
5 Tipps für Hefeteig, der immer aufgeht
Damit dein Zupfbrot nicht nur gut aussieht, sondern auch perfekt durchgebacken und fluffig wird, hier meine wichtigsten Tipps aus Jahren des Ausprobierens:
1. Kühles Wasser für die perfekte Teigtemperatur
Ich verwende kühles Wasser direkt aus der Leitung und nicht lauwarm, wie oft empfohlen. Der Grund: Beim Kneten entsteht ordentlich Reibungswärme. Startest du mit lauwarmer Flüssigkeit, wird der Teig schnell zu warm – er klebt dann und bekommt keine elastische Struktur, die später die Gärgase gut halten und ihn luftig machen kann. Mit kühlem Wasser bleibt alles geschmeidig und der Teig entwickelt sich optimal.
2. Ausreichend kneten
Ein gut gekneteter Teig ist das A und O. Erst wenn er sich geschmeidig vom Schüsselrand löst und seidig und elastisch wirkt, ist er fertig. Mit der Küchenmaschine dauert das etwa 15 Minuten.
3. Geduld bei der Gehzeit
Lass dem Teig genug Zeit! Bei Raumtemperatur (ca. 20–22 °C) braucht er etwa 1,5–2 Stunden, bis er sich verdoppelt hat. An einem warmen Ort (z. B. im leicht angewärmten Backofen) geht es deutlich schneller.
4. Nicht zu viel Mehl beim Formen
Zu viel Mehl macht den Teig trocken, es können unschöne Mehlnester entstehen und die Kräuterbutter haftet schlechter. Bemehle die Arbeitsfläche also nur leicht und arbeite zügig.
5. Die richtige Temperatur beim Backen
Starte bei 200 °C und reduziere nach dem Einschieben auf 180 °C. So bekommt das Brot einen guten Ofentrieb und wird trotzdem innen gar.
Noch mehr Tipps habe ich für dich in meinem Hefeteig Grundrezept zusammengestellt und wenn mal nicht klappt, hier gibt’s Hilfe: Hefeteig geht nicht auf? Die 7 häufigsten Ursachen, Soforthilfe & Tipps

Die beste Kräuterbutter fürs Zupfbrot – mein Rezept
Vergiss die fertige Rolle aus dem Supermarkt! Für dieses Brot lohnt sich das Selbermachen wirklich.
Meine Grundmischung (für 1 Zupfbrot):
- 130 g Butter, weich (zimmerwarm!)
- 1–2 Knoblauchzehen, fein gepresst
- 1 Schalotte, fein gehackt (alternativ ½ TL Zwiebelpulver)
- ca. ½ Bund frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Basilikum – gerne gemischt)
- ½ TL Salz oder Kräutersalz
- 1 Prise Pfeffer
So geht’s: Alle Zutaten gründlich vermengen und mindestens 1–2 Stunden durchziehen lassen. Je länger, desto intensiver der Geschmack.
Wichtig: Die Butter muss richtig weich sein! Harte Butter zerreißt dir beim Verstreichen den feinen Hefeteig. Also rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen.
Variations-Ideen:
- Pizza-Style: Rotes Pesto und etwas geriebener Parmesan statt Kräuterbutter
- Tomate-Mozzarella: Tomatenbutter verstreichen und Mozzarella-Schnipsel mit einrollen
- Knoblauch pur: Nur Butter mit viel Knoblauch – für echte Knofi-Fans
- Mit Käse: Vor dem Rollen zusätzlich 100–150 g geriebenen Käse aufstreuen (lieben wir sehr!)


