Osterkränze – Osternester aus Dinkel

Der Teig ist auch ideal für Hefezopf aus Dinkelmehl

Ostern nähert sich in großen Schritten, daher habe ich für euch hübsche kleine Osterkränze gebacken. Das sind leckere Osternester aus Hefeteig, die mit Dinkelmehl zubereitet werden. Hefegebäck darf bei uns an Ostern nicht fehlen, ob zum Frühstück oder zum Brunch. Als kleine Nester mit einem gefärbten Osterei passen sie besonders gut zu diesem festlichen Anlass und sehen so gleich noch viel hübscher aus…♥

Osterkränze

Osterkränze aus Dinkelmehl

Dieses Rezept kommt mit wenig Hefe aus. Zusätzlich kommt mein italienischer Lieblings-Sauerteig Lievito Madre mal wieder zum Einsatz. Wer keine Madre hat, nimmt statt dessen zusätzlich etwas frische Hefe oder setzt sich eine Madre aus getrocknetem Fermentstarter namens EVA an. Wie das mit EVA ganz genau funktioniert, erkläre ich euch in meinem Rezept für Lievito Madre. Ganz ohne Hefeanteil würde ich die Kränze persönlich nicht backen, denn ein dezenter Hefegeschmack gehört für mich einfach dazu. Am liebsten backe ich hierbei (wie fast immer) die Variante mit Übernachtgare. So werden die Osterkränze schön aromatisch und besonders bekömmlich. Dabei könnt ihr euch entscheiden, ob ihr entweder den Hauptteig über Nacht im Kühlschrank parkt oder später die bereits geformten Kränze. Letzere Variante ist für ein entspanntes Osterfrühstück besonders praktisch, da ihr hierbei die Kränze morgens nur noch in den Ofen schieben müsst. Hinweise dazu findet ihr im Rezept.

Süßer Hefeteig

Liebt ihr ebenfalls süßes Hefegebäck? Dann probiert unbedingt auch mal meinen super fluffigen QuarkstutenHefezopf sowie meinen saftigen Eierlikör-Hefezopf mit Schokolade. Hier findet ihr übrigens noch weitere Rezepte für die Osterzeit. Nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Nachbacken…♥

Osterkränze

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Osterkränze aus Dinkelmehl

  • Ertrag:
    8 Stück
  • Kategorie:
    Breakfast, Frühstück, Gebäck, Hefegebäck
  • Küche:
    deutsch, german
 Stück

Zutaten

Mehlkochstück

  • 100 g Milch
  • 20 g Dinkelmehl Type 630
  1. Mehl und Milch in einem kleinen Topf klümpchenfrei verrühren und langsam erhitzten. (Es sollten mindestens 65–70 °C erreicht werden oder alles gleich kurz aufgekocht werden).
  2. Nach wenigen Minuten beginnt das Mehl aufzuquellen. Den Topf vom Herd nehmen und noch 1–2 Minuten weiter rühren. (Geht auch prima in einer Küchenmaschine mit Kochfunktion, dazu Milch und Mehl mit dem Flexi-Rührelement kurz verrühren und dann für ein paar Minuten bei langsamer Geschwindigkeit auf 70–75 °C erhitzen.)
  3. im Thermomix: Mehl und Milch in den Mixtopf geben, 67 Min. | 75 °C | Stufe 2.
  4. Anschließend umfüllen und mit Frischhaltefolie abgedeckt abkühlen lassen (mindestens 2–3 Stunden).
    Das Mehlkochstück könnt ihr auch am Vortag herstellen und im Kühlschrank aufbewahren.

Hauptteig

  • Mehlkochstück
  • 150 g Milch (kalt)
  • 5 g frische Hefe
  • 80 g Lievito Madre (oder 5 g Frischhefe + 25 g Milch + 50 g Mehl)
  • 450 g Dinkelmehl Type 630
  • 60 g Zucker
  • 1 Ei (kalt)
  • 1 Eigelb
  • 70 g Butter (kühl aber nicht hart)
  • 1 Tl Vanilleextrakt selbstgemacht (oder 1 Prise gemahlene Vanille)
  • 1 Bio- Zitrone, davon den Schalenabrieb
  • 20 g Zitronensaft
  • 5 g Salz

Außerdem

  • 1 verquirltes Ei + 1 Prise Salz
  • Hagelzucker
  • gehobelte Mandeln
  • optional: 8 hartgekochte gefärbte Eier

