Was einen richtig guten Streuseltaler ausmacht
Ein Streuseltaler steht und fällt mit dem Kontrast: unten ein Hefeteig, der so weich ist, dass er fast auf der Zunge zergeht. Oben Streusel, die beim Reinbeißen leicht knusprig sind, aber innen noch buttrig-mürbe. Genau das ist das Ziel.
Viele Rezepte scheitern an einem der beiden Punkte: Der Teig wird zu fest oder zu trocken, die Streusel verschmelzen im Ofen zu einer flachen Schicht. Beides lässt sich vermeiden, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Der Hefeteig: So wird er extra fluffig
Damit der Teig wirklich locker wird, kommt es auf drei Dinge an:
Nicht zu viel Mehl. Der Teig darf ruhig etwas weicher sein als erwartet. Wer aus Unsicherheit Mehl nachschüttet, bekommt am Ende einen festen, trockenen Taler. Die Menge in meinem Rezept ist bewusst so gewählt, dass der Teig leicht klebt, aber gut formbar ist.
Butter und Öl zusammen. Die Kombination aus beidem macht den Teig geschmeidig und hält ihn länger frisch. Butter sorgt für Geschmack, Öl für extra Saftigkeit.
Ausreichend Gehzeit. Der Teig braucht Zeit, um sein volles Volumen zu entwickeln. Bei Raumtemperatur sind das etwa 3 bis 4 Stunden, bis er sich gut verdoppelt hat. Bei warmen Temperaturen geht es deutlich schneller!


Perfekte Streusel: Dick, buttrig und trotzdem knusprig
Streusel klingen simpel: Butter, Mehl, Zucker. Aber genau hier passieren die meisten Fehler.
Das richtige Verhältnis. Mein Rezept arbeitet mit 125 g Butter auf 200 g Mehl und 100 g Zucker. Das ergibt Streusel, die ihre Form behalten und nicht zu einem Teigfladen verschmelzen.
Kalte Butter verwenden. Die Butter sollte direkt aus dem Kühlschrank kommen. Warme Butter ergibt einen klebrigen Teig, der im Ofen flach wird statt krümelig zu bleiben.
Kurz verkneten, nicht zu lange. Die Zutaten nur so lange verarbeiten, bis grobe Krümel entstehen. Wer zu lange knetet, aktiviert das Gluten im Mehl und die Streusel werden zäh statt mürbe.
Vor dem Backen kühlen. Die fertigen Streusel vor dem Belegen nochmal 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Das stabilisiert die Butter und die Streusel behalten ihre Form im Ofen.
Ich mag meine Streusel lieber dick und grob, wie man auf den Bildern sieht. Das gibt den besten Biss und erinnert mich an die Streuseltaker in meiner Kindheit, die ich mir beim Bäcker auf dem Weg von der Schule nachhause ab und zu gekauft habe.


Streuseltaler wie vom Bäcker
Zutaten
Für den Hefeteig
- 560 g Weizenmehl Type 550
- 180 – 200 g kalte Milch
- 100 g Wasser - kühl aus der Leitung
- 10 g Frischhefe
- 1 Ei - Gr. M
- 50 g Zucker
- 10 g Vanillezucker
- 60 g Butter - kalt
- 20 g neutrales Speiseöl - oder Rapsöl mit Buttergeschmack
- 5 g Salz
- etwas Milch zum Bestreichen
Für die Streusel
- 200 g Mehl
- 125 g Butter - kalt
- 90 g Zucker
- 10 g Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Für den Zuckerguss
- 200 g Puderzucker
- 3 – 4 EL Milch - alternativ Wasser oder Zitronensaft
- 1/2 TL Vanilleextrakt - oder 1 Prise gemahlene Vanille
Zubereitung
Hefeteig
- Alle Zutaten (bis auf Butter, Öl und Salz) etwa 10 Minuten bei langsamer Geschwindigkeit kneten. Je nach Mehl und Eigröße zunächst die kleinere Milchmenge verwenden.560 g Weizenmehl Type 55050 g Zucker10 g Vanillezucker10 g Frischhefe180 – 200 g kalte Milch100 g Wasser1 Ei


- Weitere 5 bis 8 Minuten bei höherer Geschwindigkeit zu einem glatten Teig auskneten. Dabei nach und nach Butter, Öl und Salz sowie bei Bedarf die restliche Milch portionsweise hinzufügen.60 g Butter20 g neutrales Speiseöl5 g Salz


Stockgare
- Variante am selben Tag: Abgedeckt 3 bis 4 Std. bei Raumtemperatur (20 bis 22 °C) gehen lassen oder ca. 1,5 bis 2 Std. bei 25 bis 27 °C. Der Teig sollte sich mindestens verdoppeln.Variante Übernachtgare: 1 Std. bei Zimmertemperatur anspringen lassen, dann 10 bis 12 Std. im Kühlschrank reifen lassen. Am nächsten Morgen 1 bis 2 Std. akklimatisieren.


