Selbst gemachte Grissini zusammengebunden in einer Holzkiste.

Grissini einfach selber machen – mein Lieblingsrezept

Wie beim Italiener – nur besser!
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Vorbereitungszeit30 Minuten
Gesamtzeit3 Stunden 30 Minuten

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Inhaltsverzeichnis

Grissini backe ich seit Jahren selbst, weil sie einfach so viel besser schmecken als gekaufte. Knusprig und genau so gewürzt, wie ich es mag – ob Kräuter, Sesam oder etwas Parmesan. Ich bereite sie nach italienischer Art zu – mit einem einfachen, aber aromatischen Grundteig, wie er auch in vielen kleinen Bäckereien in Italien verwendet wird. Und ich zeige dir Schritt für Schritt, wie sie dir genauso gelingen.

Knusprige Grissini: meine 3 Geheimtipps für den perfekten Teig nach italienischer Art

Der Teig für authentische Grissini ist unkompliziert – aber ein paar Details machen den Unterschied:

Olivenöl ist Pflicht. Es sorgt für den typisch mediterranen Geschmack und macht die Stangen schön mürbe. Ich nehme etwa 20 g auf 400 g Mehl.

Hartweizengrieß (Semola) bringt den Crunch. Ein Anteil Semola im Teig – oder zum Wälzen der Stangen – gibt den Grissini diese typische, leicht sandige Knusprigkeit, die man von guten italienischen Brotstangen kennt.

Wenig Hefe, viel Geschmack. Mit nur 5 g Frischhefe und einer längeren Gehzeit (1,5–2 Stunden) entwickelt der Teig mehr Aroma. Wer es eilig hat, kann die Hefe verdoppeln und die Gehzeit halbieren – aber der Geschmack ist dann weniger komplex.

Noch aromatischer: Meine Variante mit Lievito Madre

Wer Lievito Madre im Kühlschrank hat, kann den Grissini ganz einfach noch mehr Aroma geben und nebenbei gleich super Reste verwerten. Die milde Säure des italienischen Sauerteigs passt perfekt zu italienischen Grissini und sorgt für eine besonders mürbe Krume.

So passt du das Rezept an:

  • 200 g Pizzamehl (statt 300 g)
  • 150 g Lievito Madre aus dem Kühlschrank (nicht aufgefrischt)
  • 140–160 g Wasser (statt 190–210 g)
  • 3 g frische Hefe (statt 5 g)

Die Zubereitung bleibt gleich. Die Gehzeit kann je nach Aktivität der LM etwas länger werden.

Mit flüssigem Sauerteig: Einfach 25 g mehr Mehl und 25 g weniger Wasser verwenden – perfekt auch für Sauerteigreste! Du hast noch Sauerteig übrig? Dann schau dir meine Rezepte für Sauerteig-Reste an.

Selbst gemachte Grissini zusammengebunden in einer Holzkiste.

Grissini backen: Meine Methode – so werden sie garantiert knusprig

Dünn rollen = knuspriger

Je dünner du die Stangen rollst, desto knuspriger werden sie. Dickere Grissini bleiben innen etwas weicher – auch lecker, aber nicht der italienische Klassiker.

Richtig durchbacken

Das ist der wichtigste Punkt: Grissini müssen komplett durchgebacken sein! Sonst werden sie nach dem Abkühlen pappig statt knusprig.

Meine Faustregel: Wenn du denkst, sie sind fertig – gib ihnen noch 2 Minuten. Lieber etwas dunkler als zu hell.

Nachtrocknen bei Restwärme: Wenn die Grissini nach der Backzeit (10–14 Minuten bei 220 °C Umluft) noch leicht weich sind: Backofen ausschalten, Tür einen Spalt öffnen (Kochlöffel einklemmen) und die Stangen bei Restwärme nachtrocknen lassen.

Der Gummiband-Effekt beim Formen

Kennst du das? Du rollst die Teigstränge aus und sie ziehen sich wieder zusammen. Das ist der „Gummiband-Effekt“ – der Teig braucht einfach eine kurze Pause.