Schnelles Zupfbrot mit Kräuterbutter
Empfohlenes Zubehör
- 1 runde Backform (Ø 23–26 cm)
Zutaten
Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 260–280 g Wasser - kühl
- 15 g frische Hefe
- 5 g Zucker
- 10 g Salz
- 40 g Olivenöl
- 100–150 g geriebener Käse - optional
Kräuterbutter
- 130 g sehr weiche Butter
- 1–2 Knoblauchzehen - optional
- 1 Schalotte - alternativ ½ TL Zwiebelpulver
- ca. ½ Bund frische Kräuter nach Wahl - z. B. Petersilie, Schnittlauch, Basilikum
- ½ TL Salz oder Kräutersalz
- 1 Prise Pfeffer
- Alternativ: ca. 150 g gekaufte Kräuter- oder Knoblauchbutter
Zubereitung
Kräuterbutter vorbereiten
- Kräuter und Schalotte fein hacken. Den Knoblauch durch eine Presse drücken oder fein reiben.1 Schalotteca. ½ Bund frische Kräuter nach Wahl1–2 Knoblauchzehen
- Die weiche Butter mit Kräutern, Schalotte, Knoblauch, Salz und Pfeffer gründlich vermischen.130 g sehr weiche Butter
- Mindestens 1–2 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen – so entfalten sich die Aromen richtig gut.½ TL Salz oder Kräutersalz1 Prise Pfeffer
Hefeteig zubereiten
- Hefe, Wasser und Zucker in der Rührschüssel kurz verrühren.15 g frische Hefe5 g Zucker260–280 g Wasser
- Mehl hinzufügen und etwa 10 Minuten auf niedriger Stufe vermengen. Dann ca. 5–8 Minuten auf höherer Stufe zu einem glatten Teig kneten.500 g Weizenmehl Type 550
- Olivenöl und Salz zugeben und weitere 2 Minuten kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist.40 g Olivenöl10 g Salz


1. Teigruhe (Stockgare)
- Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen und abgedeckt 1,5–2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.Übernacht-Variante: Ca. 30 Minuten bei Zimmertemperatur angehen lassen, dann abgedeckt 10–12 Stunden im Kühlschrank (5 °C) reifen lassen. Vor der Weiterverarbeitung mindestens 60 Minuten akklimatisieren.


Formen
- Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (ca. 40 × 50 cm) ausrollen.
- Die weiche Kräuterbutter gleichmäßig bis in die Ecken verstreichen. Nach Wunsch mit geriebenem Käse bestreuen.Alternativ: ca. 150 g gekaufte Kräuter- oder Knoblauchbutter100–150 g geriebener Käse
- Von der langen Seite her straff aufrollen. Die Rolle in ca. 24–28 Scheiben schneiden.


- Die Röllchen mit der Schnittfläche nach oben nebeneinander in die gefettete Form setzen. Keine Sorge bei Lücken – der Teig geht noch auf!


2. Teigruhe (Stückgare) & Backen
- Abgedeckt 60–90 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen (an einem warmen Ort 30–45 Minuten).


- Rechtzeitig den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Vor dem Einschieben großzügig mit Wasser besprühen oder nach dem Einschießen schwaden. Zupfbrot in den heißen Ofen geben und die Temperatur sofort auf 180 °C reduzieren. Ca. 30 Minuten goldbraun backen.Tipp: Wird die Oberfläche zu dunkel, nach 20 Minuten locker mit Alufolie abdecken.


