Warum Pudding den Butterkuchen so unwiderstehlich lecker macht
- Der Feuchtigkeits-Tresor: Der Pudding gibt auch nach dem Backen Feuchtigkeit an den Teig ab → der Kuchen schmeckt auch nach 3 Tagen noch saftig
- Das Textur-Spiel: Weicher Hefeteig + knackige Mandel-Zucker-Kruste + cremige Pudding-Inseln = Langeweile im Mund ausgeschlossen!
- Bäcker-Qualität: Genau so sehen die Premium-Butterkuchen in der Bäckerei-Vitrine aus – und so schmecken sie auch

So kommt der Pudding in den Teig (Kleckskuchen-Prinzip)
Anders als beim Bienenstich schneiden wir den Kuchen nicht auf und füllen ihn. Wir arbeiten nach dem einfachen „Kleckskuchen-Prinzip“:
- Hefeteig auf dem Blech gehen lassen (wie gewohnt)
- Tiefe Mulden eindrücken – ähnlich wie beim klassischen Butterkuchen, nur größer
- Die geschmolzene Butter gleichmäßig auf dem Hefeteig verteilen
- Den noch warmen Pudding in Klecksen in die Mulden setzen (am besten mit 2 Teelöffeln)
- Erst danach den Zucker und die Mandeln darüber verteilen
Wichtig: Der Pudding muss richtig fest gekocht sein! Wenn er zu flüssig ist, verläuft er beim Backen über das ganze Blech.
Welcher Pudding funktioniert am besten?
Hier gibt es eine klare Regel: Pflicht ist Kochpudding!
Ja: Klassischer Vanille- oder Sahne-Pudding zum Kochen (egal ob Päckchen oder selbstgemacht)
Nein: „Paradiescreme“ oder Dessert-Pulver ohne Kochen → das wird im Ofen wieder flüssig

Mein Tipp
Koche den Pudding richtig fest – lieber zu fest als zu flüssig! Wenn er beim Abkühlen eine Haut bildet, ist das sogar gut. Er muss in Form bleiben, wenn du ihn auf den Teig setzt.

Butterkuchen mit Pudding vom Blech
Zutaten
Für den Hefeteig:
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 280–300 g kalte Milch
- 15 g frische Hefe - oder 5 g Trockenhefe
- 60 g Zucker
- 10 g Vanillezucker
- 1 Ei - Gr. M
- 5 g Salz
- 80 g Butter (kühl, aber nicht hart) - in Stücken
Für den Vanillepudding:
- 500 ml Milch
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver - ca. 37 g
- 2 EL Zucker
Für den Belag:
- 60 g geschmolzene Butter
- 80 g Zucker
- 80 g Mandelblättchen
Zubereitung
Hefeteig zubereiten
- Die Hefe in der kalten Milch auflösen, dann Mehl, Zucker, Vanillezucker sowie das Ei hinzufügen. Auf langsamer Stufe ca. 10 Minuten kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist.280–300 g kalte Milch15 g frische Hefe60 g Zucker10 g Vanillezucker1 Ei500 g Weizenmehl Type 550

- Das Salz zugeben, 5–8 Min. weiter kneten, dabei die Butter nach und nach einkneten. Der Teig ist fertig, wenn er elastisch und seidig ist. (Fensterprobe zeigt, ob der Teig fertig ist, Ziel-Teigtemperatur: max. 24–26 °C)5 g Salz80 g Butter (kühl, aber nicht hart)

Stockgare (1. Teigruhe)
- Same-Day: Teig abgedeckt 1,5–2 Std. bei Raumtemperatur (20–22 °C) reifen lassen, bis er sich mindestens verdoppelt hat.Über Nacht: Teig abgedeckt 10–12 Std. im Kühlschrank (ca. 5–6 °C) reifen lassen. Am Backtag 60 Min. bei Raumtemperatur akklimatisieren.

