Fonduebrot

Einfacher No−Knead−Teig mit wenig Hefe

Heute habe ich mal wieder eine neue “No Knead” Brot Variante für dich, ein super einfaches und dennoch leckeres Fonduebrot. Es besteht aus wenigen Grundzutaten und kommt mit einer minimalen Menge Hefe aus. Das Brotrezept ist übrigens auch prima für Backanfänger geeignet, denn es benötigt weder einen Sauerteig noch andere spezielle Zutaten. Natürlich habe ich aber auch zusätzlich eine hefefreie Variante mit Lievito Madre mit eingebaut. So kann jeder selber entscheiden, ob mit oder ohne Hefe…♥

Fonduebrot

Fonduebrot ohne Kneten

Dank der flachen Form und den vorher eingedrückten Sollbruchstellen, lässt sich das Fonduebrot direkt am Tisch ganz unkompliziert in kleine Stücken auseinander zupfen. Quasi fast wie eine Art Pull Apart Bread. Nur eben ohne Füllung, denn hier soll das Brot ja eher eine neutrale Beilage und nicht der Hauptakteur sein. Es hat viel Kruste, eine lockere und aromatische Krume, ist easy und ohne größere Sauerei am Tisch in praktische Häppchen teilbar. Und ist somit ideal zum Aufspießen auf Fondue Gabeln geeignet, um sie anschließend in einem leckeren Käsefondue zu versenken. Zumindest wäre das Fondue Brot der Klassiker zu einem Käse Fondue. Wobei ich es mir als Brotliebhaberin ehrlichgesagt auch prima zu Schokoladen Fondue vorstellen könnte. So als Ergänzung zum Obst…

“No Knead” Brot ohne viel Aufwand

Das letzte richtige “No Knead Rezept” gab es tatsächlich im Spätsommer hier auf Cookie und Co. Wie die Zeit vergeht… Dabei ist diese Methode so einfach, so super praktisch und auch noch bestens für Backanfänger geeignet. Denn es werden weder eine Teigknetmaschine noch besonderes Equipment benötigt. Das Geheimnis ist hier Zeit- viel Zeit! Doch gerade DAS lässt ein Brot ja in der Regel besonders gut und geschmackvoll werden. Aber nicht nur für Backanfänger ist diese Methode genial. Denn nicht immer hat man als alter Brot-Back-Hase die Zeit und Lust ewig in der Küche zu stehen. Einfach ideal, wenn man viel um die Ohren hat oder viel zu tun ist. Und weil die Methode so super praktisch ist, findest du natürlich schon so einige Rezepte nach diesem einfachen Prinzip im Blog Archiv:

Im weitesten Sinne auch No Knead:

Fonduebrot
 
So einfach − einfach genial!

Ich möchte sogar behaupten No Knead ist DIE einfachste Methode, um leckeres selbstgebackenes Brot, Brötchen oder ähnliches aus dem Ofen zu ziehen. Hauptzutat ist einfach Geduld und natürlich eine große Prise Liebe. Bekannt geworden ist diese Methode übrigens durch Jim Lahey (New Yorker Bäcker) sowie die New York Times und erfreut sich seit über 10 Jahren zunehmender Beliebtheit.

So ein “Brot ohne kneten” hat schon fast etwas magisches an sich. Doch ein gutes Brot hat natürlich nichts mit Ho­kus­po­kus oder Magie zu tun. Sondern ein gutes Gebäck braucht Zeit, Geduld und Liebe. Idealerweise noch hochwertige Zutaten sowie etwas know how und Erfahrung. Aber das ergibt sich mit der Zeit von ganz alleine. Auf der anderen Seite ist es ja schon faszinierend, mit einfachsten Mitteln tolle Backwaren selber herzustellen – mit wenigen Zutaten und so wenig Aufwand. Beim heutigen Rezept muss der Teig weder geknetet und noch nicht mal geformt werden. Hört sich doch fantastisch an, oder?! Dann merk dir dieses Rezept direkt für dein nächstes Fondue vor…ich wünsche dir jetzt schon mal viel Spaß beim Nachbacken! ♥

Fonduebrot

Banner mit dem Brotbackbuch For the love of bread

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Fonduebrot “No Knead”