Streusel
- Alle Zutaten zügig mit den Händen oder kurz im Mixer zu groben Krümeln verarbeiten.Bis zur Verwendung im Kühlschrank kalt stellen.200 g Mehl125 g Butter90 g Zucker10 g Vanillezucker1 Prise Salz


Formen und Stückgare
- Teig in 10 Stücke teilen (je ca. 90 bis 95 g), locker rund wirken und abgedeckt 20 Minuten entspannen lassen.
- Jeden Teigling vorsichtig mit den Händen zu einem Fladen (ca. 15 bis 18 cm) auseinanderziehen oder sehr schonend ausrollen.Auf 2 mit Backpapier belegte Bleche verteilen (je 5 Stück).


- Abgedeckt 70 bis 90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, bis die Taler sichtbar aufgegangen sind.
Backen
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen.
- Taler dünn mit etwas Milch bestreichen. Große Luftblasen vorsichtig einstechen.Streusel gleichmäßig verteilen.etwas Milch zum Bestreichen


- Ca. 20 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) eher hell ausbacken.Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen (zumindest lauwarm).


Zuckerguss
- Puderzucker mit Flüssigkeit und Vanillezucker glatt rühren.Auf die noch lauwarmen Streuseltaler geben und trocknen lassen.200 g Puderzucker3 – 4 EL Milch1/2 TL Vanilleextrakt


Meine Tipps
- Hefeteig: Die Zutaten sollten möglichst kalt aus dem Kühlschrank sein. Alle Zutaten (außer Salz, Öl und Butter) für 5 Minuten | Teigknetstufe kneten.
- Für 3–5 Minuten | Teigknetstufe weiter kneten, Salz, Öl und Butter dabei portionsweise durch die Deckelöffnung hinzufügen.
- Streuselteig: Alle Zutaten für den Teig in den Mixtopf geben und für 15 Sek. | Stufe 6 verkneten. Eventuell danach nochmal kurz mit den Händen kurz verkneten.
- Bis zur weiteren Verarbeitung im Kühlschrank kalt stellen.
Nährwerte pro Portion (ca.)
Varianten für jeden Geschmack
Mit Zuckerguss (klassisch): Puderzucker mit wenig Milch oder Zitronensaft glatt rühren. Der Guss sollte dickflüssig vom Löffel fließen, nicht wässrig sein. Auf die noch lauwarmen Taler geben.
Mit Obstbelag: Ein Klecks Aprikosenkonfitüre unter den Streuseln bringt fruchtige Frische. Auch Rhabarber passt hervorragend. Mein Rezept für Streuseltaler mit Rhabarber zeigt, wie es geht.
Mit Puddingfüllung: Wer es cremiger mag, schneidet die fertigen Taler auf und füllt sie mit Vanillecreme. Das vollständige Rezept gibt es bei meinen Streuseltalern mit Puddingfüllung.
Mit Übernachtgare: Den Teig nach dem Kneten 1 Stunde bei Raumtemperatur anspringen lassen, dann abgedeckt 10 bis 12 Stunden im Kühlschrank parken. Am nächsten Tag 1 bis 2 Stunden akklimatisieren lassen und wie gewohnt weiterarbeiten. Das spart Zeit am Backtag und macht den Teig noch aromatischer.
Mit Lievito Madre: Für noch mehr Aroma 90 g aufgefrischte Lievito Madre in den Teig geben. Dafür 5 g Hefe, 60 g Mehl und 30 g Milch abziehen.


