5 Gründe, warum du dieses Saatenbrot selber backen solltest
Dieses Brot ist ein echter Sattmacher, wenn’s besonders kernig und schnell gehen soll. Hier verrate ich dir, warum es so gut funktioniert:
1. Echte Nährstoffbombe: Jede Scheibe liefert gesunde Omega-3-Fettsäuren (aus Leinsamen/Nüssen) und hochwertiges Eiweiß. Das gibt Energie statt „Fresskoma“.
2. Low Carb & Keto: Mit fast keinen Kohlenhydraten hält es den Blutzuckerspiegel stabil – ideal, um Heißhunger zu vermeiden.
3. Super bekömmlich: Glutenfrei und hefefrei – kein Blähbauch, einfach nur gutes Bauchgefühl.
4. Blitzschnell: 5 Minuten rühren, 1 Stunde backen. Perfekt für alle, die keine Zeit für Sauerteig-Pflege haben.
5. Resteverwertung: Dein Vorratsschrank entscheidet! Haselnüsse, Mandeln, Kürbiskerne? Alles darf rein.

Die Zutaten: Das Baukasten-Prinzip für dein Saatenbrot
Das Geniale an diesem Rezept: Es funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip. Einmal verstanden, kannst du es immer wieder neu variieren!
Das Prinzip: Bindung + Füllmasse
- Die Bindung: Vielleicht fragst du dich, wie ein Brot ganz ohne Mehl stabil bleibt? Das Geheimnis liegt in der Emulsion aus Eiern und Öl. Die Eier liefern nicht nur wertvolles Protein, sondern werden für dieses Rezept richtig schaumig geschlagen. Das sorgt für eine überraschende Fluffigkeit im Teig. Zusammen mit dem Öl – das übrigens gesunde ungesättigte Fettsäuren liefert – entsteht dein natürlicher „Kleber“. Er umschließt alle Nüsse und Kerne und sorgt dafür, dass dein Brot saftig bleibt und beim Aufschneiden nicht zerbröselt.
- Die Füllmasse: 500 g pure Nüsse, Kerne und Saaten. Hier kannst du komplett nach deinem Geschmack variieren!
Meine Lieblings-Mischung (Beispiel für Einsteiger)
Hier ist eine bewährte Mischung, die geschmacklich perfekt harmoniert. Du kannst sie aber jederzeit anpassen:
- 50 g Leinsamen: Sie sind wichtig für die Bindung (da sie quellen) und regen die Verdauung an. Ob ganz oder geschrotet ist Geschmackssache – geschrotet werden die Nährstoffe besser aufgenommen.
- 50 g Chiasamen: Die kleinen Power-Samen sind voll mit Omega-3 und bilden ein Gel, das das Brot saftig hält.
- 100 g Nüsse: Hier entscheidet dein Geschmack! Walnüsse geben ein herbes Aroma, Mandeln schmecken mild und Haselnüsse bringen den extra Crunch. Grob gehackt ist hier am besten.
- 200 g Sonnenblumenkerne: Sie bilden die milde Basis dieses Brotes, sind kostengünstig und liefern Vitamin E.
- 50 g Kürbiskerne: Sorgen für tolle grüne Farbtupfer im Anschnitt und einen nussig-würzigen Geschmack.
- 50 g Sesam: Bringt viel Calcium und ein feines Aroma mit, das beim Rösten im Ofen noch intensiver wird.
Der Vorrats-Tipp: Nimm einfach, was dein Schrank hergibt! Du hast noch 100 g Walnüsse und 400 g Sonnenblumenkerne? Perfekt, nimm die! Hauptsache, die Gesamtmenge stimmt.


Meine Tipps für Textur & Variationen
So kannst du das Saatenbrot an deine Vorlieben anpassen:
Nüsse zerkleinern oder nicht?
- Ganz gelassen: Sehr kernig, rustikal, viel Crunch.
- Grob gehackt: Guter Mix aus Crunch und Struktur (meine Empfehlung!).
- Fein gemahlen: Kompakter, weniger Crunch, eher „brotartig“.
Varianten für mehr Abwechslung:
- Herzhaft: 1 TL Brotgewürz, getrocknete Kräuter oder eine Prise Chili für den extra Kick.
- Süße Variante: 2 EL Honig oder Ahornsirup zur Ei-Masse geben + 50 g Cranberries oder Rosinen unterrühren.
- Extra-Protein: 50 g Eiweißpulver (neutral) zur Masse geben.


Saatenbrot ohne Mehl & Hefe
Empfohlenes Zubehör
- 1 kleine Kastenform (ca. 16 x 10 cm)
Zutaten
- 5 Eier - Gr. M
- 40 ml neutrales Öl - z. B. Rapsöl oder Olivenöl
- 6–8 g Salz - ca. 1 TL
- 500 g Saaten-Nussmischung - z. B.: 100 g grob gehackte Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse oder Mandeln), 200 g Sonnenblumenkerne, 50 g Kürbiskerne, 50 g Sesam, 50 g Leinsamen (ganz oder geschrotet), 50 g Chiasamen
- optional: 1/2 TL Brotgewürz
Zum Bestreuen (optional):
- 2 EL gemischte Saaten - z. B.: Sesam, Mohn, Sonnenblumenkerne
Zubereitung
- Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze (140 °C Umluft) vorheizen. Eine Kastenform (ca. 16 cm) mit Backpapier auslegen (oder eine Silikonform verwenden) – wichtig, da das Brot sonst klebt!
- Eier und Salz in einer Schüssel mit einem Schneebesen oder Handmixer schaumig schlagen (ca. 1–2 Min.). Dabei das Öl langsam zugeben und gut unterrühren. Die Masse sollte schön cremig sein.5 Eier6–8 g Salz40 ml neutrales Öl


