Nuss-Crunchy in einem Glas.

Granola selber machen: Knuspriges Nuss-Crunchy mit weniger Fett

Selbstgemachtes Knuspermüsli mit Kokosöl & meinem Trick für extra Crunch
Rezept von Sonja
Noch keine Bewertungen
Vorbereitungszeit10 Minuten
Zubereitungszeit35 Minuten
Gesamtzeit45 Minuten

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Inhaltsverzeichnis

Kennst du das? Im Supermarkt steht "Knuspermüsli" drauf, aber auf der Zutatenliste findest du Palmfett, Glukosesirup und Aromen. Muss nicht sein. Dieses Nuss-Crunchy machst du in 10 Minuten selbst, weißt genau was drin ist und es schmeckt besser als alles Gekaufte. Mein Trick: Statt viel Öl sorgt Eiklar für die Bindung. Das spart Fett, bringt Protein und macht die Cluster richtig knusprig. Perfekt, wenn du nach dem Backen von Hefezopf oder Brioche Eiweiß übrig hast.

Warum dieses Granola besser ist als gekauftes

Kein Palmfett: Die meisten Supermarkt-Müslis setzen auf billiges Palmfett für die Bindung. Hier kommt hochwertiges Kokosöl zum Einsatz, das beim Abkühlen fest wird und für den Crunch sorgt.

Weniger Zucker: Du bestimmst selbst, wie süß es wird. Meine Version ist deutlich weniger süß als gekauftes Granola, der Geschmack kommt von den Nüssen und dem Ahornsirup.

Volle Kontrolle: Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse? Kokosraspel oder Kokoschips? Zimt oder Vanille? Du entscheidest.

Nuss-Crunchy in einem Glas.

Der Eiklar-Trick: Weniger Fett, mehr Crunch

Viele Granola-Rezepte arbeiten mit viel Öl oder Butter für die Bindung. Das Problem: Das Müsli wird schnell fettig und pappig.

Meine Lösung: Eiklar übernimmt einen Teil der Bindung. Das Eiweiß umhüllt die Flocken und Nüsse, härtet beim Backen aus und sorgt für diese knusprigen Cluster, die beim Reinbeißen so schön krachen.

Der Bonus: Eiklar ist praktisch pures Protein. So wird dein Frühstück automatisch eiweißreicher, ohne dass du Proteinpulver brauchst.

Perfekte Resteverwertung: Nach dem Backen von Brioche, Hefezopf oder wenn du nur Eigelb für Carbonara gebraucht hast, wandert das übrige Eiweiß einfach ins Granola.

Die Zutaten im Überblick

Basis: Haferflocken (grob) oder Dinkelflocken bilden das Fundament. Grobe Flocken werden knuspriger als feine.

Nüsse: Haselnüsse sind mein Favorit, weil sie beim Rösten so aromatisch werden. Aber auch Mandeln, Walnüsse oder Cashews funktionieren.

Extras: Kokosraspel oder Kokoschips, gepuffter Amaranth für Leichtigkeit, Sesam für Biss.

Süße: Ahornsirup karamellisiert schön und bringt Geschmack. Kokosblütenzucker oder brauner Zucker verstärken den Effekt. Wer es weniger süß mag, reduziert einfach die Menge.

Gewürze: Zimt ist klassisch, Vanille gibt Tiefe. Geheimtipp: Eine Prise geriebene Tonkabohne macht das Granola unwiderstehlich.

Nuss-Crunchy in einem Glas.

Schritt für Schritt zum perfekten Crunch

1. Flüssige Zutaten schmelzen Kokosöl, Ahornsirup und Zucker bei mittlerer Hitze schmelzen, bis alles flüssig ist. Nicht kochen!

2. Trockene Zutaten mischen Haferflocken, Nüsse, Kokosraspel und Gewürze in einer großen Schüssel vermischen.

3. Eiklar zuletzt Die geschmolzene Mischung zu den trockenen Zutaten geben, gut verrühren. Dann erst das Eiklar unterheben und nur kurz mischen. Nicht zu viel rühren, sonst werden die Cluster zu klein.

4. Gleichmäßig verteilen Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Die Masse leicht andrücken für größere Cluster.

5. Backen mit Geduld Bei 170 °C Heißluft (190 °C Ober-/Unterhitze) ca. 30 bis 35 Minuten backen. Ein- bis zweimal vorsichtig wenden für gleichmäßige Bräunung.