Pudding vorbereiten
- Während der Teig geht: Pudding nach Packungsanleitung mit 500 ml Milch und 2 EL Zucker kochen. Lieber etwas zu fest als zu flüssig. In eine Schüssel füllen, mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche abdecken (verhindert Hautbildung) und abkühlen lassen.Tipp: Du kannst den Pudding auch am Vortag vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren.500 ml Milch1 Päckchen Vanillepuddingpulver2 EL Zucker

Formen & Stückgare (2. Teigruhe)
- Ein tiefes Backblech (ca. 30 × 40 cm) einfetten oder mit Backpapier belegen. Den Teig auf das Blech geben und schonend mit den Händen darauf ausbreiten. Abgedeckt etwa 60 Min. bei Raumtemperatur aufgehen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.

Belegen & Backen
- Backofen rechtzeitig auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen.Mit einem bemehlten Kochlöffelstiel (oder dem Daumen) viele tiefe, große Mulden in den aufgangenen Teig drücken. Danach die zerlassene Butter gleichmäßig darauf verteilen.60 g geschmolzene Butter

- Den Pudding in Klecksen in die Mulden setzen. Nicht glatt verstreichen, in Klecksen lassen, so bleibt er in Form!Gleichmäßig mit Zucker und Mandelblättchen bestreuen – auch ein bisschen über die Pudding-Kleckse, damit sie nicht verbrennen.80 g Zucker80 g Mandelblättchen

- Im vorgeheizten Ofen 20–22 Minuten goldgelb backen.Auf dem Blech (zumindest lauwarm) auskühlen lassen, dann in Stücke schneiden und genießen.

Meine Tipps
Maximal 22 Minuten! Der Pudding hält ihn zwar saftig, aber der Hefeteig kann trotzdem austrocknen. Aufbewahren:
Wegen des Puddings sollte er nach dem ersten Tag im Kühlschrank aufbewahrt werden (hält sich 2–3 Tage). Vor dem Servieren Raumtemperatur annehmen lassen oder kurz in der Mikrowelle (20 Sek.) aufwärmen.
Zubereitung mit dem Thermomix
Hefeteig:
- Alle Zutaten (außer Salz und Butter) in den Mixtopf geben: 5 Min. / Teigknetstufe
- Salz zugeben und die Butter portionsweise durch die Deckelöffnung hinzufügen: 3–4 Min. / Teigknetstufe weiter kneten
- Weiter wie oben beschrieben: Stockgare, Pudding kochen, aufs Blech, Stückgare, belegen, backen
- Milch, Puddingpulver und Zucker in den Mixtopf: 8 Min. / 90 °C / Stufe 4
- In eine Schüssel füllen, abdecken und abkühlen lassen
Nährwerte pro Portion (ca.)
Meine besten Tipps für den Butterkuchen mit Pudding
Dieser Butterkuchen kommt bei uns oft sonntags auf den Tisch – wenn es gemütlich, aber richtig lecker sein soll, wie früher bei Oma. Das Schöne: In meiner Familie liebt jeder etwas anderes, und dieser Kuchen vereint alles: Hefeteig, Pudding und karamellisiertes Mandeltopping. So haben alle, was sie lieben.
Mit diesen 4 Tricks gelingt dir mein Hefe-Kuchen perfekt:
- Die Über-Nacht-Gare ist mein Geheimnis: Ich bereite den Teig meistens schon samstags abends vor und lasse ihn über Nacht im Kühlschrank gehen. Am Sonntag mache ich dann in Ruhe weiter – so wird der Kuchen besonders aromatisch und lecker, ganz ohne Stress. Mit weniger Hefe und längerer Gehzeit wird er nicht nur bekömmlicher, sondern bleibt auch länger frisch.
- Pudding kann ich auch am Vortag vorbereiten: Ich koche ihn fest, lasse ihn abkühlen und stelle ihn abgedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Tag ist er perfekt stichfest und lässt sich super in die Mulden klecksen. So verläuft nichts!
- Pudding in Klecksen platzieren: Ich setze den Pudding wirklich in einzelnen Klecksen in die Mulden – nicht glatt verstreichen! So bleibt er dort, wo er hingehört, und verteilt sich nicht über das ganze Blech.
- Nicht zu lange backen: Der Pudding macht den Kuchen zwar saftig, aber wenn du ihn zu lange im Ofen lässt, wird der Hefeteig trotzdem trocken. Ich backe ihn maximal 20–22 Minuten und mache dann die Stäbchenprobe.