- Alle Nüsse und Kerne (und ggf. Brotgewürz) zur Ei-Masse geben und gut vermischen, bis alles gleichmäßig verteilt ist. Die Masse ist sehr kernig und fest – das ist normal!500 g Saaten-Nussmischungoptional: 1/2 TL Brotgewürz


- Die Nuss-Samen-Masse in die vorbereitete Kastenform füllen und mit einem Löffel gut festdrücken und glattstreichen und mit Saaten bestreuen.2 EL gemischte Saaten


- Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene 60 Min. backen. Das Brot sollte oben goldbraun und fest sein.Garprobe: Mit einem Holzstäbchen in die Mitte stechen: Es sollte kein flüssiger Teig mehr kleben.
- Das Brot aus dem Ofen nehmen und in der Form 10 Min. abkühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen, bevor du es anschneidest.


Meine Tipps
So geht’s im Thermomix
- Eier, Salz und Öl in den Mixtopf geben und 1 Min. | Stufe 4 aufschlagen.
- Nüsse und Saaten zugeben und 10 Sek. | Stufe 3 vermischen. Fertig!
Nährwerte pro Portion (ca.)
Zubereitung: In 5 Minuten in den Ofen (Ohne Gehzeit!)
Das Schönste an diesem Saatenbrot ist die Geschwindigkeit. Während andere Brote stundenlang gehen müssen oder komplizierte Teigführungen brauchen, ist dieses Brot wirklich kinderleicht:
Schritt 1: Eier schaumig schlagen (2 Min.) Die Eier werden mit Salz schaumig geschlagen – das gibt dem Brot etwas mehr Fluffigkeit und Luftigkeit. Dabei kommt langsam das Öl dazu. Die Masse sollte schön cremig sein.
Schritt 2: Nüsse und Kerne untermischen (2 Min.) Jetzt kommen alle Nüsse, Kerne und Saaten dazu. Einfach alles gut vermischen, bis die Ei-Masse alles umhüllt hat. Die Masse ist sehr fest und kernig – das ist genau richtig!
Schritt 3: In die Form und backen (1 Min.) Ab in die Form, gut festdrücken, optional mit Saaten bestreuen und ab in den Ofen. Fertig!
Kein Warten nötig! Im Gegensatz zu Rezepten mit Flohsamenschalen (die oft 30 Min. quellen müssen) oder Hefe (die stundenlang gehen muss) kannst du dieses Brot sofort backen. Perfekt, wenn es ganz schnell gehen soll!


Empfohlene Beiträge
Häufige Fragen zum Saatenbrot ohne Mehl
Wegen der Eier und der Nüsse gehört dieses Brot in den Kühlschrank! In einer Dose hält es sich dort 5–7 Tage frisch. Du kannst es auch scheibenweise einfrieren – so hast du immer frisches Brot griffbereit.
Tipp: Nüsse werden bei Zimmertemperatur schneller ranzig, im Kühlschrank bleiben sie frisch.
Dieses spezielle Rezept braucht Eier für die Bindung. Für eine vegane Version müsstest du mit Flohsamenschalen und Wasser arbeiten (das ist ein anderes Rezept-Prinzip, oft bekannt als „Life Changing Bread“).
Klopfe auf die Unterseite – es muss hohl klingen und sich fest anfühlen. Da es kein Mehl enthält, wird es nicht „fluffig“ wie Hefebrot, sondern bleibt kompakt und kernig.
Das kann zwei Gründe haben:
Zu wenig Ei: Verwende lieber 5 große Eier statt 4.
Nüsse zu fein gemahlen: Wenn die Nüsse zu fein sind, fehlt die Struktur. Lass sie gröber oder verwende mehr ganze Kerne.
Absolut! Du kannst komplett nach deinem Geschmack variieren. Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashews, Paranüsse – alles funktioniert. Hauptsache, du kommst auf 500 g Gesamtmenge.
Ja, da es komplett ohne Mehl und Getreide auskommt, ist es von Natur aus glutenfrei. Perfekt für alle mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie!
Dann würze beim nächsten Mal etwas mehr! 1 TL Brotgewürz oder getrocknete Kräuter machen einen großen Unterschied.
Saatenbrot ohne Mehl und Hefe – das schnelle Sattmacher-Brot für den Alltag
Eigentlich schlägt mein Herz ja für Sauerteigbrot mit langer Reifezeit. Aber wenn es mal besonders schnell gehen soll und ich Lust auf etwas richtig Kerniges habe, ist dieses Saatenbrot meine erste Wahl! Es ist so unkompliziert, dass es quasi nebenbei entsteht – und es schmeckt jedes Mal anders, je nachdem, welche Nüsse und Kerne ich gerade zu Hause habe. Damit ist es auch die ideale Resteverwertung für angebrochene Tüten aus dem Vorratsschrank!
Besonders im Januar, wenn ich mich nach den Feiertagen wieder nach etwas Leichterem, aber Kraftvollem sehne, ist es mein treuer Begleiter. Es macht lange satt, gibt richtig gute Energie und schmeckt einfach unglaublich lecker – egal ob mit Käse, Avocado oder auch mal mit Marmelade!
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- Perfekt zum Neujahr: Meine [Neujahrsbrezel] bringt Glück ins neue Jahr!
- Passt perfekt dazu: Meine Aufstriche & Dips für noch mehr Abwechslung.
Verrat mir gerne, welche Nüsse und Kerne du verwendet hast und wie es dir geschmeckt hat! Ich bin gespannt auf deine Kreationen.