Meine Tipps
So geht’s im Thermomix
Kräuterbutter- Kräuter, Knoblauch und die halbierte Schalotte in den Mixtopf geben: 5 Sek. / Stufe 5.
- Mit dem Spatel nach unten schieben, nochmals 5 Sek. / Stufe 5 zerkleinern.
- Butter, Salz und Pfeffer hinzufügen: 30 Sek. / Stufe 5.
- Mindestens 1–2 Stunden durchziehen lassen.
- Hefe, Wasser und Zucker in den Mixtopf geben: 2 Min. / Stufe 2 vermischen.
- Mehl hinzufügen: 4 Min. / Teigknetstufe.
- Öl und Salz zugeben: 1 Min. / Teigknetstufe.
- Weiter wie oben beschrieben: Stockgare, Formen, Stückgare und Backen.
Variante mit Lievito Madre
Meine absolute Lieblingsvariante! Der Geschmack wird aromatischer und das Brot hält sich länger frisch.Mit Hefe + LM (einfache Umstellung)
- 435 g Weizenmehl Type 550
- 225–245 g Wasser (kühl)
- 5 g frische Hefe
- 100 g Lievito Madre (aufgefrischt)
- 5 g Zucker
- 10 g Salz
- 40 g Olivenöl
Teig ohne Hefe (nur LM)
- 400 g Weizenmehl Type 550
- 210–230 g Wasser (kühl)
- 150 g Lievito Madre (aktiv)
- 5 g Zucker
- 10 g Salz
- 40 g Olivenöl
- Stockgare: 3–4 Stunden bei Raumtemperatur, bis sich der Teig etwa verdoppelt hat.
- Stückgare: ca. 2 Stunden , bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.
- Übernachtgare (meine Lieblingsmethode): Nach dem Kneten ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, dann abgedeckt über Nacht (10–12 Stunden) im Kühlschrank reifen lassen. Morgens ca. 60 Minuten akklimatisieren, dann formen und wie gewohnt weiter.
Nährwerte pro Portion (ca.)
Wie falte ich Zupfbrot richtig? So mache ich es seit Jahren
Während mein klassisches Kräuterfaltenbrot wie eine Ziehharmonika gefaltet wird, machen wir es uns hier noch einfacher, wir rollen es wie Zimtschnecken auf. Und das Ergebnis sieht aus wie ein wunderschöner Blumenstrauß!
Schritt für Schritt:
- Ausrollen: Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck ausrollen (ca. 40 × 50 cm).
- Bestreichen: Die weiche Kräuterbutter gleichmäßig bis in die Ecken verstreichen. Wer mag, streut jetzt noch Käse drüber.
- Aufrollen: Rolle den Teig von der langen Seite her straff auf, wie bei einem Strudel.
- Schneiden: Schneide die Rolle mit einem scharfen Messer oder Küchenzwirn in ca. 4–5 cm breite Scheiben.
- Schichten: Setze die Schnecken mit der Schnittkante nach oben locker nebeneinander in die gefettete Form.
Mein Tipp zur Formgröße: Für die Menge im Rezept passt eine runde Backform oder Springform (23–26 cm) am besten. Du kannst auch eine Kastenform nehmen – dann die Röllchen einfach nebeneinander legen.






Wie backt man Zupfbrot perfekt? Außen knusprig, innen weich
Das ist die Königsdisziplin – und mit diesen Tipps gelingt es dir garantiert:
Vor dem Backen:
- Stückgare einhalten: Nach dem Formen nochmal 60–90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. An einem warmen Ort reichen 30–45 Minuten.
- Nicht zu eng einschichten: Gib den Röllchen Platz! Der Hefeteig braucht Raum für den Ofentrieb. Locker gelegt wird es am fluffigsten.
Beim Backen:
- Vorheizen: Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen
- Schwaden: Vor dem Einschieben das Brot großzügig mit Wasser besprühen oder direkt beim Backbeginn schwaden – das gibt eine knusprigere Kruste
- Temperatur senken: Nach dem Einschieben auf 180 °C Ober-/Unterhitze reduzieren
- Backzeit: Ca. 30–40 Minuten backen
Wenn es oben zu dunkel wird:
Durch die Butter bräunt das Brot oben schneller als innen. Mein Trick: Nach etwa 20 Minuten locker mit Alufolie oder Backpapier abdecken. So wird es nicht zu dunkel, aber innen perfekt gar.