Häufige Fehler & Lösungen beim Pudding-Butterkuchen mit Hefeteig
Problem: Pudding verläuft auf dem Blech
Lösung: Du hast ihn zu flüssig gekocht! Er muss richtig fest sein (Puddinghaut ist hier sogar gut). Koche ihn fest, lass ihn abkühlen und setze ihn dann in Klecksen in die Mulden – nicht glatt verstreichen!
Problem: Pudding verbrennt
Lösung: Streue die Mandeln auch ein bisschen über die Pudding-Kleckse. Wenn er trotzdem zu dunkel wird → Alufolie drüber ab Minute 15.
Problem: Hefeteig geht nicht auf
Lösung: Hefe zu alt? Teig zu kalt? Hefeteig mag es kuschelig (ca. 30 °C). Stell die Schüssel in den Backofen (nur Licht an!) oder an einen warmen Ort. In meinem Guide „Hefeteig geht nicht auf“ findest du alle Tipps und Tricks.
Problem: Kuchen wird trocken
Lösung: Nicht zu lange backen! Maximal 20–22 Minuten. Der Pudding hält ihn zwar saftig, aber der Hefeteig kann trotzdem austrocknen, wenn er zu lange im Ofen ist.
Häufige Fragen zum Butterkuchen mit Pudding
Ja, klar! Ich würde dann aber die Mandeln weglassen und stattdessen nach dem Backen Schokostreusel oder gehackte Haselnüsse darübergeben.
Eher nein. Der Pudding aus dem Kühlregal hat eine andere Konsistenz und wird im Ofen oft zu flüssig. Frisch gekochter Pudding (aus Pulver und Milch) ist hier die sichere Bank.
Unbedingt! Ein paar Kirschen (aus dem Glas) oder Aprikosenhälften, die du zusätzlich in den Teig drückst, harmonieren perfekt mit dem Pudding. Das schmeckt dann wie ein „Spiegeleikuchen“ vom Bäcker.
Wegen des Puddings sollte er nach dem ersten Tag kühl gelagert werden (hält sich 2–3 Tage im Kühlschrank). Tipp: Da Hefeteig im Kühlschrank fest wird, nimm ihn rechtzeitig vor dem Essen raus oder gib das Stück für 20 Sekunden in die Mikrowelle.
Ja! Dann machst du ihn wie Omas klassischen Butterkuchen – dort gießt du nach dem Backen flüssige Sahne über den heißen Kuchen. Auch super saftig!


Butterkuchen mit Pudding – mein liebstes Sonntags-Ritual
Für mich ist dieser Kuchen das perfekte Sonntags-Rezept. Ich bereite den Teig samstagabends in Ruhe vor, lasse ihn über Nacht im Kühlschrank gehen und mache am Sonntagmorgen entspannt weiter. Kein Stress, kein Zeitdruck – und der Kuchen wird durch die lange Gare besonders aromatisch und fluffig.
Das Schöne: Jeder in meiner Familie liebt ihn aus einem anderen Grund. Die einen mögen den weichen Hefeteig, die anderen die cremigen Pudding-Inseln, und wieder andere sind verrückt nach der karamellisierten Mandel-Kruste. So haben alle, was sie lieben – und ich hab einen zufriedenen Kaffeetisch.
Du suchst andere Butterkuchen-Varianten?
→ Omas klassischer Butterkuchen – mit dem legendären Sahne-Guss, der ihn tagelang saftig hält
→ Butterkuchen ohne Hefe – die Blitz-Variante in 35 Minuten, wenn’s schnell gehen muss
→ Hefeteig-Grundrezept – alle Tricks rund um perfekten Hefeteig mit Über-Nacht-Gare
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