6. Komplett auskühlen lassen Das ist der wichtigste Schritt! Die Cluster werden erst beim Abkühlen richtig knusprig. Nicht vorher anfassen oder umfüllen.

Varianten für mehr Abwechslung

Schoko-Crunch: 2 EL Backkakao zur trockenen Mischung geben. Nach dem Abkühlen zuckerfreie Schokodrops untermischen.

Frucht-Mix: Gefriergetrocknete Beeren (Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren) erst nach dem Abkühlen untermischen. Frische Früchte würden das Granola weich machen.

Weihnachtlich: 1 TL Spekulatiusgewürz statt Zimt, dazu eine Prise Nelkenpulver. Nach dem Abkühlen ein paar gehackte gebrannte Mandeln und Orangeat untermischen.

High Protein: 30 g Haferflocken durch neutrales Proteinpulver ersetzen. Für Sportler und alle, die mehr Eiweiß wollen.

Nuss-Crunchy in einem Glas.
Noch keine Bewertungen

Granola selber machen – Knuspriges Nuss-Crunchy

Selbstgemachtes Knuspermüsli mit Kokosöl und Eiklar: Weniger Fett, mehr Crunch und garantiert ohne Palmfett.
Rezept von Sonja
Vorbereitung: 10 Minuten
Zubereitung: 35 Minuten
Gesamtzeit: 45 Minuten

Empfohlenes Zubehör

  • 1 Backblech (ca. 30 × 40 cm)
1 Backblech (ca. 600 g)

Zutaten

Trockene Zutaten

  • 300 g grobe Haferflocken - oder Dinkelflocken
  • 160 g Haselnüsse - grob gehackt oder ganz
  • 30 g Kokosraspel oder Kokoschips
  • 20 g gepuffter Amaranth - optional
  • 20 g Sesam - optional

Flüssige Zutaten & Süße

  • 40 g Kokosöl
  • 50 g Ahornsirup
  • 50 g Kokosblütenzucker - oder brauner Zucker
  • 2 Eiweiß - ca. 60 g

Gewürze

  • 1 – 2 TL Zimt
  • 1 TL Vanilleextrakt - oder 1 Msp. gemahlene Vanille
  • 2 Prisen Salz
  • 1 – 2 Prisen geriebene Tonkabohne - optional

Zubereitung 

Vorbereitung

  • Backofen auf 170 °C Heißluft (190 °C Ober-/Unterhitze) vorheizen.
    Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Masse zubereiten

  • Kokosöl, Ahornsirup und Kokosblütenzucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Dabei rühren, bis alles flüssig ist.
    40 g Kokosöl
    50 g Ahornsirup
    50 g Kokosblütenzucker
    1 TL Vanilleextrakt
  • Haferflocken, Nüsse, Kokosraspel, Amaranth, Sesam und Gewürze in einer großen Schüssel vermischen.
    300 g grobe Haferflocken
    160 g Haselnüsse
    30 g Kokosraspel oder Kokoschips
    20 g gepuffter Amaranth
    20 g Sesam
    1 – 2 TL Zimt
    2 Prisen Salz
    1 – 2 Prisen geriebene Tonkabohne
  • Die geschmolzene Mischung über die trockenen Zutaten gießen und gut verrühren.
  • Eiweiß hinzufügen und nur kurz untermischen.
    2 Eiweiß

Backen

  • Die Masse auf dem vorbereiteten Blech verteilen und leicht andrücken.
    Im vorgeheizten Ofen 30 bis 35 Minuten backen. Nach 15 und 25 Minuten vorsichtig wenden für gleichmäßige Bräunung.
  • Das Granola auf dem Blech komplett auskühlen lassen. Erst dann in Stücke brechen.

Meine Tipps

  • Aufbewahrung: Luftdicht verschlossen und trocken gelagert 3 bis 4 Wochen haltbar.
  • Für größere Cluster: Die Masse auf dem Blech leicht andrücken und nach dem Backen nicht rühren. Erst nach dem Auskühlen in Stücke brechen.
  • Weniger süß: Zucker auf 30 g reduzieren, Ahornsirup auf 40 g.
  • Variante Schoko: 2 EL Backkakao zur trockenen Mischung geben. Schokodrops erst nach dem Abkühlen untermischen.
  • Ohne Eiklar: Dann 60 bis 80 g Kokosöl verwenden statt 40 g.
 