Einfacher No-Knead-Teig mit wenig Hefe oder Lievito Madre

  • Arbeitszeit:
    25 Minuten
  • Wartezeit:
    13 Stunden 35 Minuten
  • Gesamtzeit:
    14 Stunden
  • Ertrag:
    1 Brot mit ca. 850 g TE (Teigeinlage)
  • Kategorie:
    Beilage, Brot, Side Dish
  • Küche:
    deutsch, german, Schweiz
 Stück

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl Type 550 (oder Weißmehl W 700)
  • 320 g Wasser
  • 10 g Inaktives Malz / Gerstenmalzextrakt / Honig
  • 1 g Frischhefe (oder 30 g Lievito Madre, sehr aktiv!)
  • 10 g Olivenöl oder neutrales Öl
  • 11 g Salz

Zubereitung

Teig

  • Alle Zutaten kurz aber gründlich mit den Händen oder mit Hilfe einer Teigkarte zu einer homogenen Teigmasse vermengen. Am besten die Hefe / Lievito Madre vorher im Wasser auflösen. (Wer möchte, kann den Teig auch kurz in der Küchenmaschine mischen oder im Thermomix für 30 Sek. | Teigknetstufe.)

Stockgare

  • Für 12−14 Stunden in einer leicht geölten Schüssel oder Teigwanne bei einer Raumtemperatur von etwa 20 °C reifen lassen.
    (Mit Lievito Madre statt Hefe für 1214 Stunden bei 2224°C reifen lassen.)
  • In dieser Zeit zweimal dehnen und falten (stretch & fold, siehe Video), zum Beispiel nach 1 und 23 Stunden. Statt der 2. Faltung kalt auch laminiert (siehe Video) werden.
  • Nach der Gehzeit die Arbeitsfläche gut mit Mehl (ich: Hartweizenmehl) bestäuben und den Teig schonend auf eine bemehlte Dauerbackfolie oder Bogen Backpapier gleiten lassen.
  • Den Teig schonend ausbreiten (ca. 32 x 35 cm), möglichst ohne dabei Luftbläschen zu zerstören.
    Alternativ kann der Teig auch zu 2 runden Fladen geformt werden.
  • Den Teig auch von oben und den Seiten gut bemehlen (z. B. Hartweizenmehl).
    Mit einer großen Teigkarte (ein sauberes Lineal geht zur Not auch) die Ränder gerade in Form schieben.
  • Mit der Teigkarte (oder Lineal) ein Muster mit kleinen Quadraten oder Rauten eindrücken. Die Größe kann nach Wunsch variieren.

Stückgare

  • Für etwa 2030 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.
  • Den Backofen derweil auf 250 °C Ober-/Unterhitze (oder 230 °C Heißluft / Umluft) vorheizen, am besten gleich zusammen mit einem Backstahl, Pizzastein oder Backblech.
  • Bei Bedarf vor dem Backen noch einmal mit der Teigkarte in Form schieben und ggf. große Luftblasen mit einer Nadel aufstechen.

Backen

  • Fondue Brot einschießen und sofort zu Backbeginn schwaden (Wasserdampf).
  • Nach etwa 10 Minuten der Backzeit die Ofentür einmal weit öffnen, um die Feuchtigkeit herauszulassen.
  • Die Temperatur auf bei Bedarf auf 210°C Ober-/Unterhitze (oder 190°C Heißluft/ Umluft) senken.
  • Insgesamt für etwa 20 Minuten backen. (Backzeit ist abhängig von der Dicke des Teiges.)

Notizen

 

Tipp:

Wer möchte kann den Teig auch zusätzlich mit Knoblauch oder Kräutern verfeinern.

Schlagworte: Weizenmehl Type 550, wenig Hefe, ohne Kneten,

 

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23 Kommentare zu „Fonduebrot“

  1. Armin Flubacher

    … Heiligabend und das obligatorische Käsefondue mit selbstgebackenem Baguette sind gerade vergangen. Und für das nächste Fondue hab ich hier gerade eine geniale Inspiration. Muss ich definitiv ausprobieren, das sieht soooo lecker (und praktisch portionierbar) aus…

    1. Ja das sollte problemlos klappen. Falls der Teig nicht in Schwung kommt, kannst du ihn ggf. zum Ende hin immer noch etwas wärmer stellen.