Häufige Fragen zu Streuseltalern
Meistens liegt es an zu warmer Butter oder zu langem Kneten. Die Butter muss kalt sein und die Streusel nur kurz verarbeitet werden. Vor dem Backen nochmal kühlen hilft zusätzlich.
In einer Dose bei Raumtemperatur aufbewahren, nicht im Kühlschrank. Der Teig mit Butter und Öl hält gut 2 bis 3 Tage frisch. Wer sie aufwärmen möchte: kurz bei 150 °C in den Ofen.
Ja, am besten ohne Zuckerguss. Nach dem Auftauen kurz aufbacken und dann frisch glasieren.
Häufigste Ursachen: zu viel Mehl, zu kurze Gehzeit oder zu alte Hefe. Der Teig sollte sich mindestens verdoppeln, bevor er weiterverarbeitet wird.
Ja, Dinkelmehl Type 630 funktioniert. Der Teig wird etwas fester, also eventuell 10 bis 20 g mehr Milch zugeben.
Streuseltaler – dein neues Lieblingsrezept?
Für mich sind diese Streuseltaler pures Glück: unkompliziert, immer ein Erfolg und bei allen beliebt. Ich backe sie oft spontan am Wochenende, wenn der Duft von frischem Hefegebäck durchs Haus ziehen soll. Und mal ehrlich: Wer kann da schon widerstehen?
Lust auf mehr süßes Hefegebäck? Dann probier auch mal meine Berliner (Krapfen aus Hefeteig), die saftigen Blueberry-Cheesecake-Rolls oder Omas Hefe-Apfelkuchen mit Streusel. Allesamt Rezepte, die bei uns regelmäßig auf den Tisch kommen.
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41 Gedanken zu „Streuseltaler wie vom Bäcker: Fluffig, saftig & mit dicken Streuseln“
Ich mag deinen Blog sehr und deine Rezepte sind eine wunderbare Inspiration für mich. Die Streuseltaler werde ich unbedingt ausprobieren. Ich habe solche Taler während meines Studiums gefuttert. Da gab es eine Bäckerei in München, die hatte die Besten. Hab sie nie wieder irgendwo gefunden, wo sie so lecker waren. Mit deinem Rezept probiere ich das jetzt mal selbst. Dankeschön! M.
Das klingt nach schönen Erinnerungen, ich hoffe die Taler werden dir schmecken! Herzliche Grüße, Sonja
hallo Sonja habe heute dein Rezept benutzt und daraus Johannisbeer Taler gebacken. Sind echt toll geworden und schmecken klasse. Foto kann ich hier ja nicht posten. Werde ich bestimmt wiederholen. Teig lässt sich trotz Hitze super verarbeiten. Jetzt noch eine Frage zum Rezept. Warum verwendest du hier auch Wasser und nicht nur Milch ? Welchen Einfluss hätte nur Milch? Lieber Gruss Thomas
Lieber Thomas,
das freut mich. Ja schade mit den Fotos, habe bisher leider noch keine Lösung gefunden dafür. Du könntest auch nur Milch verwenden. Das ist ein bisschen Geschmackssache und würde hier nicht den mega Unterschied machen, denke ich. Milch macht Hefeteig tendenziell eher etwas feinporiger und minimal reichhaltiger, weil ja je nach Fettstufe Milchfett enthalten ist.
Liebe Grüße,
Sonja
Das Rezept klingt fantastisch! Wäre es denn möglich, statt der Hefe etwas mehr Lievito Madre zu benutzen? Wenn ja, mit wie viel sollte ich es denn mal versuchen?
Ich würde dann ca. 75 g mehr LM nehmen. Du kannst dafür 50g weniger Mehl und 25g weniger Schüttflüssigkeit einplanen. Liebe Grüße, Sonja
Hallo,
Die Taler sehen echt supertoll aus. Ich backe auch gerade viel mit LM und versuche mich ganz neu an süßen Rezepten. Da geht an deinen Blog ja kein Weg vorbei 🙂
Wenn man die Hefe jetzt ganz weglassen würde und mit mehr LM ersetzen, hätte das eine Auswirkung auf die Konsistenz des gebackenen Teigs? Irgendwie werden meine LM-Schnecken außen immer etwas zu kross und brotig. 🙁 Weiß nicht woran das liegen kann.
LG
Heike
Liebe Heike,
das ginge auf jeden Fall. Dann würde ich insgesamt 150 g LM nehmen und diesen mit Milch statt Wasser ansetzen. Dafür dann 50 h Mehl und 25 g Schüttflüssigkeit im Teig abziehen.