Zubereitung

  • Hefe/ Hefe + Lievito Madre und 10 g des Zuckers sowie 50 g vom Mehl in der Milch auflösen. (Thermomix: 2 Min. | Stufe 3 mischen)
  • Abgedeckt für 30-40 Minuten ruhen lassen.
  • Alle weiteren Zutaten für den Teig, bis auf Butter und Salz hinzufügen. Kurz bei geringer Stufe vermischen und danach bei langsamer Geschwindigkeit für 10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Zum Ende der Knetzeit Butter und Salz portionsweise hinzufügen. (Thermomix: 4 Min. | Teigknetstufe, nach etwa 3 Minuten der Knetzeit Butter und das Salz hinzufügen.)
  • Den fertigen Teig zu einer Kugel rund wirken und in eine leicht geölte Schüssel geben.
  • Abgedeckt für 3-4 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen (oder ca. 1,5 -2 St. an einem warmen Ort mit ca. 25-27°C).
    Der Teig sollte sich mindestens verdoppelt bis verdreifacht haben.
    (Alternativ kalte Stockgare: Für 1 Stunde bei Zimmertemperatur und dann 10-12 Stunden über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Morgen für 1-2 Stunden akklimatisieren lassen.)
  • Danach in 8 Teile teilen und jeweils nochmal in 2 Teile aufteilen.
    Jeweils rund wirken und für 30 Minuten entspannen lassen.
    Anschließend auf jedem Teigling Stränge von 35-40 cm formen.
    Jeweils zwei Teigstränge zu einer Kordel verschlingen und danach zu einem Kranz legen.
  • Das Ei mit dem Salz verquirlen.
    Zu Beginn der Gehzeit und nochmal vor dem Backen damit bestreichen.
  • Nochmals abgedeckt für 1,5-2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
    (Alternativ kalte Stückgare: Nach dem Formen und gut abgedeckt über Nacht für 10-12 Stunden in den Kühlschrank (5°C) geben, morgens direkt backen.)
  • Den Ofen rechtzeitig auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Nach Wunsch mit Hagelzucker und/ oder gehobelten Mandeln bestreuen.
  • Je nach Ofen für etwa 16-20 Minuten backen. Die Temperatur dabei sofort auf 190°C Ober-/Unterhitze reduzieren und nicht zu dunkel ausbacken.
  • Da jeder Ofen anders backt, empfehle ich gerade zum Ende der Backzeit Sichtkontakt.

Schlagworte: Dinkel, dinkelmehl Type 630, Frühstück, Hefezopf, Mehlkochstück, Osterkranz, Osterkränze, Ostern

Osterkränze

Inhalt

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10 Kommentare zu „Osterkränze – Osternester aus Dinkel“

  1. Liebe Sonja, ich hatte ja die Hoffnung aufgegeben, jemals gutes, helles Dinkel-Hefegebäck hinzukriegen, aber dieses Rezept hat mich eines Besseren belehrt: so aromatisch, fluffig und zart, vielen Dank für dieses Rezept! Habe aus Faulheit einfach nur Muffins geformt, diese über Nacht im Kühli gelagert und nach 1 Stunde akklimatisieren abgebacken, das Resultat: einfach super! Deine Rezepte und Tipps sind mir eine wertvolle Bereicherung meines Schaffens geworden, früher sagte man: „schlag nach bei Shakespeare“, ich sage nur: schlag nach bei Sonja! Dank Deiner Tipps habe ich sogar mit Hefewasser eine Lievito Madre hingekriegt. Vielen Dank, dass Du Dein Wissen und Deine Begeisterung teilst! Schönen Sonntag und alles Gute für die „Corona-Wochen“….Barbara

    1. Liebe Barbara,
      vielen herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar! Ich habe ich sehr darüber gefreut! Bleib gesund und pass auf dich auf…
      herzlichst,
      Sonja

  2. Hallo Sonja, mein erster Versuch mit diesem Rezept war absoluter Hammer! Danke dafür.

    Eine Frage habe ich: könnte man den Hefezusatz komplett weg lassen und z.B. einen Teil der zugesetzten Milch durch Hefewasser ersetzen? Ich habe Hefe, aber es würde mich reizen, es nur mit wilder Hefe hinzukriegen – bin mir aber unsicher wegen der Menge.

    Danke und bleib gesund!

    1. cookieundco

      Das freut mich sehr! 🙂

      Also der Geschmack wird schon anders dann. Dann müsste man das gesamte Rezept umstricken und eher noch einen HW-Vorteig einbauen.
      Leider war dein Kommentar im Spam Ordner, daher antworte ich erst jetzt. Vielen lieben Dank für für deinen Kommentar!

      Herzlichst,
      Sonja

  3. Das ist der beste Hefeteig, den ich je gemacht habe. So fluffig, weich und lecker. Ich habe etwas weniger Vanille genommen, dafür noch Tonkabohne rein gerieben.

    1. cookieundco

      Das freut mich sehr! 🙂
      Leider war dein Kommentar im Spam Ordner, daher antworte ich erst jetzt. Vielen lieben Dank für für deinen Kommentar!

      Herzlichst,
      Sonja

  4. Hallo Sonja,

    Wenn ich die vorgeformten Krämze im Kühlschrank über Nacht gehen lassen möchte. Muss der Teig dann vor dem Formen trotzdem gehen? Oder form ich die Kränze ohne den Teig vorher gehen zu lassen?
    Und sollte ich es dann auch vor dem Kühlschrank noch eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen?

    Danke und liebe Grüße,
    Cosima

    1. Hallo,

      ich würde sie etwa 30 Minuten anspringen lassen. Kommt auch etwas auf deinen Kühlschrank an. Sollte es (nachgemessen über 5°C haben lieber direkt rein geben.

      Viele Grüße,
      Sonja

  5. Hallo, ich hab sie heute gebacken und wüsste gerne wie lange man sie aufheben kann.
    Und wie lagere ich sie richtig? 😎

    1. Ehrlich gesagt ist das am besten ein Gebäck zum frisch essen oder maximal am nächsten Tag. Sie lassen sich aber wunderbar einfrieren. 🙂

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