Selbst gemachter Tzaziki in einer Keramikschale mit Gurke und Oliven getoppt.

Tzatziki selber machen: Cremig, würzig und garantiert nicht wässrig

Der griechische Klassiker mit Joghurt, frischer Gurke & viel Knoblauch!
Rezept von Sonja
Noch keine Bewertungen
Vorbereitungszeit15 Minuten
Gesamtzeit1 Stunde 45 Minuten

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Inhaltsverzeichnis

Tzatziki gehört für mich zum Sommer wie Grillkohle und laue Abende. Aber mal ehrlich: Wie oft steht nach einer Stunde eine wässrige Pfütze auf dem Teller, weil der Dip auseinanderfällt? Das muss nicht sein. Mit dem richtigen Joghurt und einer gut entwässerten Gurke bleibt dein Tzatziki cremig und standfest. Hier zeige ich dir, wie es funktioniert.

Warum Tzatziki oft wässrig wird (und wie du das vermeidest)

Das Problem kennen viele: Der Dip sieht nach dem Anrühren perfekt aus, aber eine Stunde später schwimmt alles in Flüssigkeit. Die Ursache ist fast immer dieselbe: Die Gurke wurde nicht richtig entwässert.

Gurken bestehen zu über 95% aus Wasser. Wenn du sie einfach raspelst und unterrührst, zieht das Salz im Joghurt nach und nach die Flüssigkeit raus. Das Ergebnis: Suppe statt Dip.

So vermeidest du das:

  • Gurke raspeln, mit Salz mischen und mindestens 30 Minuten im Sieb abtropfen lassen
  • Danach in ein sauberes Küchentuch geben und fest auswringen
  • Wirklich fest. Es sollte kein Tropfen mehr rauskommen.

Der zweite häufige Fehler: zu magerer Joghurt. Fett bindet und stabilisiert. Mit 1,5% Joghurt wird das nichts.

Selbst gemachter Tzaziki in einer Keramikschale mit Gurke und Oliven getoppt.

Der richtige Joghurt macht den Unterschied

Für echtes Tzatziki brauchst du griechischen Joghurt mit 10% Fett. Kein Naturjoghurt, kein Magerquark, kein Skyr. Der Fettgehalt sorgt für die cremige Textur und verhindert, dass der Dip wässrig wird.

Wenn du keinen griechischen Joghurt bekommst, kannst du alternativ 300 g Vollmilchjoghurt mit 200 g Schmand mischen. Das kommt dem Ergebnis nahe, ist aber etwas schwerer.

Was nicht funktioniert:

  • Joghurt mit 1,5% oder 3,5% Fett: zu dünn, wird wässrig
  • Magerquark: zu fest, schmeckt säuerlich
  • Skyr: zu dick, falsches Mundgefühl

Wenn du den Joghurt noch cremiger haben willst, kannst du ihn vorher 1 bis 2 Stunden in einem Passiertuch abtropfen lassen. Das ist aber optional

So bereitest du die Gurke richtig vor

Die Gurke entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Enden abschneiden (die können bitter sein)
  2. Längs halbieren und Kerne rauskratzen mit einem Löffel. Das Kerngehäuse enthält besonders viel Wasser.
  3. Grob raspeln mit einer Küchenreibe
  4. Mit 1 TL Salz mischen und in ein Sieb geben
  5. Mindestens 30 Minuten abtropfen lassen, besser eine Stunde
  6. In ein Küchentuch geben und fest auswringen

Bei einer durchschnittlichen Salatgurke (ca. 400 g) bleiben nach dem Auspressen etwa 200 bis 250 g Gurkenraspel übrig. Das ist normal und gewollt.

Tipp: Ich nehme gerne Bio-Gurken, dann kann die Schale dran bleiben. Das sieht nicht nur hübscher aus, sondern enthält auch mehr Nährstoffe.

Selbst gemachter Tzaziki in einer Keramikschale mit Gurke und Oliven getoppt.
Noch keine Bewertungen

Tzatziki selber machen

Beschreibung: Cremiger griechischer Joghurt-Dip mit frischer Gurke und viel Knoblauch. Richtig entwässert wird er garantiert nicht wässrig. Passt zu Gegrilltem, Fladenbrot oder einfach zum Dippen.
Rezept von Sonja
Vorbereitung: 15 Minuten
Wartezeit: 1 Stunde 30 Minuten
Gesamtzeit: 1 Stunde 45 Minuten
6 Portionen

Zutaten

  • 500 g griechischer Joghurt - 10% Fett
  • 1 Salatgurke - ca. 350 bis 400 g
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • 1 – 2 EL Olivenöl - ca. 20 g
  • 1 EL Weißweinessig oder Zitronensaft - ca. 10 g
  • 1 TL Salz + mehr zum Abschmecken
  • Pfeffer
  • 1 Prise Zucker - optional

Optional:

