Warum dieses Rezept wirklich „Omas bester Butterkuchen“ ist
Viele Rezepte sparen an der Butter oder lassen den Teig austrocknen. Bei diesem Butterkuchen vom Blech machen wir keine Kompromisse:
Der Sahne-Trick: Das ist das Geheimnis! Die flüssige Sahne zieht in den heißen Hefeteig ein und sorgt dafür, dass er auch nach 3 Tagen noch schmeckt wie frisch gebacken.
Die perfekte Kruste: Die Kombination aus Butterflöckchen, Zucker und gehobelten Mandeln karamellisiert im Ofen zu einer knackigen Schicht.
Gelingsicherer Hefeteig: Wir nutzen mein bewährtes Hefeteig-Grundrezept, das immer gelingt – fluffig, weich und aromatisch. Dort findest du noch mehr Tipps und Hintergrundwissen rund um perfekten Hefeteig.
Der Hefeteig: Die Basis für Omas Butterkuchen
Damit der Butterkuchen so schmeckt wie früher bei Oma, verwenden wir keinen mageren Teig, sondern einen sogenannten „schweren Hefeteig“. Durch den Anteil an Butter und Zucker wird die Krume besonders zart, aromatisch und „wollig“. Wichtig ist hier die Konsistenz: Der Teig darf und soll ruhig etwas weicher sein als beispielsweise bei einem Zopf. Nur so lässt er sich später entspannt auf dem Blech ausbreiten und geht im Ofen herrlich locker auf.




Omas bester Butterkuchen vom Blech
Empfohlenes Zubehör
- 1 Tiefes Backblech oder Fettpfanne (ca. 30 × 40 cm bis 35 × 43 cm)
Zutaten
Für den Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 280 – 300 g kalte Milch
- 15 g frische Hefe - ode 5 g Trockenhefe
- 60 g Zucker
- 10 g Vanillezucker
- 1 Ei - Gr. M
- 5 g Salz
- 80 g Butter - kühl, nicht hart, in Stücken
Für den Belag
- 150 g Butter - kalt, in kleinen Stückchen
- 110 g Zucker
- 10 g Vanillezucker
- 100 g Mandelblättchen
Zum Tränken (nach dem Backen)
- 120 ml flüssige Sahne - Schlagsahne
Zubereitung
Hefeteig zubereiten
- Die Hefe in der kalten Milch auflösen, dann Mehl, Zucker, Vanillezucker sowie das Ei hinzufügen.Auf langsamer Stufe ca. 10 Minuten kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist.280 – 300 g kalte Milch15 g frische Hefe60 g Zucker10 g Vanillezucker1 Ei500 g Weizenmehl Type 550
- Das Salz zugeben, 5–8 Min weiter kneten, dabei die Butter nach und nach mit einkneten. Der Teig ist fertig, wenn der Teig elastisch uns seidig. (Fensterprobe zeigt, ob der Teig fertig ist, Ziel-Teigtemperatur: max. 24–26 °C)5 g Salz80 g Butter


Stockgare (1. Teigruhe)
- Same-Day: Teig abgedeckt 1,5–2 Std. bei Raumtemperatur (20–22 °C) reifen lassen, bis er sich mindestens verdoppelt hat. Über Nacht (Kaltgare): Teig abgedeckt 10–12 Std. im Kühlschrank (ca. 5–6 °C) reifen lassen. Am Backtag 60 Min. bei Raumtemperatur akklimatisieren.


Formen & Stückgare (2. Teigruhe)
- Ein tiefes Backblech (ca. 30 × 40 cm) einfetten oder mit Backpapier belegen. Den Teig auf das Blech geben und schonend mit den Händen darauf ausbreiten. Abgedeckt etwa 60 Min. bei Raumtemperatur aufgehen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.


Belegen & Backen
- Backofen rechtzeitig auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen.
- Mit einem bemehlten Kochlöffelstiel (oder dem Daumen) viele kleine, tiefe Mulden in den gegangenen Teig drücken. Trau dich, richtig tief zu drücken!