So geht’s im Thermomix

  1. Kokosöl, Ahornsirup und Zucker in den Mixtopf geben. 4 Min. | 50 °C | Stufe 1 schmelzen.
  2. Alle trockenen Zutaten in den Mixtopf geben, Eiweiß zuletzt. 1,5 Min. | Stufe 2 | Linkslauf vermischen.
  3. Mit dem Spatel nachhelfen und auf das Blech geben.

Nährwerte pro Portion (ca.)

Kalorien: 3202,5 kcal | Kohlenhydrate: 338,5 g | Eiweiß: 77,1 g | Fett: 186 g | : 1 Blech
Lust auf mehr? Hier folgen passende Rezeptideen & hilfreiche Tipps.

Häufige Fragen zum Granola selber machen

Warum bildet mein Müsli keine Cluster?

Du hast entweder zu viel gerührt oder das Granola zu früh bewegt. Für schöne Cluster: Die Masse auf dem Blech leicht andrücken und nach dem Backen komplett auskühlen lassen, bevor du es in Stücke brichst. Das Eiklar härtet erst beim Abkühlen aus.

Warum schmecken die Nüsse bitter?

Die Temperatur war zu hoch oder die Backzeit zu lang. Nüsse (besonders Haselnüsse) reagieren empfindlich auf Hitze. Reduziere beim nächsten Mal auf 150 °C oder verkürze die Backzeit.

Mein Granola wird nach ein paar Tagen weich. Was mache ich falsch?

Restfeuchtigkeit ist der Feind. Das Granola muss wirklich komplett ausgekühlt und knochentrocken sein, bevor du es luftdicht verschließt. Tipp: Ein kleiner Beutel Silicagel (lebensmittelecht) im Vorratsglas hält die Feuchtigkeit fern.

Kann ich das Eiklar weglassen?

Ja, dann brauchst du aber mehr Öl (ca. 60 bis 80 g statt 40 g). Das Ergebnis wird etwas weniger knusprig und hat mehr Fett.

Wie lange hält das Granola?

Luftdicht verschlossen und trocken gelagert 3 bis 4 Wochen. Im Kühlschrank sogar länger.

Kann ich auch Honig statt Ahornsirup nehmen?

a, Honig funktioniert genauso. Er karamellisiert etwas schneller, also die Backzeit im Auge behalten.

Ist das Granola glutenfrei?

Mit zertifiziert glutenfreien Haferflocken ja. Normale Haferflocken können Spuren von Gluten enthalten.

Nuss-Crunchy in einem Glas.

Dein selbstgemachtes Granola: Besser als gekauft

Einmal ausprobiert, wirst du kein Supermarkt-Müsli mehr kaufen wollen. Du weißt genau, was drin ist, kannst es nach deinem Geschmack anpassen und hast immer eine sinnvolle Verwendung für übrig gebliebenes Eiklar.

Mehr Ideen für dein Frühstück:

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren und gutes Gelingen! Hast du eine Frage oder möchtest mir dein Feedback schicken? Schreib es mir einfach in die Kommentare – ich helfe dir gerne weiter!

Alles Liebe ,

Unterschrift Sonja
Bild von Hi, ich bin Sonja – internationale, prämierte Buchautorin und Ernährungsexpertin.
Hi, ich bin Sonja – internationale, prämierte Buchautorin und Ernährungsexpertin.

Hier gibt's erprobte Rezepte mit Fachwissen, das schmeckt: von der perfekten Brotkruste bis zum fluffigsten Kuchen. Tipps, die den Unterschied machen, und Rezepte, die garantiert gelingen. Schön, dass du da bist!

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Inhalt

4 Gedanken zu „Granola selber machen: Knuspriges Nuss-Crunchy mit weniger Fett“

  1. Liebe Sonja, so schön ins Bild gesetzt, habe ich Dein Rezept sogleich ausprobiert. Und Du hast nicht zu viel versprochen. Das Nuss-Crunchy schmeckt sehr gut, ist kernig im Biss und nicht zu süß. Ein wirkliches Vergnügen fürs Frühstück oder mal zwischendurch, wenn die Kräfte aufgetankt werden müssen. Auch als Seelentröster ist es gewiss nicht zu verachten… In einem Glas als Geschenk verpackt wird es sicher auch bestens ankommen.. Ich freue mich über jedes neu Rezept von Dir, danke und grüße herzlich

    1. Herzliche Dank für dein super liebes und tolles Feedback. Freut mich sehr, das dir mein Crunchy so gut schmeckt. Ich mag es auch sehr gerne – nicht nur zum Frühstück. Viele liebe Grüße, Sonja

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