Ich persönlich mag die Mischung aus LM und Hefe am liebsten, zum einen vom Geschmack her und zum anderen von der Teigkonsistenz/ Biss. Aber das ist einfach Geschmackssache. Falls du es wie vorgeschlagen ausprobierst, würde ich mich über ein Feedback freuen. 🙂
Herzlichst,
Sonja
Liebe Sonja,
herzlichen Dank für das tolle Streusel-Taler-Rezept ! Da ich in der Schweiz wohne und es diese hier nicht gibt, habe ich das Rezept gleich heute versucht. Hmmm … die sind wirklich noch besser, als die gekauften ! Auch meine Familie hat sich gleich darüber her gemacht. Ganz sicher werde ich das Rezept bald mal wieder machen.
Liebe Grüße, Tanja
Liebe Tanja,
das freut mich wirklich riesig! Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung. 🙂
Herzlichst,
Sonja
Diese Streuseltaler sind verboten gut.
Das freut mich!! 😀
Viele Grüße,
Sonja
Ich habe diese Streuseltaler Dienstag gebacken und was soll ich sagen…. wunderbar! So locker und oben knusprig… einfach genial! Vielen Dank für das schöne Rezept 😊
Liebe Grüße von Heike
Das freut mich sehr! Hab noch einen schönen Sonntag,
herzlichst,
Sonja
Wow, die sind wirklich super lecker 🙂
Besser als bei jedem Bäcker.
Danke für das tolle Rezept.
Grüße Nadine
Das freut mich sehr! Herzlichen Dank für dein Feedback…
Viele liebe Grüße,
Sonja
Liebe Sonja,
Lieben Dank für Deine tollen Rezepte, wie würdest Du vorgehen, wenn Du die Taler morgens backen möchtest, ohne viel Verzögerung,mit einer schon genormten Übernachtgare im Kühlschrank?
Lieben Dank & viele,liebe Grüße
Britta
Liebe Britta,
ich denke wenn du die Taler geformt 30 Minuten anspringen lässt und dann gut eingepackt über Nacht in den Kühlschrank parkst, müsstest du sie morgens direkt backen können.
Viele Grüße,
Sonja
Liebe Sonja,
hat super geklappt…
Lieben Dank und viele Grüße,
Britta
Das freut mich, vielen Dank für deine Rückmeldung.
Herzlichst,
Sonja
Hallo Sonja,
Heute habe ich bei Bongu das Mailänder Krustis bestellt um die Mailänder Brötchen zu backen.
Bongu weist darauf hin, dass es auch ein vorzügliches Mehl für die Streuseltaler ist.
Die werde ich dann auch ausprobieren.
Muss ich evtl. die Flüssigkeitsmenge verändern?
Vielen Dank
Liebe Grüße
Angelika
Liebe Angelika,
eventuell einen Schluck mehr Milch in den Teig geben. Sonst passt alles!
Viele Grüße,
Sonja
Hallo Sonja,
Bongu empfiehlt das Mailänder Krusties Mehl für die Streuseltaler. Das möchte ich nun ausprobieren.
Muss ich evtl. die Flüssigkeitsmenge verändern?
Viele Grüße
Angelika
Liebe Angelika,
es kann sehr gut sein, dass du eine Schluck mehr Milch benötigst.
Herzlichst,
Sonja
Hallo Sonja,
tolles Rezept!
Für eine vegane Variante deines Rezeptes habe ich das Ei durch Sojamehl, die Butter durch Margarine und die Milch mit Sojamilch ersetzt.
Es ist super gelungen 🙂
Liebe Grüße,
Désirée
Klasse das freut mich! Wie hast du das gemacht mit dem Sojamehl? Wieviel hast du für ein Ein davon genommen zum Ersatz?
Herzlichst,
Sonja
Hallo Sonja,
habe am Sonntag dein Rezept ausprobiert. Der Hefeteig ließ sich super verarbeiten und war total fluffig. Jetzt würde ich gerne Faschingskrapfen backen (im Fett nicht im Ofen). Denkst du das geht mit diesem Teig auch?
In anderen Krapfenrezepten sind immer mindestens 2 Eier drin. Was würde das für einen Unterschied machen?
Lg
Regina
Liebe Regina,
ich denke eigentlich, dass es prima klappen sollte mit dem Teig.
Es gibt ja vegane Hefeteig, ganz ohne Ei. Der Teig muss einfach stimmig sein.
Du kannst mir gerne Rückmeldung geben, wie es geklappt hat. 🙂
Viele Grüße,
Sonja
Hallo Sonja