- Die kalte Butter in Flöckchen in die Mulden verteilen. Gleichmäßig mit Zucker und Mandelblättchen bestreuen.Im vorgeheizten Ofen 20–25 Minuten goldgelb backen.150 g Butter110 g Zucker10 g Vanillezucker100 g Mandelblättchen


Der Sahne-Guss
- Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und sofort (noch heiß!) die flüssige Sahne gleichmäßig über den gesamten Kuchen gießen. (Sie zieht sofort ein.)120 ml flüssige Sahne


- Etwas auskühlen lassen und genießen. Am allerbesten schmeckt er noch lauwarm.
Meine Tipps
- Der Sahne-Trick: Das ist das Geheimnis für Omas besten Butterkuchen! Die Sahne sorgt für Feuchtigkeit und macht die Kruste noch etwas karamelliger. Der Kuchen bleibt so auch nach 2–3 Tagen noch saftig wie frisch gebacken.
- Einfrieren: Klappt wunderbar! Schneide den Kuchen in Stücke und friere sie mit Backpapier-Trennschichten ein. Zum Auftauen kurz bei 150 °C in den Ofen oder im Toaster aufbacken.
- Blechgröße: Die genaue Größe ist nicht entscheidend. Magst du ihn dicker? Nimm ein kleineres Blech. Magst du ihn knuspriger und dünner? Roll ihn auf einem größeren Blech (bis 35 × 43 cm) flach aus – dann die Backzeit um 2–3 Minuten verkürzen.
Zubereitung mit dem Thermomix
- Alle Zutaten (außer Salz und Butter) in den Mixtopf geben: 5 Min. / Teigknetstufe.
- Salz zugeben und die Butter portionsweise durch die Deckelöffnung hinzufügen: 3–4 Min. / Teigknetstufe weiter kneten.
- Weiter wie oben beschrieben: Stockgare, aufs Blech, Stückgare, belegen, backen, mit Sahne tränken.
Nährwerte pro Portion (ca.)
So entstehen die typischen Butterkuchen-Mulden
Das Wichtigste beim Butterkuchen vom Blech sind die tiefen Mulden – sie sind die kleinen Reservoirs für das pure Glück! Nachdem der Teig auf dem Blech gegangen ist, drückst du mit einem Kochlöffelstiel (oder dem Daumen) viele kleine Vertiefungen in den Teig. Trau dich ruhig, tief zu drücken! In diese Mulden kommen die kalten Butterflöckchen. Beim Backen schmilzt die Butter, verbindet sich mit dem Zucker und zieht tief in den Teig ein.
Die Guss: Warum die Sahne den Unterschied macht
Das ist der alte Trick für Omas besten Butterkuchen: Die Sahne sorgt für Fett und Feuchtigkeit. Sie verhindert, dass der Hefeteig beim Abkühlen austrocknet und macht die Kruste noch etwas karamelliger.
Wichtig: Die Sahne muss auf den heißen Kuchen – direkt aus dem Ofen! So zieht sie sofort ein und verteilt sich gleichmäßig. Probier es aus, du wirst nie wieder ein anderes Rezept wollen.