Sonja Bauer mit einer Schürze und beim Brot formen hinter einem Holztisch mit einer Backsteinmauer im Hintergrund.
Selbst gemachte Grissini zusammengebunden in einer Holzkiste.
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Grissini selber machen

Außen knusprig, innen zart – der perfekte Snack für Antipasti, Buffet oder einfach so
Vorbereitung: 30 Minuten
Backzeit: 12 Minuten
Gesamtzeit: 3 Stunden 30 Minuten
25 Stück (je nach Größe)

Zutaten

Teig (Hauptrezept mit Hefe):

  • 300 g Pizzamehl Tipo 00 oder Weizenmehl Type 550
  • 100 g Hartweizenmehl - (Semola Rimacinata)
  • 190–210 g Wasser
  • 20 g Olivenöl
  • 5 g frische Hefe
  • 8–10 g Salz

Außerdem (optional)

  • 40 g frische Kräuter, fein gehackt - z. B. Bärlauch, Rosmarin, Thymian
  • Sesam, Schwarzkümmel oder Parmesan zum Wälzen

Zubereitung 

  • Wasser, Mehle und Hefe sowie ggf. Kräuter für 5–8 Minuten bei langsamer Geschwindigkeit mischen.
    Olivenöl und Salz hinzufügen, weitere 5–8 Minuten zu einem glatten, kompakten Teig kneten.
    Er sollte geschmeidig sein und nicht kleben und eine ähnliche Konsistenz haben wie Marzipanrohmasse.
    300 g Pizzamehl Tipo 00 oder Weizenmehl Type 550
    100 g Hartweizenmehl
    190–210 g Wasser
    20 g Olivenöl
    5 g frische Hefe
    40 g frische Kräuter, fein gehackt
    8–10 g Salz
    Gekneteter Teig für Grissini in einer Schüssel.
  • Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und abgedeckt 1,5–2 Stunden bei Raumtemperatur (20–22 °C) gehen lassen, bis er sich knapp verdoppelt hat.
    Aufgegangener Teig für Grissini in einer Schüssel.
  • Teig in ca. 20–25 g schwere Stücke teilen und zu länglichen Strängen rollen. Jetzt ggf. in Topping wälzen.
    Tipp: Falls sie sich zusammenziehen: 10–15 Minuten entspannen lassen, dann auf ca. 35 cm Länge ausrollen. Eine leicht feuchte, unbemehlte Arbeitsfläche oder Silikonmatte verhindert das Wegrutschen beim formen.
    Sesam, Schwarzkümmel oder Parmesan zum Wälzen
    Portionierter Teig für Grissini auf der bemehlten Arbeitsfläche.
  • Auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen.
    Geformte Grissini auf einem mit Backpapier belegtem Backblech.
  • Abgedeckt ca. 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
    Aufgegangene Grissini vor dem Backen auf einem mit Backpapier belegtem Backblech.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 220 °C Heißluft/Umluft (oder 240 °C Ober-/Unterhitze) für 10–14 Minuten backen – nach Sicht!
    Die Grissini müssen richtig durchgebacken sein, damit sie knusprig und mürbe werden.
    Danach vollständig auskühlen lassen, dann luftdicht aufbewahren.
    Frisch gebackene Grissini mit lockerer Krume.

Meine Tipps

Haltbarkeit: Luftdicht verpackt halten sich Grissini 1–2 Wochen
Aufknuspern: Falls sie weich werden: 5 Minuten bei 150 °C aufbacken
 

So geht’s im Thermomix

Teig:
  • Wasser, Mehle, Hefe und ggf. Kräuter in den Mixtopf geben, 5–6 Min. / Teigknetstufe kneten.
  • Olivenöl und Salz hinzufügen, nochmal 1 Min. / Teigknetstufe.
    Danach kurz von Hand durchkneten.
  • Stockgare, Formen, Stückgare und Backen wie oben beschrieben.

 

 

Variante mit Lievito Madre

Zutaten anpassen:
  • 200 g Pizzamehl Tipo 00 oder Weizenmehl Type 550
  • 100 g Hartweizenmehl (Semola)
  • 150 g Lievito Madre (aus dem Kühlschrank)
  • 140–160 g Wasser
  • 20 g Olivenöl
  • 3 g frische Hefe
  • 8–10 g Salz
Die Zubereitung bleibt gleich. Die Gehzeit kann je nach Aktivität der LM etwas länger dauern.
Mit flüssigem Sauerteig (TA 200): 25 g mehr Mehl und 25 g weniger Wasser verwenden.

Nährwerte pro Portion (ca.)

Kalorien: 65,4 kcal | Kohlenhydrate: 12,1 g | Eiweiß: 1,8 g | : 1 Stück
Lust auf mehr? Hier folgen passende Rezeptideen & hilfreiche Tipps.