  • Frischer Dill oder Minze
  • Etwas abgeriebene Zitronenschale

Zubereitung 

Gurke vorbereiten:

  • Gurke waschen, Enden abschneiden.
    Längs halbieren und das Kerngehäuse mit einem Löffel herauskratzen.
    Die Gurke grob raspeln.
    1 Salatgurke
  • Mit 1 TL Salz vermischen und in ein Sieb geben.
    Mindestens 30 Minuten, besser 1 Stunde abtropfen lassen.
    Die Gurkenraspel in ein sauberes Küchentuch geben und fest auswringen, bis keine Flüssigkeit mehr austritt.
    1 TL Salz + mehr zum Abschmecken

Tzatziki anrühren:

  • Knoblauch schälen, Keim entfernen und fein reiben oder pressen.
    Knoblauch mit etwas Salz zu einer feinen Paste verreiben.
    2 – 3 Knoblauchzehen
  • Joghurt mit Knoblauchpaste, Olivenöl, Essig (oder Zitronensaft), Pfeffer und der Prise Zucker verrühren.
    Nach Belieben noch etwas abgeriebener Zitronenschale unterrühren.
    500 g griechischer Joghurt
    1 – 2 EL Olivenöl
    1 EL Weißweinessig oder Zitronensaft
    Pfeffer
    1 Prise Zucker
    Etwas abgeriebene Zitronenschale
  • Die ausgedrückte Gurke unterheben. Mit Salz abschmecken.
    Optional: Fein gehackte Kräuter unterrühren.
    Frischer Dill oder Minze

Durchziehen lassen:

  • Abgedeckt für 1 bis 2 Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank stellen.
    Vor dem Servieren nochmals abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.

Meine Tipps

  • Gurke wirklich gut auspressen: Das ist der wichtigste Schritt. Zu viel Restfeuchtigkeit = wässriger Dip.
  • 10% Fett-Joghurt verwenden: Weniger Fett = weniger Bindung = wässrig.
  • Zeit geben: Nach 2 Stunden schmeckt der Dip besser als frisch angerührt. Der Knoblauch wird milder und die Aromen verbinden sich.
  • Haltbarkeit: Im Kühlschrank hält sich Tzatziki gut abgedeckt 2 bis 3 Tage.
 

So geht’s im Thermomix:

  1. Optional: Dill oder Minze in den Mixtopf geben, 3 bis 5 Sek. / Stufe 8 zerkleinern. Umfüllen.
  2. Gurke vorbereiten: Enden abschneiden, längs halbieren, Kerne entfernen. Gurke in groben Stücken in den Mixtopf geben, 5 Sek. / Stufe 4.
  3. In das Garkörbchen umfüllen, mit 1 TL Salz mischen. Mindestens 30 Minuten abtropfen lassen, dann in einem Küchentuch fest auswringen.
  4. Joghurt, Knoblauch (ganz oder vorher gepresst), Olivenöl, Essig, Pfeffer und Zucker in den Mixtopf geben, 10 Sek. / Stufe 3.
  5. Ausgedrückte Gurke und ggf. Kräuter hinzufügen, mit dem Spatel unterheben. Abschmecken und mindestens 1 bis 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Nährwerte pro Portion (ca.)

Kalorien: 73 kcal | Kohlenhydrate: 4,9 g | Eiweiß: 8,7 g | Fett: 1,9 g | : 1 Portion
Lust auf mehr? Hier folgen passende Rezeptideen & hilfreiche Tipps.

Knoblauch, Säure und die Prise Zucker

Tzatziki lebt von der Balance zwischen cremigem Joghurt, frischer Gurke und kräftigem Knoblauch. Hier die Details zu den restlichen Zutaten:

Knoblauch: 2 bis 3 Zehen für 500 g Joghurt sind ein guter Ausgangspunkt. Wer es milder mag, nimmt weniger. Wichtig: Den grünen Keim in der Mitte entfernen, falls vorhanden. Der macht den Knoblauch scharf und schwer verdaulich.

Am besten den Knoblauch fein reiben oder durch die Presse drücken und dann mit etwas Salz zu einer Paste verreiben. So verteilt sich das Aroma gleichmäßig und du beißt nicht auf Stückchen.

Säure: Hier scheiden sich die Geister. Manche schwören auf Zitronensaft, andere auf Weißweinessig. Beides funktioniert. Ich nehme meist 1 EL Weißweinessig, weil er etwas runder schmeckt als Zitrone. Die Säure ist wichtig, um den fetten Joghurt auszubalancieren.

Die Prise Zucker: Klingt erstmal seltsam in einem herzhaften Dip, aber eine kleine Prise Zucker (wirklich nur eine Messerspitze) rundet den Geschmack ab. Der Zucker hebt die anderen Aromen, ohne dass der Dip süß schmeckt. Das machen übrigens auch viele griechische Restaurants so.

Olivenöl: 1 bis 2 EL gutes Olivenöl machen den Dip geschmeidig und bringen eine leichte Fruchtigkeit mit.