Kräuter-Zupfbrot mit Lievito Madre – meine liebste Variante
Ich gebe es zu: Meine absolute Lieblingsvariante ist die mit Lievito Madre. Der Geschmack wird aromatischer und das Brot hält sich länger frisch.
So funktioniert die Umstellung:
- Zum schnellen Hefeteig: Zusätzlich 100 g aufgefrischte Lievito Madre in den Teig geben. Die Hefe kannst du dann auf 5 g reduzieren und das Mehl um ca. 65 g und das Wasser um ca. 35 g
- Komplett ohne Hefe: Ersetze die Hefe durch ca. 150 g aktive LM und reduziere das Mehl um ca. 100 g und das Wasser um ca. 50 g
Wichtig bei LM: Plane längere Gehzeiten ein! Die Stockgare dauert dann eher 3–4 Stunden bei Raumtemperatur. Oder – meine Lieblingsmethode – du machst eine Übernachtgare im Kühlschrank: Nach dem Kneten ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, dann über Nacht (ca.10-12 Stunden) im Kühlschrank kalt stellen. morgens akklimatisieren lassen (ca. 60 Min.) und dann formen.
Warum ich diese Variante so liebe:
- Der Geschmack ist nochmal eine Stufe aromatischer
- Das Brot bleibt länger frisch
- Perfekt für alle, die sowieso LM im Kühlschrank haben
- Die Übernachtgare ist super praktisch für (Grill-) Partys
- Spart am Backtag viel Zeit
Häufige Fragen zum Kräuter-Zupfbrot
Ja, und das ist sogar genial! Du hast zwei Möglichkeiten:
Übernachtgare (mein Favorit): Bereite das Brot komplett vor (bis die Röllchen in der Form sind), decke es ab und stelle es über Nacht in den Kühlschrank. Morgens rausholen, 30–60 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen und dann backen. Perfekt für stressfreie Grillpartys!
Vorbacken: Du kannst das Brot auch zu etwa 2/3 vorbacken und am nächsten Tag fertig backen. Im Kühlschrank lagern.
Ja! Am besten noch lauwarm einfrieren, dann bleibt es am saftigsten. Zum Servieren vollständig auftauen lassen und nochmal 5–10 Minuten im Ofen bei 180 °C aufknuspern – schmeckt wie frisch gebacken!
Zum Grillen – der absolute Klassiker!
Zu Salaten – perfekt für leichte Sommergerichte
Als Vorspeise – mit verschiedenen Dips
Zum Brunch – macht ordentlich Eindruck
Einfach pur – zu einem Glas Wein
Durch die viele Kräuterbutter bleibt das Zupfbrot extrem saftig und schmeckt auch am nächsten Tag noch toll – kurz aufgetoastet fast wie frisch!
Zupfbrot mit Kräuterbutter – der Star auf jedem Buffet
Ob auf dem Party-Buffet, als Beilage zum Grillen, zum Salat oder einfach pur zum Wein – dieses Kräuter-Zupfbrot macht glücklich. Es sieht toll aus, schmeckt fantastisch und ist viel einfacher gemacht, als es aussieht. Probier es aus und erzähl mir in den Kommentaren, welche Füllung du gewählt hast! Für Gäste zaubere ich neben dem Zupfbrot auch immer gerne meine luftige Focaccia oder das Pizza Zupfbrot – vielleicht sind diese Rezept ja auch was für dich.
Du hast mein Zupfbrot nachgebacken? Zeig mir dein Ergebnis auf Instagram @cookieundco – ich freu mich drauf!
Alles Liebe,






6 Gedanken zu „Zupfbrot mit Kräuterbutter – mein bestes, einfaches Partybrot“
Ich habe mal eine Frage:
Wenn man keinen LM hat, steht hier z.B. dann 5g Hefe hinzu.
Aber es sollten 100g LM sein, muss ich die restlichen 95g durch Wasser und Mehl ersetzen oder bleiben die einfach weg?
Gruß aus dem Sauerland
Falk
Bei manchen Rezepte reicht einfach 5 g Hefe statt dessen zu nehmen.
Um ganz korrekt zu sein, könnten auch zusätzlich etwa 65 g Mehl und 35 g Schüttflüssigkeit in den Hauptteig gegeben werden.
Viel Grüße,
Sonja
Hallo,
ich bin seit gut einem Monat fast täglich auf deinem Blog und habe schon einige Rezepte nachgebacken – bei Brot und Brötchen mit sehr leckeren Ergebnissen. Vielen, vielen Dank dafür!
Nun würde ich gern dieses recht schnelle Rezept zum Grillen backen. Ich habe aber (noch) keine LM, dafür ein recht aktives und mildes Weizen-ASG (soweit ich das als Sauerteig-Anfängerin beurteilen kann…). Kann ich dieses (und andere Rezepte) mit meinem ASG statt LM machen und wenn ja, muss ich dann am Rezept etwas verändern? Ich würde die Flüssigkeitszugabe etwas reduzieren, da das ASG ja flüssiger ist als eine LM, aber reicht das?
Danke und liebe Grüße
Genau, du kannst einfach die Flüssigkeit entsprechend reduzieren oder deinen Sauerteig vorher fester füttern. 🙂
Herzlichst,
Sonja
Hallo Sonja,
meinst du, es ist möglich, dass ich das Zupfbrot am Backtag nur vorbacke und am Tag danach dann erst fertig?
Liebe Grüße
Jenni
Hallo Jenni,
einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Das geht ja bei Brötchen und Brot auch.
Würde es etwa 2/3 fertig backen und dann im Kühlschrank lagern bis zum nächsten Tag.
LG Sonja