Warum dieses Granola besser ist als gekauftes
Kein Palmfett: Die meisten Supermarkt-Müslis setzen auf billiges Palmfett für die Bindung. Hier kommt hochwertiges Kokosöl zum Einsatz, das beim Abkühlen fest wird und für den Crunch sorgt.
Weniger Zucker: Du bestimmst selbst, wie süß es wird. Meine Version ist deutlich weniger süß als gekauftes Granola, der Geschmack kommt von den Nüssen und dem Ahornsirup.
Volle Kontrolle: Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse? Kokosraspel oder Kokoschips? Zimt oder Vanille? Du entscheidest.

Der Eiklar-Trick: Weniger Fett, mehr Crunch
Viele Granola-Rezepte arbeiten mit viel Öl oder Butter für die Bindung. Das Problem: Das Müsli wird schnell fettig und pappig.
Meine Lösung: Eiklar übernimmt einen Teil der Bindung. Das Eiweiß umhüllt die Flocken und Nüsse, härtet beim Backen aus und sorgt für diese knusprigen Cluster, die beim Reinbeißen so schön krachen.
Der Bonus: Eiklar ist praktisch pures Protein. So wird dein Frühstück automatisch eiweißreicher, ohne dass du Proteinpulver brauchst.
Perfekte Resteverwertung: Nach dem Backen von Brioche, Hefezopf oder wenn du nur Eigelb für Carbonara gebraucht hast, wandert das übrige Eiweiß einfach ins Granola.
Die Zutaten im Überblick
Basis: Haferflocken (grob) oder Dinkelflocken bilden das Fundament. Grobe Flocken werden knuspriger als feine.
Nüsse: Haselnüsse sind mein Favorit, weil sie beim Rösten so aromatisch werden. Aber auch Mandeln, Walnüsse oder Cashews funktionieren.
Extras: Kokosraspel oder Kokoschips, gepuffter Amaranth für Leichtigkeit, Sesam für Biss.
Süße: Ahornsirup karamellisiert schön und bringt Geschmack. Kokosblütenzucker oder brauner Zucker verstärken den Effekt. Wer es weniger süß mag, reduziert einfach die Menge.
Gewürze: Zimt ist klassisch, Vanille gibt Tiefe. Geheimtipp: Eine Prise geriebene Tonkabohne macht das Granola unwiderstehlich.


Schritt für Schritt zum perfekten Crunch
1. Flüssige Zutaten schmelzen Kokosöl, Ahornsirup und Zucker bei mittlerer Hitze schmelzen, bis alles flüssig ist. Nicht kochen!
2. Trockene Zutaten mischen Haferflocken, Nüsse, Kokosraspel und Gewürze in einer großen Schüssel vermischen.
3. Eiklar zuletzt Die geschmolzene Mischung zu den trockenen Zutaten geben, gut verrühren. Dann erst das Eiklar unterheben und nur kurz mischen. Nicht zu viel rühren, sonst werden die Cluster zu klein.
4. Gleichmäßig verteilen Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Die Masse leicht andrücken für größere Cluster.
5. Backen mit Geduld Bei 170 °C Heißluft (190 °C Ober-/Unterhitze) ca. 30 bis 35 Minuten backen. Ein- bis zweimal vorsichtig wenden für gleichmäßige Bräunung.
6. Komplett auskühlen lassen Das ist der wichtigste Schritt! Die Cluster werden erst beim Abkühlen richtig knusprig. Nicht vorher anfassen oder umfüllen.
Varianten für mehr Abwechslung
Schoko-Crunch: 2 EL Backkakao zur trockenen Mischung geben. Nach dem Abkühlen zuckerfreie Schokodrops untermischen.
Frucht-Mix: Gefriergetrocknete Beeren (Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren) erst nach dem Abkühlen untermischen. Frische Früchte würden das Granola weich machen.
Weihnachtlich: 1 TL Spekulatiusgewürz statt Zimt, dazu eine Prise Nelkenpulver. Nach dem Abkühlen ein paar gehackte gebrannte Mandeln und Orangeat untermischen.
High Protein: 30 g Haferflocken durch neutrales Proteinpulver ersetzen. Für Sportler und alle, die mehr Eiweiß wollen.