Meine Küche duftet ganz wunderbar! Kann ich die Taler denn auch einfrieren? Und wenn ja, mit oder ohne Guss?
Dankeschön und viele Grüsse, Bettina
Liebe Bettina,
die lassen sich super einfrieren, am besten ohne Guss. 🙂
Lass sie dir schmecken!
Herzlichst,
Sonja
Das ist das erste Mal, das ich ein Kommentar schreibe…diese Taler haben es verdient 🙂
Sehr lecker: sehr leicht, sehr fluffig. Viel besser als purer Hefeteig.
KÖSTLICH 😉
Dankeschön für dein nettes Feedback! 😊❤️
Liebe Sonja,
herzlichen Dank für dieses tolle Rezept.
Ich habe 4 Taler „leicht“ gefüllt. Der Rest wanderte in den TK.
Nun haben wir auch die ersten, frisch aufgetaut, gegessen. Einfach ein Genuss – wie alle Rezepte von Dir. Die wird es bei mir jetzt öfter auf Vorrat geben.
Viele liebe Grüße von Mimi
Die schauen aber auch lecker aus! 😍
Herzliche Grüße Sonja
Habe das Rezept ausprobiert. Im Ergebnis durchaus schmackhaft. Was mir nur überhaupt nicht einleuchtet: warum soll die Butter aus dem Kühlschrank sein? Sie verbindet sich in kaltem Zustand nur sehr schlecht mit dem Teig. Gleiches gilt für die Streusel, die lassen sich m.E. auch viel besser mit Butter auf Zimmertemperatur herstellen. Ich bin nur Hobbybäckerin, also lüftet für mich bitte das Geheimnis der kalten Butter!?
Hallo und vielen Dank für dein Feedback!
Die kalte Butter hat tatsächlich einen wichtigen Zweck im Rezept, um das optimale Teigergebnis zu erzielen. Wenn die Butter kühl ist (am besten aus der Kühlschranktür, also nicht hart), lässt sie sich in kleinen Stücken in den Teig gut einarbeiten, sodass die Teig- und Butterkonsistenz perfekt harmonieren. Das sorgt dafür, dass der Teig eine trockene Oberfläche behält und sich gleichmäßig verbindet.
Würde man hingegen Butter bei Zimmertemperatur verwenden, könnte die Teigmasse durch die weiche Butter zerfallen und eine schmierige Konsistenz bekommen. Dadurch verlängert sich auch die Knetzeit, was wiederum das Risiko des Überknetens birgt und die Teigstruktur negativ beeinflussen kann.
Ich hoffe, das erklärt das Geheimnis der kalten Butter! 😊
LG Sonja
Dieses Rezept habe ich schon so oft nachgebacken – mit LM oder nur mit Hefe, weil die Streuseltaler sooo lecker und flauschig weich sind. Ein rundum gelungenes Rezept mit Gelinggarantie.
Danke Dir!
Das freut mich sehr, vielen Dank für dein liebes Feedback!
LG Sonja
Sie sind gerade wieder in Arbeit. Da ich keinen LM mehr besitze, habe ich sie nun schon mehrfach mit meinem normalen Weizen Sauerteig gemacht. Ich finde keinen Unterschied. Beide Varianten sind super lecker und ich habe nur noch 2 verschiedene Sauerteige im Kühlschrank 🤗. Flüssigkeit passe ich dann nach Gefühl an. Wenn man das mehrfach gemacht hat, dann kennt man die richtige Konsistenz.
Hallo Sonja, ich mag deine Rezepte sehr.
Leider habe ich aber bei den Rezepten, in denen die Butter später zugegeben wird das Problem, diese nicht eingearbeitet zu bekommen. Meist entsteht eher eine Teig/ Butter Matsche, aber sie verbinden sich nicht. Hast du hierfür Tipps?
Hallo Katharina,
eventuell liegt das auch an deiner Küchenmaschine, dass sie etwas anders knetet als meine. Versuche gerne mal, die Butter nach und nach in kleinen Portionen beim Kneten zuzufügen und etwas eher damit anzufangen als im Rezept angegeben.
Die Butter sollte kühl, aber nicht hart sein. Ganz gut klappt das mit Butter, die in der Kühlschranktür gelagert wird.
Bei zimmerwarmer Butter kann der Teig schmierig und später weniger wollig werden – aber viele Wege führen nach Rom. Wenn es mit meinen Tipps nicht klappt, versuche es also gerne mal mit weicher Butter. Vielleicht passt das bei dir besser.
LG Sonja