Selbst gemachter Tzaziki in einer Keramikschale mit Gurke und Oliven getoppt.

Warum Tzatziki Zeit braucht

Frisch angerührt schmeckt Tzatziki schon gut, aber nach 1 bis 2 Stunden im Kühlschrank ist er deutlich besser. Der Knoblauch verliert seine aggressive Schärfe und wird runder, die Aromen verbinden sich.

Noch besser: Über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Tag schmeckt der Dip am intensivsten.

Vor dem Servieren: Nochmal abschmecken. Durch die Ziehzeit kann sich die Würzung verändern, manchmal braucht es noch eine Prise Salz.

Varianten nach Geschmack

Das Grundrezept ist bewusst klassisch gehalten. Hier ein paar Abwandlungen:

Mit Kräutern: Frischer Dill oder Minze passen hervorragend. Fein hacken und kurz vor dem Servieren unterrühren. Dill macht den Dip etwas nordischer, Minze bringt Frische.

Mit Zitronenschale: Ein wenig fein geriebene Bio-Zitronenschale gibt dem Tzatziki eine zusätzliche Frische-Note. Sparsam dosieren, sonst wird es seifig.

Weniger Fett: Du kannst griechischen Joghurt mit 2% Fett verwenden, aber der Dip wird deutlich dünner und weniger cremig. Für eine Party, wo er schnell gegessen wird, geht das. Zum längeren Stehenlassen nicht ideal.

Vegan: Ungesüßter Sojajoghurt (die festere Sorte, ähnlich wie griechischer Joghurt) funktioniert als Basis. Der Geschmack ist anders, aber als vegane Alternative durchaus brauchbar. Gut würzen, da Sojajoghurt weniger Eigengeschmack hat.

Häufige Fragen zu Tzatziki

Warum wird mein Tzatziki wässrig?

Fast immer liegt es an der Gurke: Entweder wurde sie nicht lange genug gesalzen oder nicht fest genug ausgedrückt. Auch zu magerer Joghurt (unter 10% Fett) führt zu einem instabilen Dip.

Welcher Joghurt ist der richtige?

Griechischer Joghurt mit 10% Fett. Kein Naturjoghurt, kein Magerquark. Das Fett sorgt für Cremigkeit und Stabilität.

Gehört Essig oder Zitrone ins Tzatziki?

Beides ist möglich und authentisch. Weißweinessig schmeckt etwas runder, Zitronensaft frischer. Ich bevorzuge Essig, aber das ist Geschmackssache.

Wie viel Knoblauch ist richtig?

2 bis 3 Zehen auf 500 g Joghurt sind ein guter Richtwert. Wer es milder mag, nimmt weniger. Wichtig: Den grünen Keim entfernen, das macht den Knoblauch bekömmlicher.

Kann ich Tzatziki vorbereiten?

Ja, sogar empfehlenswert. Nach 1 bis 2 Stunden (oder über Nacht) schmeckt er besser. Der Knoblauch wird milder, die Aromen verbinden sich.

Wie lange hält Tzatziki im Kühlschrank?

Gut abgedeckt 2 bis 3 Tage. Vor dem Servieren umrühren und ggf. nachwürzen.

Was mache ich, wenn der Dip trotzdem zu flüssig ist?

Im Nachhinein schwer zu retten. Du kannst versuchen, etwas abgetropften Joghurt oder Schmand unterzurühren. Für das nächste Mal: Gurke länger salzen und fester auspressen.

TzatzikiDer Klassiker, der zu fast allem passt

Tzatziki ist bei uns das ganze Jahr über im Einsatz: zum Grillen, zu Gyros, als Dip für Gemüsesticks oder einfach auf frischem Brot. Einmal richtig gemacht, schmeckt er so viel besser als jede Fertigvariante aus dem Kühlregal.

Passt dazu:

Wie machst du deinen Tzatziki am liebsten? Mit Dill, Minze oder ganz klassisch? Schreib es mir in die Kommentare!

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren und gutes Gelingen! Hast du eine Frage oder möchtest mir dein Feedback schicken? Schreib es mir einfach in die Kommentare – ich helfe dir gerne weiter!

Alles Liebe ,

Unterschrift Sonja
Bild von Hi, ich bin Sonja. Ernährungsexpertin, Backbuchautorin und seit 10 Jahren Foodbloggerin.
Hi, ich bin Sonja. Ernährungsexpertin, Backbuchautorin und seit 10 Jahren Foodbloggerin.

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Inhalt

3 Gedanken zu „Tzatziki selber machen: Cremig, würzig und garantiert nicht wässrig“

  1. Der Weißweinessig gehört da nicht rein. Einen Schuss Olivenöl, Zitronensaft und sicher etwas Dill. Die Gurke ist bei mir nie nach 30 Minuten inkl. Salz abgetropft – das dauert sicher eine Stunde.

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