Granola selber machen – Knuspriges Nuss-Crunchy
Empfohlenes Zubehör
- 1 Backblech (ca. 30 × 40 cm)
Zutaten
Trockene Zutaten
- 300 g grobe Haferflocken - oder Dinkelflocken
- 160 g Haselnüsse - grob gehackt oder ganz
- 30 g Kokosraspel oder Kokoschips
- 20 g gepuffter Amaranth - optional
- 20 g Sesam - optional
Flüssige Zutaten & Süße
- 40 g Kokosöl
- 50 g Ahornsirup
- 50 g Kokosblütenzucker - oder brauner Zucker
- 2 Eiweiß - ca. 60 g
Gewürze
- 1 – 2 TL Zimt
- 1 TL Vanilleextrakt - oder 1 Msp. gemahlene Vanille
- 2 Prisen Salz
- 1 – 2 Prisen geriebene Tonkabohne - optional
Zubereitung
Vorbereitung
- Backofen auf 170 °C Heißluft (190 °C Ober-/Unterhitze) vorheizen.Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Masse zubereiten
- Kokosöl, Ahornsirup und Kokosblütenzucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Dabei rühren, bis alles flüssig ist.40 g Kokosöl50 g Ahornsirup50 g Kokosblütenzucker1 TL Vanilleextrakt
- Haferflocken, Nüsse, Kokosraspel, Amaranth, Sesam und Gewürze in einer großen Schüssel vermischen.300 g grobe Haferflocken160 g Haselnüsse30 g Kokosraspel oder Kokoschips20 g gepuffter Amaranth20 g Sesam1 – 2 TL Zimt2 Prisen Salz1 – 2 Prisen geriebene Tonkabohne
- Die geschmolzene Mischung über die trockenen Zutaten gießen und gut verrühren.
- Eiweiß hinzufügen und nur kurz untermischen.2 Eiweiß
Backen
- Die Masse auf dem vorbereiteten Blech verteilen und leicht andrücken.Im vorgeheizten Ofen 30 bis 35 Minuten backen. Nach 15 und 25 Minuten vorsichtig wenden für gleichmäßige Bräunung.
- Das Granola auf dem Blech komplett auskühlen lassen. Erst dann in Stücke brechen.
Meine Tipps
- Aufbewahrung: Luftdicht verschlossen und trocken gelagert 3 bis 4 Wochen haltbar.
- Für größere Cluster: Die Masse auf dem Blech leicht andrücken und nach dem Backen nicht rühren. Erst nach dem Auskühlen in Stücke brechen.
- Weniger süß: Zucker auf 30 g reduzieren, Ahornsirup auf 40 g.
- Variante Schoko: 2 EL Backkakao zur trockenen Mischung geben. Schokodrops erst nach dem Abkühlen untermischen.
- Ohne Eiklar: Dann 60 bis 80 g Kokosöl verwenden statt 40 g.
So geht’s im Thermomix
- Kokosöl, Ahornsirup und Zucker in den Mixtopf geben. 4 Min. | 50 °C | Stufe 1 schmelzen.
- Alle trockenen Zutaten in den Mixtopf geben, Eiweiß zuletzt. 1,5 Min. | Stufe 2 | Linkslauf vermischen.
- Mit dem Spatel nachhelfen und auf das Blech geben.
Nährwerte pro Portion (ca.)
Häufige Fragen zum Granola selber machen
Du hast entweder zu viel gerührt oder das Granola zu früh bewegt. Für schöne Cluster: Die Masse auf dem Blech leicht andrücken und nach dem Backen komplett auskühlen lassen, bevor du es in Stücke brichst. Das Eiklar härtet erst beim Abkühlen aus.
Die Temperatur war zu hoch oder die Backzeit zu lang. Nüsse (besonders Haselnüsse) reagieren empfindlich auf Hitze. Reduziere beim nächsten Mal auf 150 °C oder verkürze die Backzeit.
Restfeuchtigkeit ist der Feind. Das Granola muss wirklich komplett ausgekühlt und knochentrocken sein, bevor du es luftdicht verschließt. Tipp: Ein kleiner Beutel Silicagel (lebensmittelecht) im Vorratsglas hält die Feuchtigkeit fern.
Ja, dann brauchst du aber mehr Öl (ca. 60 bis 80 g statt 40 g). Das Ergebnis wird etwas weniger knusprig und hat mehr Fett.
Luftdicht verschlossen und trocken gelagert 3 bis 4 Wochen. Im Kühlschrank sogar länger.
a, Honig funktioniert genauso. Er karamellisiert etwas schneller, also die Backzeit im Auge behalten.
Mit zertifiziert glutenfreien Haferflocken ja. Normale Haferflocken können Spuren von Gluten enthalten.


Dein selbstgemachtes Granola: Besser als gekauft
Einmal ausprobiert, wirst du kein Supermarkt-Müsli mehr kaufen wollen. Du weißt genau, was drin ist, kannst es nach deinem Geschmack anpassen und hast immer eine sinnvolle Verwendung für übrig gebliebenes Eiklar.
Mehr Ideen für dein Frühstück:
- Mein Saatenbrot ohne Mehl ist die Low-Carb-Variante für die Brotzeit.
- Und für süße Frühstücks-Fans: Meine Müsli Cookies sind perfekt für unterwegs.
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4 Gedanken zu „Granola selber machen: Knuspriges Nuss-Crunchy mit weniger Fett“
Könnte man das auch in einer Heißluftfriteuse machen? Die dreht das ja von selbst
Kann ich mir schon vorstellen. Würde es einfach mal testen. LG Sonja
Liebe Sonja, so schön ins Bild gesetzt, habe ich Dein Rezept sogleich ausprobiert. Und Du hast nicht zu viel versprochen. Das Nuss-Crunchy schmeckt sehr gut, ist kernig im Biss und nicht zu süß. Ein wirkliches Vergnügen fürs Frühstück oder mal zwischendurch, wenn die Kräfte aufgetankt werden müssen. Auch als Seelentröster ist es gewiss nicht zu verachten… In einem Glas als Geschenk verpackt wird es sicher auch bestens ankommen.. Ich freue mich über jedes neu Rezept von Dir, danke und grüße herzlich
Herzliche Dank für dein super liebes und tolles Feedback. Freut mich sehr, das dir mein Crunchy so gut schmeckt. Ich mag es auch sehr gerne – nicht nur zum Frühstück. Viele liebe Grüße, Sonja