      Herzlichst,
      Sonja

  2. Das Rezept klingt super. Ein Frage dazu: kann ich statt Hefe oder Lievito Madre auch Weizensauerteig nehmen???

  3. Liebe Sonja,
    Was soll ich sagen! Es ist genial!
    Ich habe schon Einige Deine Rezepte ausprobiert, aber das hier ist der Knaller! Wie passend gerade heute zu Silvester 😉
    Mach weiter so mit Deinem Blog! Liebe Grüße

    1. Das freut mich riesig!
      Ich wünsche dir einen guten Rutsch und nur das Beste sowie viel Gesundheit und Glück für 2021!

      Herzlichst,
      Sonja

  4. Hallo das Rezept hört sich so toll an allerdings ist der erste Versuch leider am Backpapier kleben geblieben….
    Vielleicht hast du einen Tipp für mich ich würde es jetzt noch mal versuchen…. Lieben Gruß und guten Rutsch….

    1. Hast du eine Dauerbackfolie oder ein gut beschichtetes Blech?
      Ansonsten sehr gut mit Hartweizenmehl bemehlen.

      Herzliche Grüße und einen guten Rutsch,
      Sonja

  5. Wir hatten das Brot zu Silvester als Beilage zum Raclette. Ganz toll, einfach und lecker! Vorsichtshalber hatte ich die doppelte Menge gemacht, aber die hungrige Familie hat es gierig verschlungen! Das gibt es jetzt öfter!

    Vielen Dank für das tolle Rezept!

    Schönes gesundes und backfreudiges Jahr 2021!
    Jessica

    1. Liebe Jessica,

      wie schön! Freut mich riesig… ganz lieben Dank für dein Feedback und ein frohes neues Jahr 20121!

      Herzlichst,
      Sonja

  6. Hallo Sonja,
    dieses Brot gabs bei uns auch an Silvester zum Käsefondue.
    Es ist so praktisch zum Zerpflücken und so einfach zu machen.
    Mangels frischer Hefe oder Sauerteig, habe ich 3g Trockenhefe verwendet – hat auch prima geklappt.
    Am nächsten Tag mit etwas Butter bestrichen und für eine Minute in die Mikrowelle schmeckts wieder wie frisch aus dem Ofen.
    Liebe Grüße
    Steffi

  7. Hallo,

    das ist ja ein super blog, das ich gerade entdeckt habe. Da werde ich viel Interessantes zu lesen haben in den nächsten Tagen und auch ausprobieren – herzlichen Dank dafür! Mich würde interessieren, wo man diese Art Gärfolie kaufen kann, die über dem Blech beim Fonduebrot während des Gehens liegt.

    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Liebe Grüße
    Emma

    1. Liebe Emma,

      die habe ich von der Firma Häussler gekauft. Schau mal im Onlineshop nach Gärfolie.
      Ist kein Schnäppchen oder super praktisch.

      Herzliche Grüße,
      Sonja

  8. Liebe Sonja,
    herzlichen Dank für dieses gelingsichere und wirklich suuuper einfache Rezept. Bei uns gab es das Brot als Beilage zur Soljanka. Alle mochten, dass man die süßen kleinen Teilchen nach Belieben abreißen konnte, und frisch aus dem Ofen sind sie ja auch noch schön knusprig.
    Beim nächsten Mal werde ich lediglich darauf achten, dass ich obenauf nicht zu viel Streumehl lasse, das stört die Knackigkeit für mich. : D
    Liebe Grüße
    Pia

    1. Liebe Pia,

      freut mich, dass dir das Rezept gefällt. Als Streumehl nehme ich auch gerne Hartweizenmehl oder Hartweizengrieß. Letzteres haftet auch nicht so an und sorgt für mehr Knusprigkeit.

      Viele Grüße,
      Sonja

    1. Liebe Gabriela,

      ja das geht auf jeden Fall. Ich würde noch 3 g gemahlene Flohsamenschalen an den Teig geben.

      Viele Grüße,
      Sonja

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