht, um wieder Triebkraft zu bekommen? Er ist relativ flüssig bzw. seit heute nicht mehr so, da ich weniger Wasser genommen habe, aber ihn wärmer gestellt. Ich freue mich auf deinen Input und viele Grüße. Anja aus Steinheim
Liebe Anja,
vielen Dank für deinen lieben Kommentar – wie schön, dass du dich getraut hast, deinen Ansatz wiederzubeleben! 😊
Nach 5 Monaten im Kühlschrank braucht er in der Regel ein paar Auffrischungen, um wieder richtig fit zu werden. Das klingt bei dir aber schon nach einem sehr guten Weg: wärmer stellen, die Konsistenz anpassen und regelmäßig füttern – genau richtig!
Wie schnell er wieder volle Triebkraft entwickelt, ist individuell. Du kannst dich grob daran orientieren, dass er wieder in der gewohnten Zeit (z. B. 4–6 Stunden bei ca. 26–28 °C) sein Volumen verdoppelt. Das kann nach 3–5 Auffrischungen der Fall sein, je nach Ausgangszustand. Wichtig ist, ihn jetzt regelmäßig weiter zu pflegen – dann wird er sich bestimmt bald wieder gut erholen. 😊
Liebe Grüße
Sonja
Hat super geklappt, jetzt habe ich endlich meinen eigenen Sauerteig! 🙂
LG Barbara
Vielen Dank für die tolle Anleitung und deine Rezepte. Jetzt kann ich mich auch mal an deine Sauerteigrezepte wagen, die Jule wollte ich schon lange backen, weil ich die immer auch Facebook sehen. Kann ich auch Weizen und Roggen zusammen in das Anstellgut rühren?