Meine besten Grissini-Varianten, die du probieren musst

Das Schöne an Grissini: Du kannst sie endlos variieren. Hier sind meine Favoriten:

Im Teig (direkt einkneten):

  • Rosmarin – der Klassiker, passt zu allem
  • Getrocknete Tomaten – fein gehackt, bringt Farbe und Würze
  • Olivenstückchen – mediterran und herzhaft
  • Knoblauch – fein gerieben oder als Pulver

Außen rum (vor dem Backen wälzen):

  • Sesam – mein absoluter Favorit
  • Schwarzkümmel – nussig und optisch ein Hingucker
  • Grobes Meersalz – rustikal und lecker
  • Mohn – mild und hübsch
  • Parmesan – fein gerieben, wird beim Backen knusprig

So haftet das Topping: Die geformten Teigstränge vor dem Wälzen leicht mit Wasser bepinseln. Dann in Sesam, Mohn oder andere Saaten drücken.

Selbst gemachte Grissini zusammengebunden in einer Holzkiste.

Wie lange halten Grissini? So bewahrst du sie richtig auf

Gut durchgebackene Grissini halten sich wochenlang – vorausgesetzt, du lagerst sie richtig:

  • Luftdicht verpacken: Am besten in einer Blechdose oder einem verschließbaren Glas. Plastiktüten gehen auch, aber Dosen sind besser.
  • Trocken lagern: Feuchtigkeit ist der Feind. Nicht im Kühlschrank aufbewahren!
  • Weich geworden? Einfach 5 Minuten bei 150 °C im Ofen aufbacken oder kurz toasten – schon sind sie wieder knusprig.

Häufige Fragen zu Grissini

Warum werden meine Grissini nicht knusprig? 

 Meistens, weil sie nicht lange genug gebacken wurden. Grissini müssen komplett durchtrocknen. Lieber 2 Minuten länger backen oder bei Restwärme nachtrocknen lassen.

Kann ich die Grissini auch ohne Hartweizenmehl machen?

Ja, du kannst komplett Weizenmehl Type 550 oder Pizzamehl Tipo 00 nehmen. Die Grissini werden dann etwas weniger „sandig-knusprig“, schmecken aber trotzdem super.

Wie dick sollten die Stangen sein? 

Für klassisch knusprige Grissini: bleistiftdick bis maximal fingerdick. Dickere Stangen (ca. 1,5 cm) werden innen weicher – auch lecker, aber anders.

Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?

Ja! Den Teig nach dem Kneten abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag 30–60 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen, dann formen und backen.

Wozu passen Grissini am besten?

In Parmaschinken oder Serrano gewickelt
Zu Dips wie Aioli, Hummus oder Tzatziki
Auf der Käseplatte
Zu einem Glas Wein als Aperitivo
Als knuspriges Extra zur Suppe oder zum Salat

Grissini – der Snack, der immer geht

Grissini sind für mich der perfekte Snack – unkompliziert zu machen, lange haltbar und immer willkommen. Ob zum Aperitivo, auf dem Partybuffet oder einfach so zum Knabbern: Selbstgemacht schmecken sie einfach besser als alles, was du kaufen kannst. Kennst du eigentlich schon mein Brotchips Rezept? Das ist noch einfach und ideal um altbackenes Baguette oder Brötchen zu verwerten.

Hast du meine Grissini nachgebacken? Zeig mir dein Ergebnis auf Instagram und verlinke mich @cookieundco! Ich freu mich über dein Feedback in den Kommentaren.

Und wenn du Lust auf mehr Italien hast: Probier unbedingt meine fluffige Focaccia oder Sauerteig-Pizza!

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren und gutes Gelingen! Hast du eine Frage oder möchtest mir dein Feedback schicken? Schreib es mir einfach in die Kommentare – ich helfe dir gerne weiter!

Alles Liebe ,

Unterschrift Sonja
Bild von Hi, ich bin Sonja – internationale, prämierte Buchautorin und Ernährungsexpertin.
Hi, ich bin Sonja – internationale, prämierte Buchautorin und Ernährungsexpertin.

Hier gibt's erprobte Rezepte mit Fachwissen, das schmeckt: von der perfekten Brotkruste bis zum fluffigsten Kuchen. Tipps, die den Unterschied machen, und Rezepte, die garantiert gelingen. Schön, dass du da bist!