Aufbewahrung & Einfrieren: So mach ich’s immer
Bei Zimmertemperatur: Gut abgedeckt (z. B. unter einer Kuchenglocke oder in einer Dose) hält sich der Butterkuchen 2–3 Tage frisch – dank des Sahne-Tricks sogar länger als die meisten anderen Hefekuchen. Bitte nicht in den Kühlschrank stellen, dort wird er schneller trocken und die Kruste verliert ihren Biss.
Einfrieren: Butterkuchen lässt sich hervorragend einfrieren! Schneide ihn am besten in einzelne Stücke und friere sie mit Backpapier-Trennschichten in einer Dose ein. So kannst du dir immer genau so viel auftauen, wie du gerade brauchst. Hält sich im Gefrierfach etwa 2–3 Monate.
Aufwärmen: Am besten schmeckt Butterkuchen lauwarm! Gefrorene Stücke kannst du direkt (ohne Auftauen) bei 120–150 °C in den vorgeheizten Ofen geben, dann brauchen sie etwa 10 Minuten.
Abwechslung auf dem Blech: Leckere Varianten
Omas Klassiker schmeckt pur am besten, aber manchmal darf es auch etwas Abwechslung sein. Hier sind meine liebsten Ideen, um den Butterkuchen abzuwandeln:
- Fruchtig: Drücke vor dem Backen kleine Stücke von Aprikosen, Pflaumen oder Äpfeln mit in die Mulden. Die Säure der Früchte harmoniert perfekt mit der süßen Kruste.
- Würziger: Mische etwas Zimt unter den Zucker für den Belag. Zimt-Zucker-Butterkuchen ist besonders in der kalten Jahreszeit ein Traum!
- Nussig: Statt Mandeln kannst du auch gehackte Walnüsse oder Haselnüsse verwenden. Das gibt einen kräftigeren Biss und einen nussigeren Geschmack.
- Ohne Hefe? Wenn es mal ganz schnell gehen muss, kannst du diesen Belag (Butter-Zucker-Mandel) auch auf einem Quark-Öl-Teig backen. Er wird nicht ganz so fluffig wie das Hefe-Original, ist aber eine schnelle Alternative.


Häufige Fragen zu Omas Butterkuchen
Ja, das klappt wunderbar! Schneide ihn am besten in Stücke und friere sie in einer Dose mit Backpapier-Trennschichten ein. Zum Auftauen einfach kurz bei 150 °C in den Ofen geben oder im Toaster aufbacken – schmeckt wie frisch gebacken.
Ob frische Hefe oder Trockenhefe ist egal, beides funktioniert. Als Faustregel gilt: Von Trockenhefe brauchst du nur etwa ein Drittel der Menge. Für dieses Rezept also ca. 5 g Trockenhefe statt 15 g frischer Hefe. Der Vorteil von Trockenhefe: Sie ist lange haltbar und immer griffbereit. Frische Hefe bringt dafür ein etwas feineres, milchiges Aroma mit, das ich bei süßem Gebäck besonders mag.
Das ist der alte Trick für Omas besten Butterkuchen: Die Sahne sorgt für Fett und Feuchtigkeit. Sie verhindert, dass der Hefeteig beim Abkühlen austrocknet und macht die Kruste noch etwas karamelliger.
Die genaue Größe ist nicht entscheidend. Ein Standard-Backblech oder eine Fettpfanne (ca. 30 × 40 cm) sind ideal. Magst du ihn dicker? Nimm ein etwas kleineres Blech oder roll ihn nicht ganz bis zum Rand aus. Magst du ihn knuspriger und dünner? Roll ihn auf einem großen Blech (bis 35 × 43 cm) flach aus – achte dann darauf, die Backzeit um 2–3 Minuten zu verkürzen.
Butterkuchen wie bei Oma – dein neuer Lieblingskuchen?
Für mich ist dieser Butterkuchen pures Soulfood. Er erinnert mich an Sonntagnachmittage bei meiner Oma, an den Duft von frischem Hefeteig und das Gefühl, wenn man das erste noch lauwarme Stück vom Blech stibitzt. Genau so muss Butterkuchen schmecken: buttrig, saftig und mit dieser unwiderstehlichen karamelligen Kruste.
Das Schöne an diesem Rezept: Du kannst den Teig wunderbar am Vorabend vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Morgen nur noch aufs Blech, belegen und backen – perfekt für entspannte Sonntagsfrühstücke oder wenn sich spontan Besuch ankündigt.
Lust auf mehr Hefegebäck? Dann probier doch auch mal meinen Hefe-Streuselkuchen vom Blech oder die Apfeltaschen aus Hefeteig. Und wenn du noch tiefer ins Thema einsteigen willst, findest du in meinem Hefeteig-Grundrezept alle Tipps und Tricks für perfekten Hefeteig – auch über Nacht.
Hast du Omas besten Butterkuchen nachgebacken? Ich bin gespannt, was du zum Sahne-Trick sagst!