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17 Gedanken zu „Grissini einfach selber machen – mein Lieblingsrezept“

    1. Hallo Sonja,

      Ich würde gerne diese Grissini nachbacken. Ich habe li.co.li Sauerteig. Jetzt hab ich unten bei Notizen gelesen flüssig TA200 und LM T150 …was bedeutet das ? Brauche ich vom flüssigen Sauerteig 200g? Li.co.li ist 1:1:1
      Lg Katja

  1. Liebe Sonja,
    die Bärlauch-Grissini sind der Hit!!!
    Ich habe sie mit Sauerteig gemacht, ohne Bärlauch und mit. Ohne sind sie auch gut, mit Bärlauch umwerfend gut. Vielen Dank! Barbara

    1. Das freut mich riesig! Ich fand sie auch so lecker. Bestimmt macht sich Knoblauch und Rosmarin auch total gut. 🙂

      Viele Grüße,
      Sonja

  2. Hallo Sonja, es tut mit leid, aber das Rezept treibt mich in den Wahnsinn. Die Teile sind ganz schlecht zu rollen und die Konsistenz des Teiges gefällt mir gar nicht. Vor Jahren habe mal mal tolle Grissini hergestellt, deren Verarbeitung wesentlich einfacher und zügiger war. Dieses Rezept hier werde ich nicht nochmal probieren.

    1. Bisher hatte ich nur durchweg positives Feedback.
      Welches Mehl hast du denn genommen? Vielleicht passt da irgendwas nicht mit der Flüssigkeitsmenge.
      Wie du dem Beitrag entnehmen kannst, basiert es ja auf einem Rezept eines Blogger Kollegen. Ich habe die Verarbeitung als unkompliziert empfunden.

  3. Hallo Sonja,
    Ich hatte auch Tipo 00 und Hartweissenmehl. Vlt hätte der Teig etwas mehr Wasser gebrauchen können. Aber alleine dieses Rollen der Grissinis finde ich sehr aufwendig. Der Tipp mit dem feuchten Abwischen der Arbeitsplatte war hilfreich, aber trotzdem nichts für mich. Es freut mich aber, dass alle anderen mit dem Rezept zufrieden sind. Ich backe ja auch einige Rezepte von dir, die ich total super finde. Alles sehr subjektiv.
    Einen schönen Sonntag

  4. 5 Sterne
    Hallo, liebe Sonja,
    ich habe gestern zum ersten mal die Grissini nachgebacken. Alles hat super geklappt und die Grissini waren der Hit. Da ich nur die Hälfte der Menge verarbeitet habe, hat es etwas gedauert, bis sich das Öl mit dem Teig verbunden hatte. War aber kein Problem und das Formen ging super.
    Auch heute waren sie (3 Stängelchen konnte ich bis heute retten) noch schön knusprig
    Ich habe das Pizzamehl Tipo 00 von Bongu verarbeitet und für den Geschmack getrocknete, ital. Kräuter. Aber da werde ich noch einiges ausprobieren
    Vielen Dank für das Rezept und viele Grüße
    Anne

    1. Du kannst es entweder komplett als Schüttflüssigkeit nehmen oder besser eine festen Vorteig (Biga) statt Lievito Madre damit ansetzten.

  5. Hallo,
    ich bin Neuling und habe jetzt meinen ersten Sauerteig angesetzt, was super funktioniert hat, die Schoko-Muffins mit Sauerteig waren super lecker (da war ich erst skeptisch), kann ich den Sauerteigansatz also das Anstellgut aus dem Kühlschrank direkt mit rein geben? Im Rezept steht Lievito Madre? Kenne mich mit den Begriffen noch nicht so aus….
    Vielen Dank

    1. Hallo,

      ja, das geht. „Normaler Sauerteig“ enthält mehr Wasser als ein fester Lievito-Madre-Sauerteig.
      Wenn du 150 g von deinem Sauerteiganstellgut an den Teig gibst, benötigst du 25 g mehr Weizenmehl und 25 g weniger Wasser. Dann stimmt das Verhältnis wieder. 🙂

      LG Sonja

  6. 5 Sterne
    Also diese Grissini sind der absolute Hammer! Habe sie zum Abschluss der Bärlauch Saison gebacken, mit 550er Mehl und mich ansonsten genau ans Rezept gehalten, nur etwas grobes Meersalz vor dem backen darübergestreut. Der Teig war super einfach auf einer unbemehlten Silikonmatte zu verarbeiten. Zum Trocknen hab ich einfach die Restwärme des Ofens ausgenutzt. Ganz toll zum selbst knabbern und/ oder verschenken. Wird definitiv (wie mittlerweile ganz viele deiner Rezepte) ins Standardrepertoire aufgenommen. Ganz herzlichen Dank dafür!

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